Kennedia (Kennedien oder Purpurbohnen) ist eine Gattung, die in der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) zur Unterfamilie Schmetterlingsblütler (Faboideae) gehört.

Beschreibung

mini|links|Illustration der Korallenbohne (Kennedia rubicunda) aus The Botanical Magazine, Tafel 268, Volume 8, 1794

Vegetative Merkmale Die Kennedia-Arten sind immergrüne, verholzende oder ausdauernde krautige Pflanzen. Es handelt sich ausschließlich um Kletterpflanzen. Sie enthalten keine Harze und ätherische Öle.

Die gut entwickelten Laubblätter sind meist dreiteilig gefiedert.Western Australian Herbarium (1998–). FloraBase — The Western Australian Flora. Department of Environment and Conservation: (englisch, abgerufen am 31. März 2010) Die kurz gestielten Blättchen sind ganzrandig. Es sind Nebenblätter und Nebenblättchen vorhanden.

Generative Merkmale Es werden Trauben oder Dolden gebildet oder die Blüten erscheinen einzeln bis zu zweit. Die Schmetterlingsblüten sind zwittrig. Die oberen zwei Kelchzähne sind verwachsen. Die Fahne ist leicht geöhrt. Die 10 Staubblätter sind diadelpisch. Die Blütenfarben reichen von rosafarben bis dunkelrot, gelb und schwarz. Die 12–100 Millimeter langen Hülsenfrüchte weisen keine Stacheln und wenige kurze Haare auf. Sie enthalten 4 bis 50 Samen enthalten.

Verbreitung und Bedrohung Alle Arten der Gattung Kennedia sind in Australien beheimatet. Von den elf Arten im Bundesstaat Western Australia sind zehn Arten endemisch. Die meisten Arten sind nicht bedroht. Allerdings sind Kennedia glabrata und Kennedia lateritia selten und geschützt, der Bestand an Kennedia beckxiana wird beobachtet.Western Australian Herbarium (1998–). FloraBase — The Western Australian Flora. Department of Environment and Conservation: Status Kennedia (englisch, abgerufen am 11. April 2010)

Systematik mini|Blüten von Kennedia nigricans mini|Illustration von Kennedia prostrata Die Gattung Kennedia wurde 1805 durch Étienne Pierre Ventenat in Jardin de la Malmaison, Tafel 104 aufgestellt. Der Name ehrt John Kennedy (1759–1842), einen englischen Gärtner und Pflanzenzüchter aus London.Helmut Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. 3., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Birkhäuser, Basel/Boston/Berlin 1996, ISBN 3-7643-2390-6, S. 318. Synonyme für Kennedia nom. cons. sind: Caulinia , Kennedya orth. var., Physolobium , Zichya .

In der Gattung Kennedia gibt es etwa 16 Arten, darunter: Kennedia beckxiana Kennedia carinata () Kennedia coccinea Kennedia eximia Kennedia glabrata Kennedia lateritia Kennedia nigricans Kennedia prorepens () Kennedia prostrata Kennedia retrorsa Korallenbohne (Kennedia rubicunda () ) Kennedia stirlingii

Literatur Robert Zander: Zander. Handwörterbuch der Pflanzennamen. Hrsg. von Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold. 17. Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart 2002, ISBN 3-8001-3573-6. Geoff Bryant: Australian native plants: choosing, cultivating and using them. Random House, North Sydney 2005, S. 246–247 ISBN 1-74166-030-0. Brian J. Grieve, William E. Blackall: How to know Western Australian wildflowers: a key to the flora of the extratropical regions of Western Australia. Part 2. Dicotyledons (Amaranthaceae to Lythraceae). University of Western Australia Press, Nedlands 1998, ISBN 1-875560-29-7. O. N. Allen, Ethel K. Allen: The Leguminosae. University of Wisconsin Press, 1981, ISBN 0-299-08400-0, S. 361 f.

Einzelnachweise Lotte Burkhardt: Verzeichnis eponymischer Pflanzennamen – Erweiterte Edition. Teil I und II. Botanic Garden and Botanical Museum Berlin, Freie Universität Berlin, Berlin 2018, ISBN 978-3-946292-26-5, doi:10.3372/epolist2018.

Weblinks

Kennedia bei Flora Base, Government of Western Australia, Department of Environment and Conservation.

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