Maximilian Konrad Joseph Freiherr von Romberg (* 6. September 1824 in Brunn (Wusterhausen/Dosse), Kreis Ruppin; † 22. September 1904 ebenda) war ein Fideikommissherr und Reichstagsabgeordneter.

Herkunft Seine Eltern waren Alexander Wilhelm Friedrich Heinrich Konrad (Conrad) Anton Freiherr von Romberg (* 25. April 1783, † 20. April 1833), Oberst, Träger des Eisernen Kreuzes und dessen Ehefrau die Gräfin Amalie Constanze von Dönhoff-Dönhoffstädt (* 26. Dezember 1798, † 5. Mai 1879). Der Vater war Herr auf Brunn und Gerdauen. Rombergs ältere Schwester Marianne heiratete den Gutsbesitzer und Ulanenoffizier Konrad Graf zu Stolberg-Wernigerode auf Diersfort an der Wesel. Der Onkel Wilhelm von Romberg besaß mit Zaatzke ebenso eine Begüterung in Nordbrandenburg.

Leben Romberg war preußischer Premier-Lieutenant und Rittergutsbesitzer auf Schloss Gerdauen in Gerdauen. Der Besitz Brunn in Nordbrandenburg muss anhand alter Gerichtsakten in Wusterhause/Dosse vor 1798 in Familienhand gekommen sein.Karl Altrichter: Geschichte der Stadt Wusterhausen an der Dosse. III. Abteilung, Rud. Petrenz, Neu-Ruppin 1889, S. 341. Mitglied des Preußischen Herrenhauses war er zuallererst aber als Vertreter des Alten und besonderen Grundbesitzes für Havelland-Ruppin, durch seinen Wohnort Brunn bei Wusterhausen/Dosse.Stenographische Berichte über die Verhandlungen. Herrenhaus. Band 2: Session 1882/1883, Reichsdruckerei, Berlin 1883, S. 6.Vgl. Georg Hirth (Hrsg.): Hirth’s Parlaments-Almanach. Dritte Ausgabe vom 3. April 1867. Verlag Franz Duncker, Berlin 1867, S. 82.

Von 1867 bis 1871 war er Mitglied des Reichstags des Norddeutschen Bundes für die Konservative Partei und den Reichstagswahlkreis Regierungsbezirk Königsberg 10. In dieser Eigenschaft gehörte er von 1868 bis 1870 auch dem Zollparlament an.Bernd Haunfelder, Klaus Erich Pollmann: Reichstag des Norddeutschen Bundes 1867–1870. Historische Photographien und biographisches Handbuch. In: Photodokumente zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien. Band 2, Droste, Düsseldorf 1989, ISBN 3-7700-5151-3, Foto S. 278, Kurzbiographie S. 457. Von 1871 bis 1874 war er Mitglied des Deutschen Reichstags für die Konservative Partei und den Wahlkreis Königsberg 10 (Rastenburg-Gerdauen-Friedland).Fritz Specht, Paul Schwabe: Die Reichstagswahlen von 1867 bis 1903. Eine Statistik der Reichstagswahlen nebst den Programmen der Parteien und einem Verzeichnis der gewählten Abgeordneten. 2. Auflage, Carl Heymanns Verlag, Berlin 1904, S. 7.Vgl. auch A. Phillips (Hrsg.): Die Reichstagswahlen von 1867 bis 1883. Statistik der Wahlen zum Konstituierenden und Norddeutschen Reichstage, zum Zollparlament, sowie zu den fünf ersten Legislatur-Perioden des Deutschen Reichstages. Verlag Louis Gerschel, Berlin 1883, S. 4.

Familie Er heiratete am 12. Oktober 1849 die Gräfin Bertha von Itzenplitz (* 9. April 1829) aus dem Haus Friedland-Cunersdorf, Tochter von Heinrich Friedrich von Itzenplitz. Das Paar blieb kinderlos, wohnte hauptsächlich auf Schloss Gerdauen. Brunn erbte der Neffe Wilhelm von Romberg.

Einzelnachweise

Literatur Eduard Maria Oettinger: Moniteur des Dates. Biographisch-genealogisch-historisches Weltregister. Jahrgang 34, Leipzig 1871, S. 160. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser 1876, Sechs und zwanzigster Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1875, S. 641. Anton Bettelheim (Hrsg.): Biographisches Jahrbuch und deutscher Nekrolog. Band 10, Verlag von Georg Reimer, Berlin 1907. Bernd Haunfelder, Klaus Erich Pollmann: Reichstag des Norddeutschen Bundes 1867–1870. Historische Photographien und biographisches Handbuch. In: Photodokumente zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien. Band 2, Droste, Düsseldorf 1989. ISBN 3-7700-5151-3. (Mit Bild).

Quellen A. Phillips: [Historisch-Politisches Jahrbuch von 1880], I. Jahrgang. 1. Hälfte. Mit: Die Reichstag-Wahlen. Verlag A. Decker, Berlin 1880. (Ohne Auswertung).

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