Bannetze ist ein Ortsteil der Gemeinde Winsen (Aller) im niedersächsischen Landkreis Celle, der an der Aller liegt. Der Ort wird von der L 180 durchquert.

Geschichte Urkundlich wird der Ort erstmals 1337 genannt. Die Erstbezeichnung Benetze leiten die Flurnamenforscher Paul Alpers und Friedrich Barenscheer auf diese Weise ab: „Bennedeshuse, vom Personennamen Benneid“.Urk. 140 von 1337, Wilhelm von Hodenberg: Lüneburger Urkundenbuch, 15. Abtheilung: Archiv des Klosters St. Johannis zu Walsrode, Capaun-Karlowa’sche Buchhandlung, Celle 1859, S. 333; Paul Alpers und Friedrich Barenscheer: Celler Flurnamenbuch: Die Flurnamen der Stadt und des Landkreises Celle, Sändig, Erfurt 1952, S. 19.

Am 1. Februar 1971 wurde Bannetze in die Gemeinde Winsen (Aller) eingegliedert.

Politik

Ortsrat Die Ortschaft Bannetze hatte von 1971 bis 2021 einen gemeinsamen Ortsrat mit dem Nachbarort Thören.

Bei der Kommunalwahl 2021 wurde erstmals ein eigener Ortsrat gewählt, der sich wie folgt zusammensetzt:

Ortsbürgermeister Ortsbürgermeister ist Eike Lammers.

Kultur und Sehenswürdigkeiten Das Allerwehr Bannetze ist die zweite Staustufe der Aller unterhalb Celle und wurde zwischen 1909 und 1912 errichtet.. Durch einen Vertrag im Jahre 1908 übernahm der Staat den Ausbau der Staustufen Oldau, Bannetze, Marklendorf und Hademstorf, während die Stadt Celle die Ausnutzung der Wasserkräfte an den Staustufen Oldau und Marklendorf pachtete. Deutsche Bauzeitung, Verlag Ernst Toeche, Berlin 1908, S. 121: „... die bei mittlerem Niedrigwasser 1,5 m Wassertiefe anstrebt und zu diesem Zwecke vier Staustufen bei Oldau, Bannetze, Buchholz und Hademstorf vorsieht ...“ Das alte Wehr wurde nach fast 100 Jahren durch ein modernes Schlauchwehr ersetzt. Zum Wehr gehört eine Schleusenanlage sowie eine Fischwanderhilfe.

Das Schulhaus in Bannetze ist ein freistehendes zweigeschossiges Schulhaus mit Stallanbau, von dem 1910 ein Vorentwurf veröffentlicht wurde. Der Bau wurde 1911 von Otto Haesler ausgeführt.Simone Oelker: Otto Haesler – Eine Architektenkarriere in der Weimarer Republik, 1. Aufl., Dölling und Galitz Verlag, Hamburg, München 2002, S. 274. Vgl. Casimir Hermann Baer: Moderne Bauformen, Monatshefte für Architektur und Raumkunst, Stuttgart 1920, S. 70.

Baudenkmäler Siehe auch Baudenkmale in Bannetze Schleuse Bannetze von 1909 bis 1912

Grünflächen und Naherholung Nördlich der Ortschaft liegt das 815 ha große Naturschutzgebiet und Vogelschutzgebiet Meißendorfer Teiche mit dem Bannetzer Moor, das wegen seiner artenreichen Brutvogelwelt und als Rastgebiet für Zugvögel von gesamtstaatlicher Bedeutung ist.NLWKN: NSG Meißendorfer Teiche/Bannetzer Moor mit Übersichtskarte.

Östlich von Bannetze, am gegenüberliegenden Ufer der Aller, liegt das Naturschutzgebiet „Hornbosteler Hutweide“,NLWKN: NSG Hornbosteler Hutweide. ein 176 ha großes Gebiet, das 2004 unter Schutz gestellt wurde. Man findet hier zum Teil noch gut erhaltene Reste der ehemals typischen Hutelandschaft. Heckrinder und seit 2009 auch Przewalski-Pferde übernehmen die Beweidung dieses Teils der Allerniederung.

Weblinks

Offizielle Website von Winsen (Aller)

Einzelnachweise

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