Die National League (NL; früher Nationalliga A, National League A) ist die höchste Eishockey-Liga in der Schweiz. Sie besteht aktuell aus 14 Mannschaften.
Der Name «National League» wurde in der Saison 2007/08 zusammen mit zusätzlichen Neuerungen eingeführt. Zu den Änderungen gehören unter anderem ein neuer Pokal und ein neuer Spielmodus.
Geschichte Die Nationalliga A wurde 1937 als Nachfolger der Nationalen und der Internationalen Meisterschaft der Schweiz gegründet. Seit 1986 werden zum Ende der Saison die Playoffs ausgetragen, bei denen der Meister der Liga bestimmt wird. 2007 wurde die Liga in National League A umbenannt. 2017 folgte die Kürzung in National League.
TV-Vertrag 2012 wurde ein neuer TV-Vertrag ausgehandelt, der bis zur Saison 2016/17 Gültigkeit hatte. Vor allem die öffentlich-rechtlichen Sender bauten darauf ihr Eishockeyprogramm erheblich aus. Neu können die SRG-Sender die Playoff-Begegnungen der National League A von Beginn weg übertragen. Für die Viertelfinals stehen den SRG-Sendern zwei Partien nach Wahl zur Verfügung, ab den Halbfinals wird auf allen Sendern der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) die gleiche Playoff-Partie gesendet.
Alle Spiele werden zudem auf dem Pay-TV-Sender Teleclub live übertragen. Ab der Saison 2017/18 hat sich UPC zusammen mit Suisse Digital die TV-Rechte für fünf Jahre und einer Rekordsumme von jährlich durchschnittlich 35,4 Millionen Schweizer Franken gesichert. Die Spiele sind auf dem neu kreierten Sportsender MySports zu sehen.
Am 1. Juli 2025 teilte die SRG mit, dass sie den bis im Sommer 2027 laufende Produktionsvertrag infolge Sparmassnahmen nicht mehr verlängern wird.
Modus Qualifikation
Die reguläre Saison wird als Rundenturnier, der sogenannten Qualifikation, gespielt. Ab der Saison 2007/08 umfasste diese 50 Runden, wobei jedes Team viermal gegen jedes andere Team spielte (total 44 Spiele) plus zusätzliche sechs Gruppenspiele. Dazu wurden die zwölf Clubs in drei Vierergruppen eingeteilt, deren Zusammensetzung regional erfolgte. Die Gruppen sind wie folgt gebildet: West: Genève-Servette HC, Lausanne HC, Fribourg-Gottéron, EHC Biel. Mitte: SC Bern, SCL Tigers, EV Zug, ZSC Lions. Ost: SC Rapperswil-Jona Lakers, HC Ambrì-Piotta, HC Lugano, HC Davos. In jeder Vierergruppe gab es eine Hin- und eine Rückrunde, wobei diese Ergebnisse in die Gesamtrangliste der Qualifikation übernommen wurden.
Seit 2021 umfasst die reguläre Saison 52 Spiele, davon seit 2022 je 26 Heim- und Auswärtsspiele.
Seit der Saison 2006/07 gibt es in der National League kein Unentschieden mehr. Ist ein Spiel nach 60 Minuten nicht entschieden, so folgt eine fünfminütige Verlängerung mit je drei Feldspielern. Fällt kein Tor, wird der Match im Penaltyschiessen entschieden. Ein Sieg nach 60 Minuten gibt drei Punkte, ein Sieg nach Verlängerung oder Penaltyschiessen zwei Punkte, eine Niederlage nach Verlängerung oder Penaltyschiessen einen Punkt und eine Niederlage nach 60 Minuten keinen Punkt.
Der Meister, der Qualifikationssieger sowie die Mannschaften auf den Plätzen 2 bis 4 der regulären Saison qualifizieren sich für die Champions Hockey League. Sollte der Meister bereits anderweitig qualifiziert sein, so erhält der Fünftplatzierte ebenfalls ein Startrecht.
Playoffs / Playouts An die Qualifikation anschliessend ermitteln die besten acht Mannschaften den Schweizer Meister im Playoff-Stil. Die letzten vier Mannschaften ermittelten ab der Saison 2013/14 in der damals eingeführten Platzierungsrunde die letzten zwei Mannschaften, welche dann in den Playouts den Teilnehmer an der Relegation gegen den Meister der Sky Swiss League ermittelten. In allen Runden der Playoffs wie auch bei den Playouts und bei den Relegationsspielen wird der Modus Best-of-Seven angewendet. Seit der Saison 2020/21 ermitteln die Teams auf den Plätzen 7 bis 10 in einer Pre-Playoff-Serie im Best-of-Three-Modus zwei weitere Playoff-Teilnehmer.
Seit der Saison 2017/18 findet in der Overtime der Playoffs ein Sudden Death statt. Das heisst: Eine Verlängerung mit fünf gegen fünf Spieler wird gespielt, und zwar so lange, bis ein Tor fällt. Das Heimrecht wird jeweils abgewechselt. Die jeweils bessere Mannschaft in der Qualifikation erhält das Heimrecht und kann somit das erste Spiel, und allenfalls das siebte und entscheidende, zu Hause bestreiten.
Teilnehmer
In der Saison 2025/26 sind folgende 14 Mannschaften in der NL vertreten: Team Standort Eishalle Kapazität Zuschauerschnitt 2022/23 Auslastung20pxHC AjoiePorrentruyRaiffeisen Arena5'178422290 %20px HC Ambrì-Piotta Quinto TI Gottardo Arena 6'775 648096 %20px SC Bern Bern PostFinance Arena 17'031 1475086 %20px EHC Biel Biel Tissot Arena 6‘556 585390 %20px HC Davos Davos Zondacrypto Arena 6'795497873 %20px Fribourg-Gottéron Freiburg BCF-Arena 9'620 892298 %20px Genève-Servette HC Genf Les Vernets 7'285 626586 %20pxEHC KlotenKlotenSwiss Arena7'624 610980 %20px SCL Tigers Langnau Ilfishalle 6'050 499182 %20px Lausanne HC Lausanne Vaudoise aréna 9'600709974 %20px HC Lugano Lugano Cornèr Arena 7'200 502670 %20px SC Rapperswil-Jona Lakers Rapperswil-Jona St. Galler Kantonalbank Arena 6'100 495681 %20px EV Zug Zug OYM hall 7'700 697597 %20px ZSC Lions Zürich Swiss Life Arena 12'000 1145995 % Der Zuschauerschnitt bezieht sich auf sämtliche Spiele (Qualifikation, Playoffs, Playouts, Liga-Qualifikation).
Seit der Umbenennung in National League A im Jahr 2007 waren zudem folgende Vereine in der Liga vertreten: EHC Basel (bis 2008)
Meistertitel Nationalliga A 1938–2007 Vor Einführung der Playoffs 1938: HC Davos 1939: HC Davos 1940: keine Meisterschaft 1941: HC Davos 1942: HC Davos 1943: HC Davos 1944: HC Davos 1945: HC Davos 1946: HC Davos 1947: HC Davos 1948: HC Davos 1949: Zürcher SC 1950: HC Davos 1951: EHC Arosa 1952: EHC Arosa 1953: EHC Arosa 1954: EHC Arosa 1955: EHC Arosa 1956: EHC Arosa 1957: EHC Arosa 1958: HC Davos 1959: SC Bern 1960: HC Davos 1961: Zürcher SC 1962: EHC Visp 1963: HC Villars 1964: HC Villars 1965: SC Bern 1966: Grasshoppers Club Zürich 1967: EHC Kloten 1968: HC La Chaux-de-Fonds 1969: HC La Chaux-de-Fonds 1970: HC La Chaux-de-Fonds 1971: HC La Chaux-de-Fonds 1972: HC La Chaux-de-Fonds 1973: HC La Chaux-de-Fonds 1974: SC Bern 1975: SC Bern 1976: SC Langnau 1977: SC Bern 1978: EHC Biel 1979: SC Bern 1980: EHC Arosa 1981: EHC Biel 1982: EHC Arosa 1983: EHC Biel 1984: HC Davos 1985: HC Davos Nach Einführung der Playoffs 1986: HC Lugano 1987: HC Lugano 1988: HC Lugano 1989: SC Bern 1990: HC Lugano 1991: SC Bern 1992: SC Bern 1993: EHC Kloten 1994: EHC Kloten 1995: EHC Kloten 1996: EHC Kloten 1997: SC Bern 1998: EV Zug 1999: HC Lugano 2000: ZSC Lions 2001: ZSC Lions 2002: HC Davos 2003: HC Lugano 2004: SC Bern 2005: HC Davos 2006: HC Lugano 2007: HC Davos
Meistertitel National League A 2008–2017 2008: ZSC Lions 2009: HC Davos 2010: SC Bern 2011: HC Davos 2012: ZSC Lions 2013: SC Bern 2014: ZSC Lions 2015: HC Davos 2016: SC Bern 2017: SC Bern
Meister National League ab 2018 2018: ZSC Lions 2019: SC Bern 2020: keine Titelvergabe (Meisterschaftsabbruch infolge COVID-19-Pandemie) 2021: EV Zug 2022: EV Zug 2023: Genève-Servette HC 2024: ZSC Lions 2025: ZSC Lions 2026: HC Fribourg-Gottéron
Playoff-Finalserien JahrMeisterSerieVerliererSpiel 1Spiel 2Spiel 3Spiel 4Spiel 5Spiel 6Spiel 71986HC Lugano2:0HC Davos5:07:5 -Best-of-31987HC Lugano3:0EHC Kloten6:23:14:0 - -Best-of-51988HC Lugano3:0EHC Kloten5:310:44:3 - -1989SC Bern3:2HC Lugano2:65:14:31:54:21990HC Lugano3:1SC Bern5:13:57:14:2 -1991SC Bern3:1HC Lugano3:24:32:42:1 n. V. -1992SC Bern3:2HC Fribourg-Gottéron4:311:21:50:34:11993EHC Kloten3:0HC Fribourg-Gottéron4:27:44:2 - -1994EHC Kloten3:1HC Fribourg-Gottéron5:41:44:26:4 -1995EHC Kloten3:1EV Zug8:34:12:54:3 -1996EHC Kloten3:0SC Bern2:16:45:1 - -1997SC Bern3:1EV Zug1:45:23:2 n. V.4:0 -1998EV Zug4:2HC Davos4:12:3 n. V.11:42:44:35:2 -1999HC Lugano4:1HC Ambri-Piotta3:2 n. P.3:53:2 n. V.4:03:12000ZSC Lions4:2HC Lugano2:53:23:23:13:4 n. V.4:3 -2001ZSC Lions4:3HC Lugano0:33:01:40:46:35:12:1 n. V.2002HC Davos4:0ZSC Lions3:06:23:14:1 - - -2003HC Lugano4:2HC Davos2:32:35:34:33:04:0 -2004SC Bern3:2HC Lugano3:12:11:53:44:3 n. V.Best-of-52005HC Davos4:1ZSC Lions4:66:33:24:3 n. V.3:2 n. V. - -2006HC Lugano4:1HC Davos5:03:57:38:23:1 - -2007HC Davos4:3SC Bern3:20:43:12:33:12:31:02008ZSC Lions4:2Genève-Servette HC3:4 n. V.2:43:23:23:2 n. P.2:1 n. P. -2009HC Davos4:3Kloten Flyers1:2 n. V.6:5 n. V.2:10:44:20:1 n. V.2:12010SC Bern4:3Genève-Servette HC3:2 n. V.4:56:24:3 n. V.2:3 n. V.1:24:12011HC Davos4:2Kloten Flyers5:22:11:0 n. V.0:33:4 n. V.3:2 -2012ZSC Lions4:3SC Bern2:42:10:30:22:1 n. V.6:32:12013SC Bern4:2HC Fribourg-Gottéron4:14:30:11:33:25:1 -2014ZSC Lions4:0Kloten Flyers1:02:15:22:1 n. P. - - -2015HC Davos4:1ZSC Lions0:35:23:2 n. P.4:3 n. V.3:0 - -2016SC Bern4:1HC Lugano4:51:03:2 n. V.2:1 n. V.3:2 - -2017SC Bern4:2EV Zug5:04:21:2 n. V.2:3 n. V.6:15:1 -2018ZSC Lions4:3HC Lugano1:05:4 n. V.0:33:2 n. V.0:42:32:02019SC Bern4:1EV Zug1:43:2 n. V.4:13:12:1 - -2020keine Titelvergabe (Meisterschaftsabbruch infolge COVID-19-Pandemie) (Qualifikationssieger: ZSC Lions)2021EV Zug3:0Genève-Servette HC1:02:15:1 - -Best-of-52022EV Zug4:3ZSC Lions2:31:21:24:14:12:03:12023Genève-Servette HC4:3EHC Biel2:12:31:2 n. V.3:27:12:44:12024ZSC Lions4:3Lausanne HC2:12:44:22:53:03:52:02025ZSC Lions4:1Lausanne HC3:03:2 n. V.2:43:13:2 - -2026HC Fribourg-Gottéron4:3HC Davos3:21:33:2 n. V.0:14:5 n. V.2:1 n. V.3:2 n. V.
Clubs nach Meistertitel Titel Titel seit 1986 Club 31 6 HC Davos 16 10 SC Bern 11 8 ZSC Lions (früher Zürcher SC) 9 – EHC Arosa 7 7 HC Lugano 6 – HC La Chaux-de-Fonds 5 4 EHC Kloten 3 – EHC Biel 3 3 EV Zug 2 – HC Villars 1 – EHC Visp 1 – GCK Lions (früher Grasshopper Club Zürich) 1 – SCL Tigers (früher SC Langnau) 1 1 Genève-Servette HC 1 1 HC Fribourg-Gottéron
Zuschauerzahlen Die Liga generierte nach der Hauptrunde 2018/19 mit 6'949 Zuschauern pro Partie europaweit den höchsten Zuschauerschnitt aller Ligen vor der KHL (6'397) sowie der DEL (6'215). Von der Saison 2001/2002 bis zur Saison 2022/2023 lag der SC Bern 22 Spielzeiten auf Rang eins aller europäischen Clubs und hatte nach der Hauptrunde 2018/19 einen Zuschauerschnitt von 16'290. Mit den ZSC Lions war ein weiterer Club aus dieser Liga in den Top Ten des europäischen Eishockeys vertreten, der Club aus Zürich lag mit 9'694 Zuschauern auf Rang sieben.Eishockey News vom 19. März 2019, Seite 4
Siehe auch PostFinance Top Scorer Schweizer Meister (Eishockey) Eishockey in der Schweiz
Weblinks
sihf.ch: Swiss Ice Hockey Federation hockeyfans.ch: Website von Eishockeyfans srf.ch: Liste der Schweizer Eishockey-Meister
Einzelnachweise
Kategorie:Eishockeyliga in der Schweiz