Charles David „Chuck“ Liddell (* 17. Dezember 1969 in Santa Barbara, Kalifornien) ist ein US-amerikanischer Schauspieler und ehemaliger MMA-Athlet, der als einer der Pioniere und bekanntesten Kämpfer des Sports gilt.Old school representative of Chuck Liddell Er war vom 16. April 2005 bis 26. Mai 2007 Weltmeister der UFC im Halbschwergewicht und hält in dieser Gewichtsklasse den Rekord für die meisten Siege durch KO/TKO der Organisation (Stand: Januar 2026).UFC Record Book Als die äußeren Markenzeichen des während seiner ganzen Karriere von John Hackleman trainierten Liddell galten dessen Irokesen-Haarschnitt, das japanische Koei-Kan-Tattoo am linken Hinterkopf und der Siegesschrei mit abgespreizten Armen.Chuck At 50Chuck Liddell - A Tribute to a Fighter
2009 fand er Aufnahme in den Pionierflügel der UFC Hall of Fame.UFC Pioneer Wing
Karriere Liddell begann im Alter von 12 Jahren mit Karate (Koei-Kan und Kempō) und war später vier Jahre lang Stammspieler im Footballteam der San Marcos High School. Anschließend besuchte er ab 1988 die California Polytechnic State University in San Luis Obispo, wo er 1995 seinen Abschluss in Betriebswirtschaft und Rechnungswesen erlangte, sowie als Ringer der NCAA Division I in Erscheinung trat.Chuck Liddell, Prince Marketing Group Weiters trainierte er im Laufe seiner Karriere Kickboxen, Grappling und Brazilian Jiu-Jitsu (BJJ).Chuck Liddell, Zinkin MMA Im Kickboxen erreichte er eine Bilanz von 20-2, wobei er nationale Amateurtitel der Verbände USMTA und IKF gewinnen konnte.Chuck Liddell, Bio-TitlesIKF: Strongbow Kickboxing 3 Er war zum Ende seiner Karriere Lilagurt im BJJChuck Liddell: ‘I’m back! Training Jiu-Jitsu Since 1997’ und erhielt 2016 als Kempō-Schwarzgurt den 8. Dan verliehen.Chuck Liddell Got Promoted To 8th Degree Hawaiian Kempo Black Belt Zu Beginn seiner Profikarriere arbeitete er als Barkeeper und Kickboxtrainer.This guy scares you?, ESPN 2009 fand er Aufnahme in die Athletics Hall of Fame der California Polytechnic State University.Chuck Liddell, Cal Poly Athletics Hall of Fame
Sein Profi-MMA-Debüt gewann er am 15. Mai 1998 bei UFC 17 in Mobile (Alabama) gegen Noé HernándezUFC 17 - Redemption und bestritt seinen zweiten Kampf am 23. August 1998 in São Paulo bei der brasilianischen Organisation IVC, wo ihm ein Sieg gegen José Landi-Jons gelang.IVC 6 - The Challenge In seinem dritten Duell, diesmal wieder bei der UFC, verlor er am 5. März 1999 in Bay St. Louis durch technische Submission (Abbruch durch den Referee) aufgrund eines Würgegriffs gegen Jeremy Horn.UFC 19 - Ultimate Young Guns
In seinen folgenden zehn Kämpfen blieb er dann ungeschlagen, wobei er am 18. Juli 2000 in Friant (Kalifornien) den Halbschwergewichts-Titel der Promotion IFC durch einen K.o. in der zweiten Runde gegen Steve Heath gewann.IFC WC 9 - Warriors Challenge 9 Am 16. Dezember 2000 siegte er bei UFC 29 in Tokio einstimmig nach Punkten gegen Jeff MonsonUFC 29 - Defense of the Belts und schaffte am 4. Mai 2001 bei UFC 31 in Atlantic City (New Jersey) den Durchbruch, als er den ehemaligen UFC-Schwergewichtschampion Kevin Randleman durch K.o. in der ersten Runde bezwang.UFC 31 - Locked & Loaded Am 27. Mai 2001 in Yokohama gewann er zudem einen Kampf bei der japanischen Organisation PRIDE durch K.o. in der zweiten Runde gegen Guy Mezger, der 1997 das UFC-Halbschwergewichtsturnier und 1998 den Titel der japanischen Organisation Pancrase gewonnen hatte.Pride 14 - Clash of the Titans Am 28. September 2001 gewann er bei UFC 33 in Las Vegas einstimmig nach Punkten gegen den späteren UFC-Mittelgewichtschampion Murilo BustamanteUFC 33 - Victory in Vegas und am 11. Januar 2002 in Uncasville ebenfalls einstimmig gegen Amar Sulojew, Gewinner des MFC-Turniers 2000 von M-1 Global.UFC 35 - Throwdown Einen weiteren einstimmigen Sieg errang er am 22. Juni 2002 bei UFC 37.5 in Las Vegas gegen den späteren UFC-Halbschwergewichtschampion Vitor Belfort.UFC 37.5 - As Real As It Gets Am 22. November 2002 besiegte er bei UFC 40 den späteren Strikeforce-Champion Renato Sobral durch K.o. in der ersten Runde.UFC 40 - Vendetta Er konnte daraufhin im Alter von 33 Jahren am 6. Juni 2003 bei UFC 43 in Las Vegas um den UFC-Interimstitel im Halbschwergewicht kämpfen, verlor dabei jedoch durch TKO in Runde 3 gegen Randy Couture.UFC 43 - Meltdown
Anschließend wurde Liddell von UFC-Präsident Dana White als Repräsentant seiner Organisation für den PRIDE Grand Prix im Mittelgewicht angemeldet, wobei er im ersten Kampf am 10. August 2003 in Saitama durch K.o. in der ersten Runde gegen Alistair Overeem gewannThe story of the UFC rivalry with Pride FCPride FC - Total Elimination 2003, jedoch im Halbfinalkampf am 9. November 2003 in Tokio durch TKO in Runde 2 gegen Quinton Jackson ausschied.Pride FC - Final Conflict 2003
Am 2. April 2004 siegte er dann bei UFC 47 durch K.o. in der zweiten Runde gegen Tito Ortiz, der den UFC-Halbschwergewichtstitel von April 2000 bis September 2003 gehalten und dann an Randy Couture verloren hatte.UFC 47 - It's On Durch einen folgenden K.o.-Sieg in der ersten Runde gegen den ehemaligen KOTC-Champion Vernon WhiteUFC 49 - Unfinished Business, wurde er zum Herausforderer des UFC-Halbschwergewichtschampions Randy Couture, den er im Rahmen ihres Rückkampfes am 16. April 2005 bei UFC 52 in Las Vegas durch K.o. in der ersten Runde besiegte.UFC 52 - Couture vs. Liddell 2 Seine erste Titelverteidigung gewann er am 20. August 2005 bei UFC 54 in einem Rematch per TKO in Runde 4 gegen Jeremy Horn, dem er 1990 noch durch Submission unterlegen war.UFC 54 - Boiling Point Seine zweite Titelverteidigung war ein inzwischen drittes Aufeinandertreffen mit Randy Couture, das er am 4. Februar 2006 bei UFC 57 in Las Vegas durch K.o. in der zweiten Runde für sich entscheiden konnte.UFC 57 - Liddell vs. Couture 3 Am 26. August 2006 folgte bei UFC 62 seine nächste Titelverteidigung, die er durch TKO in Runde 1 gegen Renato Sobral gewann, den er bereits 2002 vorzeitig gestoppt hatte.UFC 62 - Liddell vs. Sobral Auch Tito Ortiz, dem er bereits 2004 eine vorzeitige Niederlage zugefügt hatte, besiegte er in seiner inzwischen vierten Titelverteidigung am 30. Dezember 2006 bei UFC 66 durch TKO in Runde 3.UFC 66 - Liddell vs. Ortiz 2 Am 26. Mai 2007 verlor er den Titel schließlich bei UFC 71 in Las Vegas durch eine K.o.-Niederlage in Runde 1 an Quinton Jackson, dem er bereits beim PRIDE Grand Prix 2003 unterlegen war.UFC 71 - Liddell vs. Jackson Auch seinen folgenden Kampf am 22. September 2007 verlor er per Mehrheitsentscheidung nach Punkten gegen Keith Jardine.Analysis of Chuck Liddell-Keith Jardine Fight Raises Question of Favoritism Toward Liddell Einen letzten bedeutenden Sieg erzielte er am 29. Dezember 2007 bei UFC 79 in Las Vegas, als er per einstimmiger Punktentscheidung gegen den ehemaligen PRIDE-Champion Wanderlei Silva gewann.UFC 79: Chuck Liddell Beats Wanderlei Silva Am 6. September 2008 verlor er dann bei UFC 88 in Atlanta durch K.o. in der zweiten Runde gegen Rashad EvansEvans Fires Perfect Game, Knocks Liddell Out in UFC 88 Main Event und in seinem nächsten Kampf am 18. April 2009 bei UFC 97 durch TKO in Runde 1 gegen Mauricio Rua.Video: ‘Shogun’ Rua knocks out Chuck Liddell at UFC 97 Nach einer weiteren Niederlage, am 12. Juni 2010 bei UFC 115 in Vancouver per K.o. in der ersten Runde gegen Rich FranklinFranklin Survives Broken Arm, KOs Liddell in UFC 115 Main Event, verkündete er im Dezember 2010 seinen Rücktritt.Liddell finally accepts end of career
Einen letzten Kampf bestritt er am 24. November 2018 in Inglewood bei der ersten MMA-Veranstaltung von Golden Boy Promotions, wobei er durch K.o. in der ersten Runde gegen Tito Ortiz unterlag, gegen den er 2004 und 2006 noch vorzeitige Siege gefeiert hatte.Liddell vs. Ortiz 3 results: Tito Ortiz knocks out Chuck Liddell in first round
Filmografie Filme 2025: Brewmite II 2024: Fight Another Day 2023: Buckle Up 2020: Cagefighter: Worlds Collide 2019: Acceleration - Gegen die Zeit 2019: D-Day 2019: Nation’s Fire 2018: Silencer 2017: A Violent Man 2017: Altitude - Die Hard in the Sky 2015: Riot (Caged to Kill) 2015: War Pigs 2013: Kick-Ass 2 2010: Passion Play 2009: The Ballad of G.I. Joe 2008: Drillbit Taylor – Ein Mann für alle Unfälle 2007: The Death and Life of Bobby Z 2006: Bachelor Party Vegas 2003: Born 2 Die 2001: So High 1981: Wenn der Postmann zweimal klingelt
Serien 2017: Imaginary Mary (Staffel 1, Episode 1) 2017: Workaholics (Staffel 7, Episode 5) 2013: Bones – Die Knochenjägerin (Staffel 9, Episode 5) 2011: Hawaii Five-0 (Staffel 2, Episode 6) 2011: Criminal Minds: Team Red (Staffel 1, Episode 13) 2007: Entourage (Staffel 3, Episode 16) 2007: Blade – Die Jagd geht weiter (Staffel 1, Episode 1)
Sonstiges Liddell war neben Randy Couture einer der Team-Coaches der ersten Staffel von The Ultimate Fighter (TUF), einer von der UFC 2004/05 veranstalteten Reality-TV-Serie, in der aufstrebende MMA-Kämpfer zusammen in einem Haus leben und im Turniermodus gegeneinander antreten. Der von Liddell ins Team gewählte Forrest Griffin konnte die Staffel gewinnen, war später UFC-Champion im Halbschwergewicht und fand Aufnahme in die UFC Hall of Fame.UFC Legends: Griffin vs. Bonnar 1 Die beiden Coaches trafen später bei UFC 52 aufeinander, diesmal im Kampf um den Titel im Halbschwergewicht, den Liddell für sich entschied.UFC 52: Couture vs. Liddell 2
Er war unter anderem Werbeträger für Miller Bier sowie Duralast Brakes und zierte 2007 als erster UFC-Athlet das Cover des ESPN-Magazins, eines der größten und meistgelesenen Sportpublikationen des USA.UFCs Chuck Liddell appears on ESPN The Magazinecover Im selben Jahr wurde er bei den Guys Choice Awards in der Kategorie „Most Dangerous Man“ ausgezeichnet.Spike TV Announces 2007 'Guys Choice' Winners Nach seiner Wettkampfkarriere verblieb er in der UFC als Vizepräsident der Geschäftsentwicklung.Chuck Liddell officially retires; named UFC Vice President of Business Development
2009 war er Teilnehmer der 9. Staffel von Dancing with the Stars und schied mit seiner Tanzpartnerin Anna Trebunskaja auf dem 11. Platz aus.Liddell booted from 'Dancing with the Stars'Chuck Lidell Gets the Boot Im selben Jahr erschien sein Buch „Iceman: My Fighting Life“, das mehrere Wochen auf der Bestsellerliste der New York Times stand.Iceman, My Fighting Life
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