mini|Logo der Deutschen Filmakademie mini|Der Friedrichstadtpalast, Veranstaltungsort des Deutschen Filmpreises 2010 mini|Beste Regie und Bestes Drehbuch: Michael Haneke mini|Beste weibliche Hauptrolle: Sibel Kekilli mini|Bernd Eichinger bekam den Ehrenpreis
Die 60. Verleihung des Deutschen Filmpreises Lola fand am 23. April 2010 statt. Der Deutsche Filmpreis ist mit mehr als 2,8 Millionen Euro die höchstdotierte Kulturauszeichnung Deutschlands und wird von der 2003 gegründeten Deutschen Filmakademie in 16 Kategorien vergeben. Die Preisverleihung fand erstmals im Berliner Friedrichstadtpalast statt, moderiert wurde die Jubiläumsgala von Barbara Schöneberger. (PDF; 84 kB), 5. März 2010.
Die Nominierungen waren am 19. März 2010 von den neuen Präsidenten der Filmakademie, den Schauspielern Iris Berben und Bruno Ganz, sowie dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Bernd Neumann, bekanntgegeben worden. Der bereits mit dem Europäischen Filmpreis und einem Golden Globe Award ausgezeichnete Film Das weiße Band – Eine deutsche Kindergeschichte ging als großer Favorit ins Rennen. Michael Hanekes Drama hatte bereits im Vorfeld mit insgesamt 13 Nominierungen einen neuen Rekord aufgestelltSpiegel Online: Nominierungsrekord für „Das weiße Band“, 19. März 2010. und konnte bei der Verleihung in zehn Kategorien triumphieren, darunter bester Film, Regie, Drehbuch, Hauptdarsteller (Burghart Klaußner) und Nebendarstellerin (Maria-Victoria Dragus). Hans-Christian Schmids Drama Sturm wurde mit dem Filmpreis in Silber ausgezeichnet und gewann die Auszeichnungen für Schnitt und Filmmusik. Feo Aladağs Die Fremde erhielt den Filmpreis in Bronze, während sich Hauptdarstellerin Sibel Kekilli nach 2004 (für Gegen die Wand) erneut den Preis für die beste Hauptdarstellerin sichern konnte.vgl. Offizielles Twitter-Profil des Deutschen Filmpreises (aufgerufen am 23. April 2010)
Mit dem Ehrenpreis für hervorragende Verdienste um den deutschen Film wurde der Produzent, Regisseur und Drehbuchautor Bernd Eichinger ausgezeichnet. Eichinger habe wie kaum ein anderer den deutschen Film geprägt; seine Produktionen haben allein im deutschsprachigen Raum bisher mehr als 80 Millionen Besucher im Kino gesehen.Laudation der Deutschen Filmakademie, zitiert in , kino-zeit.de, 13. April 2010.
Auswahlverfahren Berücksichtigt wurden Filme, die zwischen dem 1. März 2009 und dem 28. Februar 2010 eine reguläre kommerzielle Auswertung im Kino hatten und die eine „erhebliche deutsche kulturelle Prägung“ aufwiesen. (abgerufen am 22. März 2010). Ein Film hatte gemäß dem Reglement dann eine erhebliche deutsche kulturelle Prägung, wenn er in deutscher Sprache produziert wurde, der Regisseur oder der Produzent Deutscher oder dem deutschen Kulturkreis zuzurechnen oder eine deutsche Produktionsfirma maßgeblich an der Finanzierung des Films beteiligt war.
Erstmals wurden zur Vorauswahl drei getrennte Jurys benannt, die sich aus Mitgliedern der Deutschen Filmakademie, des Deutschen Bundestages und einem externen Branchenmitglied zusammensetzten. Es wurden 27 Spielfilme, neun Dokumentarfilme und vier Kinderfilme benannt, aus denen anschließend die rund 1200 Mitglieder der Akademie die Nominierungen in 16 Kategorien wählten. (PDF), Pressemitteilung der Deutschen Filmakademie, 18. Januar 2010. 2010 wurde erstmals eine Lola für das beste Maskenbild verliehen.Focus: Gute Chancen für „Das weiße Band“, 19. März 2010.
Preisträger und Nominierungen Meiste LolasDas weiße Band (10 Siege)Meiste NominierungenDas weiße Band (13 Nominierungen)
Bester Spielfilm präsentiert von Bruno Ganz, Iris Berben und Bernd Neumann (Lola in Gold überreicht von Angela Merkel)
Das weiße Band – Eine deutsche Kindergeschichte (Filmpreis in Gold) – Produktion: Stefan Arndt Sturm (Filmpreis in Silber) – Produktion: Britta Knöller, Hans-Christian Schmid Die Fremde (Filmpreis in Bronze) – Produktion: Feo Aladağ, Züli Aladağ
Außerdem nominiert: Alle anderen – Produktion: Janine Jackowski, Dirk Engelhardt, Maren Ade Soul Kitchen – Produktion: Fatih Akin, Klaus Maeck Wüstenblume – Produktion: Peter Herrmann
Bester Dokumentarfilm präsentiert von Dieter Moor
Das Herz von Jenin – Produktion: Ernst Ludwig Ganzert, Ulli Pfau Die Frau mit den 5 Elefanten – Produktion: Thomas Tielsch
Bester Kinderfilm präsentiert von Barbara Schöneberger
Vorstadtkrokodile – Produktion: Lena Olbrich, Christian Becker Lippels Traum – Produktion: Ulrich Limmer
Beste darstellerische Leistung – männliche Hauptrolle präsentiert von Karoline Herfurth
Burghart Klaußner – Das weiße Band – Eine deutsche Kindergeschichte Fabian Hinrichs – Schwerkraft Henry Hübchen – Whisky mit Wodka Devid Striesow – So glücklich war ich noch nie
Beste darstellerische Leistung – weibliche Hauptrolle präsentiert von Christoph Waltz
Sibel Kekilli – Die Fremde Corinna Harfouch – This Is Love Susanne Lothar – Das weiße Band – Eine deutsche Kindergeschichte Birgit Minichmayr – Alle anderen
Beste darstellerische Leistung – männliche Nebenrolle präsentiert von Leonie Benesch, Simon Verhoeven, Christine Urspruch und Sibel Kekilli
Justus von Dohnányi – Männerherzen Rainer Bock – Das weiße Band – Eine deutsche Kindergeschichte Ulrich Noethen – Henri 4 Settar Tanrıöğen – Die Fremde
Beste darstellerische Leistung – weibliche Nebenrolle präsentiert von Burghart Klaußner, Lena Stolze, Lotte Flack und Maxim Mehmet
Maria-Victoria Dragus – Das weiße Band – Eine deutsche Kindergeschichte Hannah Herzsprung – Vision – Aus dem Leben der Hildegard von Bingen Jördis Triebel – Die Päpstin Nadja Uhl – Männerherzen
Beste Regie präsentiert von Branko Lustig
Michael Haneke – Das weiße Band – Eine deutsche Kindergeschichte Maren Ade – Alle anderen Feo Aladağ – Die Fremde Hans-Christian Schmid – Sturm
Bestes Drehbuch präsentiert von Jessica Schwarz
Michael Haneke – Das weiße Band – Eine deutsche Kindergeschichte Feo Aladağ – Die Fremde Wolfgang Kohlhaase – Whisky mit Wodka Bernd Lange, Hans-Christian Schmid – Sturm
Beste Kamera/Bildgestaltung präsentiert von Ken Adam und Michael Ballhaus
Christian Berger – Das weiße Band – Eine deutsche Kindergeschichte Hagen Bogdanski – Hilde Jana Marsik – Lippels Traum Reinhold Vorschneider – Der Räuber
Bester Schnitt präsentiert von Kurt Krömer
Hansjörg Weißbrich – Sturm Andrew Bird – Soul Kitchen Andrea Mertens – Die Fremde Andreas Radtke – Die Tür Monika Willi – Das weiße Band – Eine deutsche Kindergeschichte
Bestes Szenenbild Christoph Kanter – Das weiße Band – Eine deutsche Kindergeschichte Thomas Freudenthal – Hilde Bernd Lepel – Die Päpstin Matthias Müsse – Wickie und die starken Männer
Bestes Kostümbild präsentiert von Liya Kebede
Moidele Bickel – Das weiße Band – Eine deutsche Kindergeschichte Lucie Bates – Hilde Esther Walz – Die Päpstin Ursula Welter – Vision – Aus dem Leben der Hildegard von Bingen
Bestes Maskenbild präsentiert von Jan Josef Liefers
Waldemar Pokromski, Anette Keiser – Das weiße Band – Eine deutsche Kindergeschichte Wolfgang Böge, Heiko Schmidt – Hilde Georg Korpás – Wickie und die starken Männer Gerhard Zeiss – Henri 4
Beste Filmmusik präsentiert von Jessica Schwarz
The Notwist – Sturm Ali N. Askin – Salami Aleikum Fabian Römer – Die Tür Ralf Wengenmayr – Wickie und die starken Männer
Beste Tongestaltung präsentiert von Kurt Krömer
Guillaume Sciama, Jean-Pierre Laforce – Das weiße Band – Eine deutsche Kindergeschichte Michael Kranz, Ben Rosenkind, Mario Hubert, Chrissi Rebay – Wickie und die starken Männer Jörg Krieger, Richard Borowski, Kai Storck – Die Tür Roland Winke, Stefan Busch, Michael Kranz – Die Päpstin
Ehrenpreis für herausragende Verdienste um den deutschen Film präsentiert von Senta Berger und Günter Rohrbach
Bernd Eichinger
Einzelnachweise
Weblinks Deutscher Filmpreis – Preisträgerinnen & Preisträger 2010 bei film-zeit.de
#2010 Kategorie:Preisverleihung 2010 Kategorie:Filmjahr 2010 Kategorie:Filmpreisverleihung in Berlin Kategorie:Friedrichstadt-Palast