Dechsendorf ist ein Gemeindeteil und ein Statistischer Bezirk der kreisfreien Stadt Erlangen im bayerischen Regierungsbezirk Mittelfranken.
Lage Das Pfarrdorf liegt am Seebach. Im Norden grenzt der Große Bischofsweiher an, der vom Forstgraben gespeist wird, im Süden sind es die Grabenäcker Teiche, die vom Membach gespeist werden. Daran schließt sich im Norden die Staatsforst Mark an und im Süden der Bannwald Mönau. Die Staatsstraße 2240 verläuft zur Anschlussstelle 81 der Bundesautobahn 3 (1,4 km westlich) bzw. nach Alterlangen (4 km südöstlich). Die Staatsstraße 2259 zweigt von der St 2240 ab und verläuft nach Röttenbach (4,5 km nördlich). Die Kreisstraße ER 4/ERH 31 zweigt von der St 2259 ab und führt nach Möhrendorf (4,5 km nordöstlich). Eine Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Kosbach (2,8 km südlich). Durch Dechsendorf verläuft der Fränkische Marienweg.
Geschichte Der Gemeindeteil Dechsendorf entstand im Jahr 1973 per Regierungsbescheid.M. Meyer: Dechsendorf, im: Erlanger Stadtlexikon, S. 199. Er besteht aus der am 1. Juli 1972 in die nach Erlangen eingegliederten Gemeinde Großdechsendorf mit dessen Gemeindeteil Kleindechsendorf.
Einwohnerentwicklung Jahr 1970 1987 2008Einwohner 1950 2463 3590Wohngebäude 585 Quelle Kultur und Sehenswürdigkeiten Baudenkmäler In Dechsendorf gibt es 14 Baudenkmäler: Brühl 4: Hofeinfahrt Brühl 24: Bauernhaus Brühl 25: Gasthof Faust-von-Stromberg-Straße 2: Marienkapelle Naturbadstraße 4, 4 a: Fachwerkstadel Naturbadstraße 6: Backofen Röttenbacher Straße 6: Bauernhaus Röttenbacher Straße 14: Hausfigur Weisendorfer Straße 8: Bauernhaus zwei Bildstöcke drei Wegkreuze
Veranstaltungen Dechsendorf ist bekannt durch den Großen Bischofsweiher (Dechsendorfer Weiher) als Erholungs- und Freizeitpark in der Region. Er ist alljährlich Schauplatz der Open-Air-Veranstaltung Klassik am See.
Religion Kapelle Maria Schnee und Pfarrkirche Unsere Liebe Frau mini|Kapelle Maria Schnee und Turm der Kirche Unsere Liebe Frau, 2011 Im Jahre 1718 erhielt die Dechsendorfer Bevölkerung die Zustimmung des Domkapitulars Franz Georg Faust von Stromberg zur Errichtung einer Kapelle. Am 6. August 1719 wurde der Grundstein gelegt und am 1. Oktober 1730 die Kapelle Maria Schnee geweiht. Neben der Kapelle wurde 1726 eine Schule errichtet. Da die Heilige Messe bis in die 1950er Jahre lediglich am Mittwoch früh, am Patronatsfest (5. August) und am Kirchweihfest gefeiert wurde, nahmen viele Generationen von Dechsendorfern in der Pfarrkirche im benachbarten Hannberg am Sonntagsgottesdienst teil.
Nachdem sich abgezeichnet hatte, dass die Kapazität der Marienkapelle durch die wachsende Einwohnerzahl in den Nachkriegsjahren nicht mehr ausreichte, kam es 1959 zur Gründung eines Kirchenbauvereins. Ein Jahr später entwarf der Architekt W. Schilling die Pläne für einen modernen Neubau, der die Marienkapelle als Nebengebäude integrierte. Die katholische Kirche Unsere Liebe Frau, die man anstelle des abgerissenen alten Schulhauses errichtete, wurde am 8. September 1963 durch Erzbischof Josef Schneider geweiht.
Christuskirche Am 5. Oktober 2002 wurde die evangelisch-lutherische Christuskirche nordöstlich des Dorfzentrums geweiht.
Verkehr und Infrastruktur Im ÖPNV wird Dechsendorf von den Regionalbuslinien 202 (Erlangen Zentrum-Weisendorf), 205 (Erlangen Zentrum-Höchstadt an der Aisch), 246 (Herzogenaurach-Höchstadt an der Aisch) und der Stadtbuslinie 283 (Erlangen Zentrum-Dechsendorf) bedient.
In Dechsendorf gibt es eine Grundschule, drei Fußballplätze, zwei Kindergärten, einen Bogenschießverein und mehrere Spielplätze. Am Weiher gibt es einen Campingplatz.
Bildergalerie
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ort am Seebach (Regnitz) Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp) Kategorie:Ort in der kreisfreien Stadt Erlangen