mini|Thorsten Merten (2015) Thorsten Merten (* 4. Dezember 1963 in Ruhla) ist ein deutscher Schauspieler.
Leben Ausbildung und Theater Thorsten Merten wollte ursprünglich Journalist werden und arbeitete als Volontär in der Lokalredaktion Eisenach der Zeitung Das Volk, dem Vorgängerblatt der Thüringer Allgemeinen.Schauspieler Thorsten Merten: "Ich sehe mich nicht gern auf der Leinwand". In: Thüringer Allgemeine vom 1. Oktober 2012. Abgerufen am 25. November 2017. Nach seinem Grundwehrdienst bei der Nationalen Volksarmee erhielt er von 1986 bis 1990 seine Schauspielausbildung an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin, wo er die dort neueingerichtete Abteilung Kabarett besuchte und mit dem Schauspieldiplom (u. a. als „Diplom-Kabarettist“) abschloss.
Es folgten Engagements an Theaterbühnen im In- und Ausland. So spielte Merten unter anderem am Théâtre Vidy in Lausanne. Er hatte zwei Festengagements am Staatstheater Schwerin (1992–1994 und erneut 1999–2003). 1999 wurde er mit dem Conrad-Ekhof-Preis ausgezeichnet. Seit 2004 spielte Merten regelmäßig am Maxim-Gorki-Theater in Berlin. Er trat dort im Bankenstück von Lutz Hübner (Regie: Volker Hesse, 2004), in Das Wundermärchen von Berlin von Hanns Heinz Ewers (Regie: Alexander Lang, Premiere: Spielzeit 2004/05, als Freiherr von Thüngen), Das weite Land (Regie: Volker Hesse, 2005) und Vor Sonnenuntergang (Regie: Volker Hesse, Premiere: Spielzeit 2004/05, als Schwiegersohn Erich Klamroth) auf.MAXIM GORKI THEATER 2001–2006. Premieren. Intendanz Bernd Wilms (von 1994 bis 2001). Abgerufen am 25. November 2017.
Am Deutschen Theater in Berlin spielte er 2006 den Zuschneider Schürzinger in Kasimir und Karoline. 2007 hatte er großen Erfolg als McMurphy in Einer flog über das Kuckucksnest von Dale Wasserman am Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin.Ein Indianer kennt den Schmerz. Aufführungskritik in: Die Welt vom 1. April 2007 2008/09 gehörte Merten zum Ensemble der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin.. Künstlerischer Stab: Eintrag bei der Volksbühne Berlin Dort trat er unter anderem als Graf Schabelski in Iwanow (Regie: Dimiter Gotscheff, 2008), in der Inszenierung Hunde von Frank Castorf (2008), in Prometheus von Aischylos (Regie: Dimiter Gotscheff, 2009) und ebenfalls 2009 in Castorfs Inszenierung von Nord nach Motiven des gleichnamigen Romans von Louis-Ferdinand Céline auf. In der Spielzeit 2009/10 trat Merten am Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin als Geist in William Shakespeares Hamlet auf.
2010 übernahm er an der Komischen Oper Berlin die Rolle des Professor Dr. Hinzelmann in Sebastian Baumgartens Inszenierung der Operette Im weißen Rößl. 2014–2015 spielte er am Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin als Stargast den Volkspolizisten Horkefeld im Musical Sonnenallee.„Sonnenallee“ mit Live-Musik: Das soll krachen in der Bude. In: Ostsee-Zeitung vom 23. Januar 2014. Abgerufen am 25. November 2017.Retro-Komödie: Sonnenallee - Das Musical. Als die DDR noch eingemauert war.... Produktionsdetails und Besetzung bei Musicalzentrale.de. Abgerufen am 25. November 2017. Im Februar/März 2016 gastierte er am Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin als Mr. Myers in dem Musical Fame.Drama: Fame. Steiniger Weg zur Erfüllung großer Träume. Produktionsdetails und Besetzung bei Musicalzentrale.de. Abgerufen am 25. November 2017.
2024 spielte er in der Komischen Oper Berlin den Betriebsleiter Kuckuck in der Operette Messeschlager Gisela von Gerd Natschinski (Regie: Axel Ranisch).
Film und Fernsehen Erste Erfahrungen vor der Kamera machte Merten 1992 in dem Kinofilm Stilles Land von Andreas Dresen. Seinen Durchbruch als Film- und Fernsehschauspieler hatte Merten 2001, ebenfalls unter der Regie von Andreas Dresen, in dessen Tragikomödie Halbe Treppe, in der Merten als Radiomoderator Chris überzeugte. Seitdem ist Merten regelmäßig in deutschsprachigen Kino- und Fernsehproduktionen zu sehen. Im deutschen Fernsehen ist Merten häufig in Kriminalserien und Kriminalfilmproduktionen engagiert. 2005 spielte er die Rolle des unter Mordverdacht geratenen Ehemanns Rainer Wiedemann in der ZDF-Fernsehserie Wilsberg. 2006 spielte Merten die Rolle des arbeitslosen Vaters in dem Filmdrama Vier Fenster von Christian Moris Müller.Vier Fenster (PDF; 3,8 MB) Pressemappe mit einem Kurzporträt von Thorsten Merten 2007 übernahm er an der Seite von Iris Berben die Rolle des undurchsichtigen Geschäftsmanns Arne Larson in dem historischen ZDF-Mehrteiler Afrika, mon amour.
Seit 2009 verkörpert Merten in der ZDF-Krimireihe Spreewaldkrimi an der Seite von Christian Redl den Oberinspektor und späteren Polizeikommissar Martin Fichte.
In dem Filmdrama Halt auf freier Strecke (2011) arbeitete er erneut mit Andreas Dresen zusammen. Merten verkörperte darin den Hirntumor der männlichen Hauptfigur Frank Lange (Milan Peschel), dem er eine menschliche Gestalt verleiht.„Ich wollte stark sein, ist mir nicht gelungen“. Filmkritik. Auf Diesseits.de. Das humanistische Magazin vom 5. Dezember 2011. Abgerufen am 25. November 2017. In der Tragikomödie Silvi (2013) spielte er die männliche Hauptrolle, den Ehemann Michael, der sich nach vielen Ehejahren von der weiblichen Hauptfigur Silvi (Lina Wendel) trennt. In dem Spielfilm Fremdkörper (2015), in dem Merten an der Seite von Janina Elkin die männliche Hauptrolle übernahm, verkörperte er den Spediteur Wolfgang, der illegal eine Niere gespendet bekommt.„Fremdkörper“, ZDF: Organhandel thematisiert. In: Frankfurter Rundschau, 22. Juni 2015. Abgerufen am 29. Oktober 2018.Fernsehfilm „Fremdkörper“. In: Tittelbach.tv, 22. Juni 2015. Abgerufen am 29. Oktober 2018. Auf dem Filmfestival Max Ophüls Preis 2015 wurde der Film mit dem Publikumspreis ausgezeichnet. Merten wirkte auch in mehreren Märchenfilmen mit. Merten hatte außerdem wichtige Haupt- und Nebenrollen u. a. in den Fernsehreihen Tatort, Bella Block (2008), Helen Dorn (2016) und Donna Leon (2016, als tatverdächtiger Bibliotheksmitarbeiter Piero Sartor). Im Weimarer Tatort verkörperte er von 2013 bis 2021 den Kommissariatsleiter Stich in den Fällen des Teams Lessing und Dorn.
Im SOKO Wien/SOKO Leipzig-Serienspecial Der vierte Mann (Erstausstrahlung: November 2019) spielte Merten in einer dramatischen Hauptrolle den Hausmeister des Leipziger Gewandhauses, der in Wien den Tod seiner einstigen Verlobten zu rächen sucht.SOKO-Crossover "Der vierte Mann": "SOKO Wien" trifft "SOKO Leipzig". GoldeneKamera.de. Abgerufen am 9. November 2019. Im Jahr 2021 wurde er für seine Nebenrolle des „Schatz“ in Johannes Nabers Agentenkomödie Curveball – Wir machen die Wahrheit mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet.Tweet von @Filmpreis (abgerufen am 1. Oktober 2021).
Er hatte die Idee für die Netflix-Serie Das letzte Wort (2020), in der er an der Seite von Anke Engelke zu sehen war.
Privates Thorsten Merten hat zwei Söhne und eine Tochter. Er lebt in Berlin. Neben seiner Muttersprache Deutsch spricht er Russisch. Er ist bekennender Fan des Fußballklubs 1. FC Union Berlin.
Sonstiges Thorsten Merten beteiligte sich im April 2021 an der Aktion #allesdichtmachen, bei der rund 50 prominente Schauspieler in ironisch-satirischen Videos die Coronapolitik der Bundesregierung und die Verschärfung der Corona-Maßnahmen kommentierten. Die Aktion löste kontroverse Diskussionen aus.
Auszeichnungen 1999: Conrad-Ekhof-Preis (Theaterpreis Mecklenburg-Vorpommern) 2002: Chicago International Film Festival: Kategorie Best Ensemble Playing für Halbe Treppe 2014: Deutscher Schauspielerpreis: Kategorie Ensemblepreis für Kohlhaas oder die Verhältnismäßigkeit der Mittel 2021: Deutscher Filmpreis: Kategorie Beste männliche Nebenrolle für Curveball – Wir machen die Wahrheit
Filmografie (Auswahl) 1992: Stilles Land 1994: Oben – Unten 2001: Halbe Treppe 2003: Schussangst 2004: Stauffenberg 2004: Wolffs Revier (Fernsehserie, Folge Die Heldin) 2005: Der Dicke (Fernsehserie, Folge Unter Verdacht) 2005: Im Namen des Gesetzes (Fernsehserie, Folge Videobeweis) 2005: SOKO Leipzig (Fernsehserie, Folge Die Polizistin) 2005: Wilsberg: Todesengel (Fernsehreihe) 2006: Stubbe – Von Fall zu Fall: Verhängnisvolle Freundschaft 2006: Ein starkes Team: Zahn um Zahn (Fernsehreihe) 2006: Elementarteilchen 2006: Tatort: Sonnenfinsternis (Fernsehreihe) 2006: Tatort: Schwarzes Herz (Fernsehreihe) 2006: Tatort: Pechmarie (Fernsehreihe) 2006: Tatort: Kunstfehler (Fernsehreihe) 2006: Vier Fenster 2007: Früher oder später 2007: Underdogs 2007: Meer is nich 2007: Afrika, mon amour 2007: Rosa Roth – Der Tag wird kommen (Fernsehreihe) 2007: Tatort: Spätschicht (Fernsehreihe) 2008: Bella Block: Falsche Liebe (Fernsehreihe) 2008: Vom Atmen unter Wasser 2008: Tatort: Der tote Chinese (Fernsehreihe) 2009: Donna Leon – Wie durch ein dunkles Glas (Fernsehreihe) 2009: Notruf Hafenkante (Fernsehserie, Folge Pleitegeier) 2009: So glücklich war ich noch nie 2009: Schwerkraft seit 2009: Spreewaldkrimi (Fernsehreihe) 2009: Der Tote im Spreewald 2012: Eine tödliche Legende 2012: Feuerengel 2014: Mörderische Hitze 2014: Die Tote im Weiher 2015: Die Sturmnacht 2016: Spiel mit dem Tod 2017: Zwischen Tod und Leben 2018: Tödliche Heimkehr 2019: Zeit der Wölfe 2021: Totentanz 2022: Tote trauern nicht 2022: Die siebte Person 2023: Bis der Tod euch scheidet 2025: Böses muss mit Bösem enden 2010: Küstenwache (Fernsehserie, Folge Herzrasen) 2010: Frösche petzen nicht 2010: Polizeiruf 110: Risiko (Fernsehreihe) 2011: Augen zu 2011: Ein starkes Team: Am Abgrund 2011: Halt auf freier Strecke 2011: Arschkalt 2012: Sushi in Suhl 2012: Der Turm (Fernsehzweiteiler) 2012: Kohlhaas oder die Verhältnismäßigkeit der Mittel 2012: Ruhm 2012: Schneeweißchen und Rosenrot 2012: Unter anderen Umständen: Spiel mit dem Feuer (Fernsehreihe) 2013: Die goldene Gans seit 2013: Tatort (Ermittler Lessing und Dorn) 2013: Die Fette Hoppe 2015: Der Irre Iwan 2016: Der treue Roy 2017: Der scheidende Schupo 2017: Der wüste Gobi 2018: Der kalte Fritte 2018: Die robuste Roswita 2019: Der höllische Heinz 2019: Die harte Kern 2020: Der letzte Schrey 2021: Der feine Geist 2013: Willkommen bei Habib 2013: Sunny (Kurzfilm) 2013: Silvi 2013: Der zweite Mann 2014: Kommissar Marthaler – Partitur des Todes (Fernsehreihe) 2014: Zorn – Tod und Regen (Fernsehreihe) 2014: Von jetzt an kein Zurück 2014: Wir sind jung. Wir sind stark. 2014: Bornholmer Straße 2015: Fremdkörper 2015: Sedwitz (Fernsehserie, 6 Folgen) 2015: Nackt unter Wölfen 2015: Alki Alki 2016: Die Pfeiler der Macht 2016: Die letzte Sau 2016: Ein starkes Team: Geplatzte Träume 2016: Helen Dorn: Die falsche Zeugin (Fernsehreihe) 2017: Donna Leon – Tod zwischen den Zeilen 2017: In Zeiten des abnehmenden Lichts 2017: Tigermilch seit 2017: Babylon Berlin (Fernsehserie) 2017: Brüder 2017: Hit Mom – Mörderische Weihnachten 2017: Rübezahls Schatz 2018: Das schönste Mädchen der Welt 2018: Donbass 2018: Gundermann 2018: Tatort: KI 2018: Schwartz & Schwartz: Mein erster Mord (Fernsehreihe) 2018: Petting statt Pershing 2019: Der Staatsanwalt (Fernsehserie, Folge Sauberer Tod) 2019: Tatort: Ein Tag wie jeder andere (Fernsehreihe) 2019: Tatort: Falscher Hase (Fernsehreihe) 2019: Der vierte Mann 2019: Alfons Zitterbacke – Das Chaos ist zurück 2020: Curveball – Wir machen die Wahrheit 2020: Deutscher (Fernseh-Vierteiler) 2020: Das letzte Wort (Fernsehserie) 2020: Exit 2020: Tatort: Die Ferien des Monsieur Murot (Fernsehreihe) 2020: In Berlin wächst kein Orangenbaum 2021: Theresa Wolff – Home Sweet Home (Fernsehreihe) 2021: Mein Freund, das Ekel 2021: Sprachlos in Irland 2021: Eine riskante Entscheidung 2022: ZERV – Zeit der Abrechnung (Fernsehserie) 2022: Eingeschlossene Gesellschaft 2022: Roxy 2022: Was man von hier aus sehen kann 2022: Alfons Zitterbacke – Endlich Klassenfahrt! seit 2023: Miss Merkel – Ein Uckermark-Krimi (Fernsehreihe) 2023: Mord im Schloss 2024: Mord auf dem Friedhof