Mirăslău (veraltet Mirislău oder Miraslă; ) ist eine rumänische Gemeinde im Kreis Alba in Siebenbürgen.
Geographische Lage mini|links|Lage der Gemeinde Mirăslău im Kreis Alba miniatur|Die Holzkirche in Cicău Die Gemeinde Mirăslău liegt im Norden des Kreises Alba in einem rechten Seitental des Flusses Mureș (Mieresch), im Südwesten des Siebenbürgischen Beckens. Am Drum național 1 und der Bahnstrecke Alba Iulia–Târgu Mureș, befindet sich der Ort Mirăslău 6 Kilometer südöstlich der Stadt Teiuș (Dreikirch); die Kreishauptstadt Alba Iulia (Karlsburg) liegt etwa 22 Kilometer südwestlich von Mirăslău entfernt.
Geschichte Auf dem Territorium der Gemeinde Mirăslău, in den eingemeindeten Dörfern Cicău (ung. Csákó) und Decea (ung. Marosdécse), von den Einheimischen Săliște bzw. După garduri genannt, befinden sich archäologische Fundstätten, die auf eine Besiedlung seit der Jungsteinzeit hinweisen. In Lopadea Veche (ung. Oláhlapád) gibt es eine weitere Grabungsstätte (Jidovina), aus der Gegenstände aus der Bronzezeit entdeckt wurden.Liste historischer Denkmäler des rumänischen Kulturministeriums, 2010 aktualisiert (PDF; 7,10 MB).
Der von Ungarn gegründete Ort, wurde 1219 erstmals unter der Bezeichnung villa Myroslov erwähnt..
Auf dem Gebiet der Gemeinde besiegte am 18. September 1600 der habsburgische General Georg Basta den walachischen Woiwoden Mihai Viteazul.Heinz Heltmann, Gustav Servatius (Hrsg.): Reisehandbuch Siebenbürgen. Kraft-Verlag, Würzburg 1993, ISBN 3-8083-2019-2.
Die Hauptbeschäftigung der Bevölkerung sind die Landwirtschaft und Viehzucht.
Bevölkerung Die Bevölkerung der Gemeinde entwickelte sich wie folgt: Volkszählung Ethnie Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche andere 1850 2937 2208 624
105 1900 3519 2509 879 4 127 1956 3913 2806 996 1 110 2002 2334 1667 627 1 39 2011 1985 1280 532 2 171 2021 1805 1109 449
247 (98 Roma) Die höchste Einwohnerzahl (3982) der heutigen Gemeinde wurde 1941 ermittelt; die der Rumänen (2954) und der Ungarn (1005) 1930, der Deutschen (9) 1910 und die der Roma (160) 1930. Bei den Volkszählungen von 1890 wurde ein Serbe, 2002 ein Slowake registriert. Im Ort Mirăslău lebten seit der Volkszählung von 1850 bis 1930 etwa zu gleichen Teilen Rumänen und Ungarn.Volkszählung, 1852–2011 (ungarisch).
Sehenswürdigkeiten Die Ruinen der katholischen Steinkirche St. Peter, 1274 errichtet. Das Denkmal mit dem Porträt des Woiwoden Michael, 1956 zur Erinnerung an die Schlacht von 1600 errichtet, steht unter Denkmalschutz. Im eingemeindeten Dorf Cicău (ung. Csákó) die Holzkirche Sf. Arhangheli im 15. Jahrhundert errichtet und im 18. Jahrhundert umgebaut, steht unter Denkmalschutz.
Weblinks
Mirăslău bei ghidulprimariilor.ro
Einzelnachweise
Kategorie:Ersterwähnung 1219