Margarete „Grete“ Diercks (* 1. September 1890 in Hamburg; † 15. Juli 1978 in Lauingen) war eine deutsche Schauspielerin.
Leben Diercks war bereits im Kindesalter als Darstellerin am 1900 eröffneten Deutschen Schauspielhaus in Hamburg tätig gewesen. An ihrem 11. Geburtstag wurde sie dort Mitglied des Ensembles und stand in den Spielzeiten 1902/03 bis 1908/09 regelmäßig auf der Bühne.Ernst Koehne: Das erste Jahrzehnt des Deutschen Schauspielhauses in Hamburg: statistischer Rückblick auf die künstlerische Tätigkeit und die Personalverhältnisse während des Zeitraumes vom 15. Sept. 1900 - 31. Mai 1910. Conström, Hamburg 1910, S. 114. Obwohl sie keine Schauspielschule besucht hatte, blieb sie auch als junge Frau dem Theater treu und sammelte unter anderem 1912 am Theater in Riga weitere Schauspielerfahrung. In Riga lernte sie auch ihren späteren Ehemann, einen Ingenieur, kennen. Anschließend ging sie nach Berlin, wo sie verschiedene Theaterengagements übernahm, darunter ab 1917 Rollen am Theater in der Königgrätzer Straße. Diercks war nicht nur als Theaterschauspielerin aktiv, sondern trat gelegentlich auch als Sängerin auf, so um 1914 in der Titelrolle in der Operette Prinzessin Herzlieb von Eduard Mörike.
Das Kino erlangte erst gegen Ende des Ersten Weltkriegs Bedeutung in Diercks’ künstlerischer Laufbahn, und sie übernahm bis in die frühen 1920er-Jahre hinein eine Reihe von tragenden Neben- bzw. zweiten Hauptrollen in zum Teil recht prominenten deutschen Inszenierungen, darunter Ernst Lubitschs Carmen und Rausch sowie F. W. Murnaus Der brennende Acker und E. A. Duponts Erstverfilmung des populären Hochalpendramas Die Geierwally, in der sie die Afra verkörperte. Nebenbei trat sie weiterhin am Theater auf, so 1918 am Komödienhaus in Menyhért Lengyels und Lajos Birós Stück Die ZarinSiegfried Jacobsohn: Gesammelte Schriften 1900–1926. Wallstein Verlag, 2005, S. 463. und 1921 am Berliner Lustspielhaus in Angelo Canas Der Werwolf.Carl von Ossietzky, Werner Boldt: Sämtliche Schriften: 1927–1928. Rowohlt, Reinbek 1994, S. 455. Ihr letzter Film wurde Die Sonne von St. Moritz aus dem Jahr 1923. Im selben Jahr heiratete sie und beendete ihre Schauspielkarriere.
Filmografie 1916: Die Fiebersonate 1917: Unsühnbar 1917: Durchlaucht Hypochonder 1918: Carmen 1918: Fünf Minuten zu spät 1918: Keimendes Leben (2 Teile) 1919: Rausch 1919: Todesurteil 1919: Zwangsliebe im Freistaat 1920: Die Frauen vom Gnadenstein 1921: Die Geierwally 1922: Der brennende Acker 1922: Am Rande der Großstadt 1922: Der Kampf ums Ich 1922: Der Liebe Pilgerfahrt 1923: Und dennoch kam das Glück 1923: Die Kette klirrt 1923: Die Sonne von St. Moritz
Weblinks – Datensatz vermischt mit Angaben zu Grete Dierkes Grete Diercks bei The Sophie Projekt Grete Diercks bei steffi-line.de
Einzelnachweise
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