Der Kaiserliche Rat agierte als oberster Verwaltungsgerichtshof im Reichsland Elsaß-Lothringen. Er bestand von der Bildung des ReichslandesGesetzblatt für Elsaß-Lothringen. Straßburg 1872, Nr. 2, S. 49ff. Online bei der Bayerischen Staatsbibliothek: . bis 1918.

Er entschied über Beschwerden gegen Entscheidungen der Bezirksräte in streitigen Sachen und in einigen anderen Fällen. Eine Erweiterung seiner Zuständigkeit konnte durch den Kaiser erfolgen.Elsaß-Lothringisches Landesgesetz vom 13. Juni 1898. Er bestand aus zehn durch kaiserliche Verordnung ernannten Mitgliedern des Ministeriums, ab 1898 unter dem Vorsitz eines besonderen Präsidenten. An der Entscheidung mussten mindestens fünf Mitglieder, einschließlich des Vorsitzenden, teilnehmen.

Präsidenten 1898–1902: Julius von Freyberg-Eisenberg 1903–1909: Alexander von der Goltz nach 1909: Karl Ott

Literatur Ernst Bruck: Das Verfassungs- und Verwaltungsrecht von Elsaß-Lothringen. 3 Bände. Trübner, Straßburg 1908–1910. Sophie Charlotte Preibusch: Verfassungsentwicklungen im Reichsland Elsaß-Lothringen 1871–1918. Integration durch Verfassungsrecht? Berliner Wissenschaftsverlag, Berlin 2010, ISBN 3-8305-1112-4 (= Berliner Juristische Universitätsschriften – Grundlagen des Rechts, Band 18) (eingeschränkte Vorschau). Max Rehm: Reichsland Elsass-Lothringen: Regierung und Verwaltung 1871 bis 1918. Pfaehler-Verlag, Bad Neustadt 1991, ISBN 3-922923-77-1.

Einzelnachweise

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