mini|hochkant=1.2|Der Ausschnitt aus der bayerischen Gemeindegrenzkarte von 1892 zeigt die am 1. Januar 1935 zusammengelegten Gemeinden Garmisch und Partenkirchen sowie die am 1. Juli 1978 eingegliederte Gemeinde Wamberg noch separat. mini|Ortszentrum von Wamberg
Das Kirchdorf Wamberg ist ein Gemeindeteil des Marktes Garmisch-Partenkirchen (Oberbayern) auf . Der Ort liegt auf der Nordseite des Wamberg-Sattels, einer Bergkette im Werdenfelser Land, mit dessen höchster Erhebung, dem gleichnamigen Berg Wamberg.
Von der Talstation der Eckbauerbahn führt ein Wanderweg zum Dorf, ebenso wie vom Berg Eckbauer selbst.
Geschichte Wamberg wird erstmals im 12. Jahrhundert urkundlich erwähnt. Aus zwei Schwaigen entwickelte sich das heutige bäuerliche Haufendorf in 996 m Höhe. Es besteht aus neun Einfirsthöfen überwiegend des 18. und 19. Jahrhunderts mit verputzten Wohnteilen und kleinen Nebengebäuden. Einheitliche Dachdeckung mit Legschindeln bestimmte lange Zeit das Ortsbild in besonderer Weise. Seit 1625 gehört Wamberg zur Pfarrei Partenkirchen. Die Kirche wurde 1721 anstelle einer älteren Kapelle erbaut. Bis zum 30. April 1978 war Wamberg eine eigenständige Gemeinde, dann erfolgte im Zuge der Gebietsreform in Bayern die Eingemeindung nach Garmisch-Partenkirchen.
Kirche St. Anna mini|Kirche St. Anna Die Kirche entstand im Jahr 1720 und wurde am 11. September 1721 durch den Fürstbischof Johann Franz Eckher von Kapfing und Liechteneck geweiht. In der Mitte des 18. Jahrhunderts baute Anton Lid aus Partenkirchen einen Beichtstuhl ein; 1843 kam eine Orgel von Joseph Pröbstl hinzu. Im Inneren befindet sich ein Hochaltar des Bildhauers Andreas Onich, der Anna selbdritt darstellt. Über dem Hochaltar befindet sich ein Bild der Heiligen Familie. An den Seiten sind Figuren des heiligen Rochus und heiligen Sebastian, der heiligen Notburga und des heiligen Isidor in Kostümen der damaligen Zeit zu sehen. Das Bauwerk wird im 21. Jahrhundert mit Hilfe von Fördermitteln von Privatpersonen saniert. Im Sommer 2020 sollen die Glocken restauriert werden.Projekt-Service: Herzensprojekte – Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz bietet eine genaue Suche für Förderer: den Projekt-Service, In: Monumente, Ausgabe 2/2020, S. 28–30
Gemeindeteile der früheren Gemeinde Gemeindeteile auf dem Gebiet der ehemaligen Gemeinde Wamberg sind Kirchdorf und ursprünglicher Verwaltungssitz Wamberg, Eckbauer (Eck), Vordergraseck, Mittergraseck, Hintergraseck, Gschwandt, Höfle, Schlattan und Kaltenbrunn. Kaltenbrunn ist etwa seit Mitte des 20. Jahrhunderts der größte Ort. Untypischer Weise ist das Gebiet der ehemaligen Gemeinde Wamberg heute keine eigene Gemarkung, sondern Teil der Gemarkung Partenkirchen.
Die Bevölkerung der einzelnen Ortsteile zu verschiedenen Volksszählungsständen:
Schlüssel Gemeindeteil Typ Einwohnerzahl Lage 1875 1925 6. Juni 1961 27. Mai 1970 25. Mai 1987 006 Eckbauer (Eck) Einöde – 11 22 11 1 010 Gschwandt Einöde 9 10 6 5 8 012 Höfle Weiler 15 14 14 27 27 011 Hintergraseck Weiler 16 28 15 11 12 013 Kainzenbad Einöde 4 014 Kaltenbrunn Dorf 13 41 71 112 111 018 Mittergraseck Einöde 16 17 14 11 4 022 Reinthal Einöde 9 026 Schlattan Dorf 18 27 49 47 36 031 Vordergraseck Weiler 20 23 22 40 32 032 Wamberg Kirchdorf 50 48 37 35 36 Wamberg ehemalige Gemeinde 170 219 250 299 267
Sehenswertes Bauwerke
Alte Baumriesen Großer Ahorn bei Wamberg Bergahorne am Wamberggipfel
Literatur
Weblinks
Festschrift Wamberg. (PDF-Datei)
Einzelnachweise
Anmerkungen Die topographische Bezeichnung als Dorf oder Weiler wird in Bayern gemäß der Entschließung des Bayerischen Staatsministeriums des Innern vom 18. Oktober 1950 (Nr. I B1 – 68a 1) vorgenommen: Grundsätzlich gilt jede Ansiedlung mit zehn oder mehr Wohngebäuden, die keine Stadt ist, als Dorf. Bei drei bis neun Wohngebäuden wird die Bezeichnung Weiler verwendet, bei ein oder zwei Wohngebäuden Einöde. Die Feststellung wird jedoch nur anlässlich einer Volkszählung bzw. einer Gebäude- und Wohnungszählung (Vollerhebung) getroffen.
Kategorie:Ort im Landkreis Garmisch-Partenkirchen Kategorie:Geographie (Garmisch-Partenkirchen) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Garmisch-Partenkirchen) Kategorie:Denkmalgeschütztes Ensemble in Garmisch-Partenkirchen Kategorie:Ersterwähnung im 12. Jahrhundert Kategorie:Gemeindeauflösung 1978 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)