Aba ist eine nigerianische Stadt im Bundesstaat Abia mit knapp 900.000 Einwohnern (Berechnungsstand 2011).Nigeria - Top 100+ Cities by Population, Geoba.se
Geographie Die Stadt liegt im Südosten Nigerias am Westufer des Aba. Die nächsten größeren Städte sind Port Harcourt im Südwesten, Owerri im Nordwesten, Umuahia im Nordosten, Ikot Ekpene im Osten sowie Ikot Abasi im Südosten.
Geschichte Aba war bis zur Einrichtung eines britischen Militärstützpunktes 1901 ein alter Marktort der Igbo. Mit dem Bau der Eisenbahnstrecke nach Port Harcourt 1915 wurde die Stadt ein wichtiger Umschlagplatz für Palmöl und Palmnusskerne.
1929 kam es in Aba mit den Aba-Frauenaufständen zu einem Aufstand der weiblichen Bevölkerung der Stadt gegen die britische Steuerpolitik. Nach der Einnahme der Hauptstadt Enugu des von Nigeria abtrünnigen Bundesstaates Biafra im Oktober 1967 war Aba vorübergehend provisorischer Sitz der Regierung des Staates.
Wirtschaft Die Stadt ist ein großes Industrie- und Handelszentrum im Niger-Delta. Eine 30 Kilometer lange Pipeline versorgt Abas Industriegebiet mit Erdgas vom Imo River. Bedeutend sind die Herstellung von Textilien, pharmazeutischen Produkten, Seife, Kunststoffen, Zement, Schuhen und Kosmetik, es gibt auch eine Brauerei und eine Destillerie. Bekannt ist die Stadt auch für ihr Kunsthandwerk.
Die Umgebung von Aba wird landwirtschaftlich genutzt. Es werden Palmöl und Palmnusskerne gewonnen sowie Kolanüsse geerntet.
Bildung Aba hat mehrere Oberschulen (darunter eine staatliche School of Arts and Science), eine Lehrerbildungsanstalt sowie mehrere Berufs- und Fachhochschulen.
Religion Aba ist seit 1990 Sitz des römisch-katholischen Bistums Aba. Bischofskirche ist die Christkönigs-Kathedrale.
Aba ist ebenfalls Sitz eines Erzbischofs der anglikanischen Church of Nigeria. Ferner ist die Methodistische Kirche Nigeria mit der Wesley Cathedral in Aba vertreten. Und die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage hat in Aba mit dem Mormonen-Tempel ein beeindruckendes Gebäude errichtet.
Weitere christliche der Pfingstbewegung zuzurechnende oder freikirchliche Vereinigungen haben ebenfalls Anhänger in der Stadt. Ferner gibt es einige Moscheen für die muslimischen Einwohner.
Söhne und Töchter der Stadt
Adaora Lily Ulasi (1932–2016), Journalistin und Romanautorin Orji Uzor Kalu (* 1960), Politiker Olu Oguibe (* 1964), Künstler und Publizist Michael Emenalo (* 1965), Fußballspieler Emeka Ezeugo (* 1965), nigerianischer Fußballspieler und -trainer Benedict Iroha (* 1969), Fußballspieler Pascal Ojigwe (* 1976), Fußballspieler Precious Uzoaru Dede (* 1980), Fußballspielerin Onyekachi „Tico“ Okonkwo (* 1982), Fußballspieler Kalu Uche (* 1982), Fußballspieler Ikechukwu Uche (* 1984), Fußballspieler Onyekachi Apam (* 1986), Fußballspieler Ejike Uzoenyi (* 1988), Fußballspieler Samuel Kalu (* 1997), Fußballspieler
Weblinks
Aba in der Encyclopædia Britannica online
Einzelnachweise
Kategorie:Ort in Nigeria
Kategorie:Ort in Afrika Kategorie:Local Government Area (Nigeria)