mini|hochkant=1.5|Übersichtskarte von Berlin-Halensee
Die Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Halensee beschreibt das Straßensystem im Berliner Ortsteil Halensee mit den entsprechenden historischen Bezügen. Gleichzeitig ist diese Zusammenstellung ein Teil der Listen aller Berliner Straßen und Plätze. Die Geschichte des Ortsteils Halensee wird hier nicht gesondert behandelt.
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Überblick Halensee ist der kleinste Ortsteil im Berliner Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf und hat Einwohner (Stand: ). Der Ortsteil umfasst die Postleitzahlenbereiche 10709 und 10711 und wird im Westen durch die Stadtautobahn, im Norden durch die Stadtbahn und die Damaschkestraße und im Osten durch den Lehniner Platz und die Cicerostraße begrenzt. Im Ortsteil liegen 30 gewidmete Straßen und drei benannte Plätze, acht Straßen gehören auch zu den Nachbarortsteilen. Die summierte Gesamtlänge der aufgeführten Straßen beträgt 11,6 Kilometer, wovon wiederum insgesamt 4460 Meter zum Hauptstraßensystem gehören. Durch die Ortsteillage sind diese 40 % im Berliner Hauptstraßensystem vergleichsweise bedeutsam.
Als übergeordnete Straßenverbindung ist der südliche Teil der Anschlussstelle Kurfürstendamm der A 100 (Ausfahrt nach Kurfürstendamm, Verkehrsebene −1), die Schwarzbacher Straße sowie 1210 Meter der Fahrbahnen des Kurfürstendamms im Berliner Straßenregister verzeichnet. Als lokale Hauptstraßen (Kategorie III, wie Kreisstraßen) sind 1160 Meter von Paulsborner und Westfälischer Straße ausgezeichnet, ergänzt von 1610 Meter Joachim-Friedrich- und Seesener Straße, die in Kategorie IV des Berliner Straßennetzes annotiert sind. Die weiteren Halenseer Stadtstraßen sind nicht kategorisiert und in der RBS-Klasse „STRA“ (Ausstattungsanforderungen) und in der OKSTRA-Klasse „G“ als Gemeindestraße dem Straßenbau des Bezirks zugeordnet. Ausgenommen hiervon sind 45 Meter der Bornimer Straße als Fußweg (RBS: „FUWE“, Okstra: „X“) und Am Güterbahnhof Halensee (RBS: STRA, Okstra: „N“), für die ein privater Träger zuständig ist.
Fast alle Seitenstraßen des Kurfürstendamms in Halensee sowie im anliegenden Ortsteil Wilmersdorf, sind nach brandenburgischen Kurfürsten benannt: Albrecht I. „der Bär“ (1100–1170), (Markgraf-Albrecht-Straße) Friedrich II. „Eisenzahn“ (1413–1471), (Eisenzahnstraße) Albrecht III Achilles (1414–1486), (Albrecht-Achilles-Straße) Johann Cicero (1455–1499), (Cicerostraße) Joachim I. „Nestor“ (1484–1535), (Nestorstraße) Joachim II. „Hektor“ (1505–1570), (Hektorstraße) Johann Georg (1525–1598), (Johann-Georg-Straße) Joachim Friedrich (1546–1608), (Joachim-Friedrich-Straße) Johann Sigismund (1572–1619), (Johann-Sigismund-Straße) Georg Wilhelm (1595–1640), (Georg-Wilhelm-Straße) Katharina von Brandenburg-Küstrin (1549–1602), Ehefrau von Kurfürst Joachim Friedrich, (Katharinenstraße) Luise Henriette von Oranien (1627–1667), Kurfürstin von Brandenburg und erste Ehefrau des Großen Kurfürsten (Henriettenplatz).
Lediglich die Karlsruher Straße (benannt 1905) erinnert an die Niederschlagung der Badischen Revolution durch preußische Truppen.
Übersicht der Straßen und Plätze
Name/Lage Länge/Maße(in Metern) Namensherkunft Datum der Benennung Anmerkungen BildAgathe-Lasch-Platz () 30 × 30 (Dreieckform) Agathe Lasch (1879–1942), Germanistin und erste Professorin in der Universität Hamburg align="right" Platz zwischen Kurfürstendamm, Johann-Georg- und Joachim-Friedrich-Straße. 140px|Agathe-Lasch-PlatzAm Güterbahnhof Halensee () 150 nach dem ehemaligen Güterbahnhof Halensee an der Ringbahn align="right" Die Privatstraße geht von der Schwarzbacher Straße zum Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs Halensee. Nach fast einjähriger Bauzeit eröffnete am 20. Dezember 2013 ein Bauhaus-Baumarkt, womit nun die letzte Brache am Kurfürstendamm geschlossen wurde. Die Gewerbestraße liegt zwischen der A 100 und der Ringbahn. Sie endet hinter der Paulsborner Brücke als Sackgasse. Hier befand sich die Verladestation der Friedhofsbahn nach Stahnsdorf. Für Fußgänger gibt es eine Treppe zur Brücke und zur Paulsborner Straße. 140px|Güterbahnhof Halensee Apr 2010 140px|Am Güterbahnhof Halensee Dez 2013Bornimer Straße () 200 Bornim, Ortsteil von Potsdam align="right" Die Straße verläuft vom Kurfürstendamm zum Kronprinzendamm. Das Haus Nummer 20 von Hugo Tietz aus dem Jahr 1904 für August Aschinger steht unter Denkmalschutz. 140px|Bornimer StraßeBornstedter Straße () 250 Bornstedt, Ortsteil von Potsdam align="right" Der vorherige Name war zwischen dem 16. März 1888 und Februar 1906 Bornstädter Straße. Der nördlich der Bahntrasse liegende Friedhof Grunewald ist ein gelistetes Gartendenkmal. Das Haus Nummer 1 von 1895, in dem sich heute ein Hotel befindet, ist ein gelistetes Baudenkmal. Nur die Südseite der Straße ist bebaut. Sie liegt mit dem westlichen Ende an der A 100, die Nordseite wird von einer Bahnlinie begrenzt. Zum Teil stehen großzügige Altbauten an der Straße. Auf dem schmalen Grünstreifen zwischen Bahn und Straße liegen einige Gärten der Eisenbahner-Landwirtschaft. Eine Fußgängerbrücke führt zum einzigen Zugang zum Friedhof Grunewald. Der Innere Parkring liegt mit einem Abschnitt auf der Bornstedter Straße. zentriert|100px|Bornstedter StraßeCarionweg () 25 Johann Carion (1499–1537), Astrologe, Mathematiker und Historiker align="right" Der vormalige Name war 1931 Larionweg und entstand durch einen Schreibfehler, der 1932 korrigiert wurde. 140px|CarionwegCicerostraße () 1000 Johann Cicero (1455–1499), Kurfürst von Brandenburg align="right" Der vorherige Name war ab 1885 Straße 41. Die Ostseite der Straße und das Straßenland gehören zu Wilmersdorf. Im südlichen Teil befinden sich zahlreiche Gewerbebetriebe und Büros. zentriert|100px|CicerostraßeDamaschkestraße () 500 (im Ortsteil) Adolf Damaschke (1865–1935), Pädagoge und Führer der Bodenreformbewegung im Deutschen Reich align="right" Der vorherige Name war von 1908 bis 1950 Küstriner Straße. Die Nordostseite und ein weiterer kurzer Teil der Straße sowie das Straßenland gehören zu Charlottenburg. 140px|Damaschkestraße von der Joachim-Friedrich-Straße aus gesehenGeorg-Wilhelm-Straße () 300 Georg Wilhelm (1595–1640), Kurfürst und Markgraf von Brandenburg sowie Herzog von Preußen align="right" Die Straße wurde ab 1885 aus der Straße 2a und Straße 3 gebildet. In der Nummer 20 wohnte der Polarforscher und Geologe Alfred Wegener. Vor der Hausnummer 5 liegen zwei Stolpersteine im Gedenken an Natalie Breslauer und Alexander Carsch. 140px|Georg-Wilhelm-StraßeHalberstädter Straße () 330 Halberstadt, Kreisstadt in Sachsen-Anhalt align="right" Wilmersdorfer Blätter. Jahrgang VIII (1905), Nummer 2, S. 31. Bei ihrer Anlage hieß sie ab 1900 Straße 15. Sie führt von der Joachim-Friedrich-Straße zur Seesener Straße. Im Haus Nr. 7 wohnte von 1910 bis 1925 der Physiker Adolf Miethe. 140px|Halberstädter Straße an der Joachim-Friedrich-StraßeHalenseestraße () 550 (im Ortsteil) nach dem nahegelegenen Halensee align="right" Der vorherige Name war Straße G 92. Sie entstand, nachdem der hier liegende Lunapark 1935 abgerissen wurde. Die Straße wird durch die Stadtautobahn in einen östlichen und einen westlichen Teil getrennt. Die Westseite der Straße und das Straßenland liegen in Grunewald. Ein Teil der Straße verläuft in nördlicher Richtung im Ortsteil Westend. Seit 2005 befindet sich hier das Großbordell Artemis. Die am Rathenauplatz liegende Siedlung von Paul Baumgarten aus dem Jahr 1936 steht unter Denkmalschutz, ebenso das Schaltwerk von Richard Brademann aus dem Jahr 1928. 140px|Bürohaus „Zitrone“ am Halensee 140px|HalenseestraßeHeilbronner Straße () 300 (im Ortsteil) Heilbronn, Stadt in Baden-Württemberg align="right" Der vorherige Name war zwischen 1901 und 1905 Ansbacher Straße. Ein kurzer Teil der Straße verläuft in Charlottenburg. Im Haus Nummer 12 lebte um 1910 der Bildhauer Hans Hubert Dietzsch. Die Straße ist durch mehrere Supermärkte und Kfz-Werkstätten geprägt. zentriert|100px|Heilbronner StraßeHektorstraße () 220 Joachim II. Hector (1505–1571), Kurfürst von Brandenburg und Herzog von Preußen align="right" Der vorherige Name war Straße 6. In der Straße sind als eine der wenigen Seitenstraßen des Kurfürstendamm noch alle Vorgärten erhalten. Vor den Hausnummern 2, 3, 9–10, 13, 17, 18 und 20 liegen insgesamt mehrere Stolpersteine. zentriert|100px|Hektorstraße, eine der wenigen Straßen mit Vorgärten am KurfürstendammHenriettenplatz () 50 × 20 Luise Henriette von Oranien (1627–1667), Kurfürstin von Brandenburg und erste Ehefrau des Großen Kurfürsten align="right" Der Henriettenplatz wird durch den Kurfürstendamm in einen nördlichen und einen südlichen Teil geteilt. Der Platz wurde 1987 zur 750-Jahr-Feier Berlins im Rahmen eines städtebaulichen Wettbewerbs neu gestaltet. Es entstanden auf der Südseite die Säulenkolonnaden und auf der Nordseite ein Bronze-Obelisk von Heinz Mack sowie auf der Südseite der Medusenbrunnen von Anne und Patrick Poirier. 140px|Henriettenplatz Nordseite 140px|Berlin-Halensee Henriettenplatz SüdseiteHochmeisterplatz () 205 × 100 Hochmeister, höchstes Amt im Deutschen Orden align="right" Der vorherige Name war vor 1876 und 1885 Buchwaldplatz. Nach dem Zukauf benachbarter Flächen durch den Magistrat von Berlin (50 Mark pro Quadratmeter) im Jahr 1929Der teuer gewordene Hochmeisterplatz. In: Deutsche Allgemeine Zeitung, 25. April 1929. gestaltete der Gartenarchitekt Erwin Barth 1930 den Platz neu; 1936 nahm Richard Thieme weitere Ausbauarbeiten vor. Markantestes Gebäude war bis zu seinem Abriss 2017 das von Willy Hoffmann gestaltete frühere Postamt Halensee 2 von 1933. 140px|Hochmeisterplatz mit Blick auf die Hochmeisterkirche 140px|Hochmeisterplatz mit Blick auf das ehemalige Postamt 311 140px|Hochmeisterplatz Abriss des ehemaligen Postamts 311Hohenzollerndamm () 100 (im Ortsteil) nach den Hohenzollern, dem Geschlecht das die preußischen Könige und deutschen Kaiser bis 1918 stellte align="right" Umbenennung der Preußischen Straße in Hohenzollerndamm am 1. August 1906.Wilmersdorfer Blätter. Jg. IX (1906), Nummer 4, S. 133. Umbenennung eines Teils der Nachodstraße zwischen Hohenzollernplatz und Kaiserallee (heute Bundesallee) am 25. Juli 1908.Wilmersdorfer Blätter. XI. Jahrgang (1908), Nummer 6, S. 174. Ein Teil der Straße liegt in Schmargendorf, dieser trägt seinen Namen bereits länger als der Straßenteil in Wilmersdorf. Lediglich die Grundstücke 47a und 48 (Bahnhof Hohenzollerndamm) liegen in Halensee. Beide Gebäude sind gelistete Baudenkmale. 140px|S-Bahnhof HohenzollerndammJoachim-Friedrich-Straße () 890 Joachim Friedrich von Brandenburg (1546–1608), Kurfürst von Brandenburg align="right" Bei ihrer Anlage hieß sie Straße 5. Das Gebäude der heutigen Halensee-Grundschule ist ein Baudenkmal. Am Haus Nummer 54 erinnert eine Gedenktafel an den Schauspieler Albert Bassermann, der von 1930 bis 1933 hier wohnte. Weiterhin befindet sich hier die Berliner Stadtmission (City Station) sowie in Nummer 4 Französisch-reformierte Kirche. Vor den Hausnummern 24, 42, 49, 54 und 55 liegen insgesamt mehrere Stolpersteine. 140px|Halensee-Grundschule in der Joachim-Friedrich-Straße 140px|Berlin-Halensee Joachim-Friedrich-Straße Diagnostisches ZentrumJohann-Georg-Straße () 260 Johann Georg (1525–1598), Kurfürst von Brandenburg align="right" Bei ihrer Anlage hieß sie ab 1885 Straße 13. Am Haus Nummer 20 erinnert eine Gedenktafel an den Schriftsteller Salomo Friedlaender, der von 1913 bis zu seiner Emigration 1934 hier lebte. Vor den Hausnummern 15 und 20 liegen mehrere Stolpersteine. 140px|Johann-Georg-Straße von der Nestorstraße aus gesehenJohann-Sigismund-Straße () 220 Johann Sigismund (1572–1620), Kurfürst von Brandenburg align="right" Bei ihrer Anlage hieß sie Straße 4a, von 1888 bis 1892 Sigismundstraße. Das Haus Nummer 2/3 steht unter Denkmalschutz. 140px|Johann-Sigismund-StraßeKarlsruher Straße