mini|hochkant=0.85|Lena Meyer-Landrut, 2020 Lena Johanna Therese Meyer-Landrut (verheiratete Ćwiertnia;Lena Johanna Therese Cwiertnia, Berlin. Eintrag im Handelsregister als Geschäftsführerin, Januar 2026 * 23. Mai 1991 in Hannover) ist eine deutsche Sängerin und Songschreiberin. Mit dem Lied Satellite gewann sie den Eurovision Song Contest 2010 und errang damit den zweiten Sieg für Deutschland bei diesem Wettbewerb. Im Folgejahr trat sie mit dem Stück Taken by a Stranger erneut beim ESC an und erreichte den zehnten Platz. Sie ist auch als Synchronsprecherin tätig. Gelegentlich arbeitet sie als Model und macht Werbung für Kosmetikmarken.

Privates, Jugend und Ausbildung Lena Meyer-Landrut wurde 1991 geboren und wuchs als Einzelkind im hannoverschen Stadtbezirk Misburg-Anderten bei ihrer Mutter auf. Ihr Vater verließ die Familie, als sie zwei Jahre alt war. Sie ist väterlicherseits eine Enkelin des Diplomaten Andreas Meyer-Landrut und eine Nichte zweiten Grades von Nikolaus Meyer-Landrut.Antje Harders: Nachgefragt … bei Nachwuchstalent Lena Meyer-Landrut. Bunte, 11. Februar 2010, Nr. 7, S. 110 Im Juni 2010 beendete sie die Schulzeit an der IGS Roderbruch mit dem Abitur.

Im Wintersemester 2011 schrieb sich Meyer-Landrut für die Studiengänge Sprachen und Kulturen Afrikas und Philosophie an der Universität zu Köln ein.Kölner Stadtanzeiger, 31. August 2011, S. 25 und unter dem Titel Kölns berühmteste Erstsemesterin seit 30. August 2011 online; abgerufen am 15. November 2013 Wegen der Arbeiten an ihrem dritten Musikalbum nahm sie das Studium jedoch nicht auf. In: Neue Presse (Hannover), seit 24. Juni 2012 online (Interview); abgerufen am 26. Juli 2012 Anfang 2019 gab sie die Trennung von ihrem langjährigen Lebenspartner bekannt. Nach eigenen Angaben leidet sie zeitweise an Depressionen.

Meyer-Landrut ist seit 2020 mit dem Musiker Mark Forster verheiratet. Die beiden hatten sich im Zuge der Dreharbeiten zu The Voice Kids kennengelernt und sind Eltern eines Kindes.

Künstlerischer Werdegang Während der Schulzeit wandte sich Meyer-Landrut nach Ballett und Jazz Dance dem aus Elementen von Hip-Hop, Jazz- und Ausdruckstanz bestehenden Show-Dance zu. 2009 wirkte sie als Laiendarstellerin in den Fernsehserien K11 – Kommissare im Einsatz, Helfen Sie mir! und Richter Alexander Hold mit.

2010: Unser Star für Oslo und My Cassette Player + Auftritte in Unser Star für Oslo Show Lied Originalinterpret 1. Ausscheidungsshow My Same Adele 3. Ausscheidungsshow Diamond Dave The Bird and the Bee 4. Ausscheidungsshow Foundations Kate Nash 5. Ausscheidungsshow New Shoes Paolo Nutini 6. Ausscheidungsshow(Viertelfinale) Mouthwash Kate Nash Neopolitan Dreams Lisa Mitchell 7. Ausscheidungsshow(Halbfinale) Mr. Curiosity Jason Mraz The Lovecats The Cure 8. Ausscheidungsshow(Finale) Bee zuvor unveröffentlicht Satellite Love Me Im Herbst 2009TV Total Casting Box vom 14. Oktober 2009, Pro 7 bewarb sie sich um eine Teilnahme an der Castingshow Unser Star für Oslo, der deutschen Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest 2010. Sie wurde ausgewählt und trat in der ersten Fernsehshow mit dem Song My Same der britischen Soul- und Popsängerin Adele auf. Sie erntete Lob von den Juroren um Veranstalter Stefan Raab. Adele bezeichnete Lenas Version ihres Liedes später als „faszinierend“.Popstar Adele: In: Spiegel.de, abgerufen am 17. Januar 2011 Die Originalfassung des Songs platzierte sich – ebenso wie das später von ihr gesungene New Shoes von Paolo Nutini – erst nach ihrem Castingshow-Auftritt in den deutschen Singlecharts. Auch Kate Nashs Foundations, Neopolitan Dreams von Lisa Mitchell und Jason Mraz’ Mr. Curiosity kehrten nach ihrer Interpretation in die deutschen Singlecharts zurück. Schon vor dem Finale galt Lena als Favoritin. Meyer-Landrut gewann den Wettbewerb gegen die gleichaltrige Schülerin Jennifer Braun mit dem Lied Satellite von Julie Frost und John Gordon und erhielt einen Plattenvertrag bei Universal Music.Kai Florian Becker: Lena Meyer-Landrut. In: Pop-Archiv International, 05/2010, 18. Mai 2010 (abgerufen via Munzinger Online).

Einen Tag nach dem Sieg bei Unser Star für Oslo belegte Meyer-Landrut mit den Finalsongs Satellite, Bee und dem von Raab eigens für sie komponierten Love Me, dessen Text von ihr selbst stammt, als erste deutsche Sängerin die ersten drei Plätze großer Download-Portale wie iTunes und Musicload. Gleichzeitig stellte sie mit den Singles einen Verkaufsrekord auf. Als erste Interpretin konnte sie auf Anhieb drei Titel in den Top Five der deutschen Single-Charts platzieren. Satellite erreichte Platz eins der deutschen und Schweizer Hitparade und Platz 2 in Österreich. Unter dem Namen Lena (ohne Nennung des Nachnamens) veröffentlichte sie am 7. Mai 2010 ihr Debütalbum My Cassette Player, das Platz eins der deutschen Charts und Platz 3 in Österreich und der Schweiz belegte.

Als Vertreterin eines der vier größten EBU-Beitragszahler war Lena ohne Teilnahme an weiteren Vorentscheiden für das Finale des Eurovision Song Contest qualifiziert. Per Auslosung erhielt sie Startplatz 22 (von insgesamt 25). Lena trat mit vier Backgroundsängerinnen auf und siegte mit 246 Punkten (→ Punktevergabe für Deutschland).Vgl. Andreas Schacht: Germany Wins Eurovision Song Contest! bei eurovision.tv, 30. Mai 2010 (aufgerufen am 30. Mai 2010) Es war der zweite Sieg für einen deutschen Beitrag nach Nicole im Jahr 1982. Einen Tag nach dem Finale empfing der damalige niedersächsische Ministerpräsident, Christian Wulff, Lena in ihrer Heimatstadt Hannover. Dort trug sie sich in das Goldene Buch der Stadt einLenas Eintrag in dieses Dokument lautete lt. spiegel.de: „Wow! Verdammte Axt, ist das geil! Dankeschönst. Leni.“ und wurde anschließend von etwa 40.000 Fans umjubelt.

Zwei Tage nach dem Finale stieg ihr Siegertitel auf Platz 1 der norwegischen Charts. Danach belegte er zudem erste Plätze in Schweden, Finnland, Schweiz, Dänemark sowie erneut in Deutschland. Auch in weiteren europäischen Ländern und Australien platzierte sich die Single. Von Mitte Juni bis Anfang August 2010 absolvierte Lena eine Promotiontour durch verschiedene europäische Städte. Neben Interviews gab es Live-Auftritte in der norwegischen Fernsehsendung Allsang på Grensen und der schwedischen Fernsehsendung Sommarkrysset, und sie trat beim Schlagerfestival auf der Stockholm Gay Pride auf. Im August 2010 erschien ihre vierte Single, Touch a New Day, die von Stefan Raab geschrieben und produziert wurde. Im Oktober 2010 kam der 3D-Animationsfilm Sammys Abenteuer – Die Suche nach der geheimen Passage ins Kino, in dem Meyer-Landrut dem Schildkrötenmädchen Shelly die deutsche Stimme lieh.

Im September 2010 engagierte der Automobilhersteller Opel Meyer-Landrut für ein Jahr als Werbeträgerin, u. a. für ein auch namentlich an ihren ESC-Hit angelehntes Sondermodell namens Corsa Satellite.Süddeutsche.de: Meyer-Landrut wirbt für GM-Tochter vom 1. September 2010presseportal.de: Lena überrascht Händler mit neuem Corsa-Modell vom 9. Dezember 2010 Im März 2011 hatte sie zwei Gastauftritte in Anke Engelkes Sketch-Comedy Ladykracher.BZ:TV-News: Lena bei Anke, abgerufen am 7. März 2011. Im April 2011 war sie in einem Sesamstraßen-Special zu sehen, in dem sie ihren Hit Satellite unter dem Titel Bert, oh Bert auf Deutsch sang.RP-Online: Aus „Satellite“ wird „Bert, oh Bert“. Lena singt in der „Sesamstraße“ vom 29. März 2011, abgerufen am 8. April 2011Youtube/ARD: Bert, oh Bert! – Lena Meyer-Landrut singt in der Sesamstraße vom 8. April 2011

2011: Unser Song für Deutschland und Good News Die Idee, Lena Meyer-Landrut beim Eurovision Song Contest 2011 in Düsseldorf als Titelverteidigerin antreten zu lassen, stammte wiederum von Stefan Raab. In der deutschen Vorentscheidung Unser Song für Deutschland wählten die Zuschauer aus mehreren Vorschlägen den Song Taken by a Stranger.

Meyer-Landruts zweites Studioalbum Good News, das im Februar 2011 veröffentlicht wurde, enthält alle Beiträge der deutschen Vorentscheidung. Wie ihr Debütalbum gelangte Good News an die Spitze der deutschen Albumcharts und erreichte nach einer Woche Goldstatus. Im März 2011 erreichte sie als erste deutsche Künstlerin mit sechs Liedern (fünf Neueinsteiger und einem Wiedereinsteiger) gleichzeitig die Top 100 der deutschen Single-Charts. Bei der Echoverleihung 2011 gewann sie einen Echo als „Erfolgreichster Newcomer National“ und einen weiteren als „Erfolgreichste Künstlerin National“, in drei weiteren Kategorien war sie nominiert.

Im April 2011 absolvierte Lena ihre erste Tournee durch neun deutsche Städte. Bereits etwa acht Monate vor ihrem Start löste die Tour ein großes Medienecho aus. Es gab Spekulationen über einen schleppenden Vorverkauf sowie Äußerungen einiger prominenter Künstler, die die Sorge äußerten, dass die Hallen für eine unerfahrene Künstlerin zu groß seien. Die Besucherzahl der gesamten Tour wurde auf ca. 75.000 geschätzt.Ein Schulfest für die ganze Familie, Stern vom 14. April 2011.Lena traf nicht jeden Ton, aber den Nerv, Hamburger Abendblatt vom 20. April 2011, Neue Presse vom 14. April 2011

Auf den ersten sechs Konzerten wurde sie von der Rock-Band kleinstadthelden und auf den letzten drei von der Indiepop-Gruppe Mikroboy als Vorgruppen begleitet.kleinstadthelden supporten Lena Musikwoche vom 8. April 2011, abgerufen am 8. April 2011Startschuss für die große Lena LIVE Tour 2011 Warmsingen für den „Eurovision Song Contest“: Lena tourt durch neun deutsche Großstädte Presseportal.de Musikwoche vom 13. April 2011, abgerufen am 13. April 2011 Die Tourband bestand aus Andreas Grimm (Bandleader, Keyboard), Mathias Höderath (Keyboard), Alex Vesper (Schlagzeug), Bruno Müller (Gitarre), Nico Brandenburg (Bass) und Bastian Ruppert (Gitarre, Posaune). Unterstützt wurden Sängerin und Band von den Backgroundsängerinnen Anji Hinke, Grace Risch und Maya Saban sowie einer vierköpfigen Streichergruppe. Die Tänzerinnen stammten aus dem Team der Choreographin Nikeata Thompson. Meyer-Landrut präsentierte in jeder Vorstellung insgesamt 21 Songs (inklusive drei Zugaben) ihrer beiden ersten Alben sowie erstmals den Song Who’d Want to Find Love. Das Konzert im April 2011 in der Frankfurter Festhalle wurde aufgezeichnet und unter dem Titel Good News – Live als DVD veröffentlicht.

Am 14. Mai sang Lena in der ESPRIT arena vor 36.000 Zuschauern zum zweiten Mal beim ESC für Deutschland. Mit ihrem Beitrag Taken by a Stranger erreichte sie den Platz 10. Zur Eröffnung des Song Contests sang sie zusammen mit den Moderatoren Stefan Raab, Judith Rakers und Anke Engelke eine Rockabilly-Version von Satellite. Auch dieser Version gelang der Einstieg in die Charts. Für den Matthias-Schweighöfer-Film What a Man, der im August 2011 in die Kinos kam, nahm sie das Lied What a Man auf, eine Coverversion des Linda-Lyndell-Hits aus dem Jahr 1968. Im September 2011 war sie Außenreporterin beim Bundesvision Song Contest 2011.

2012–2014: Stardust und The Voice Kids Im April 2012 wirkte Meyer-Landrut in einer Werbekampagne zum 60. Geburtstag des Flughafens Hannover mit. Im Mai 2012 trat sie neben anderen ehemaligen Songcontest-Gewinnern als Pausenact beim zweiten Halbfinale des Eurovision Song Contests 2012 in Baku auf. Im August 2012 wurde bekanntgegeben, dass das Titellied der Sesamstraße in einer neuen Version mit ihr aufgenommen worden sei und ab Oktober 2012 die Sendung einleiten werde.

Im selben Jahr nahm Meyer-Landrut in Stockholm und Hamburg (Tonstudio Clouds Hill Recordings) ihr drittes Studioalbum, Stardust, auf, das im Oktober 2012 veröffentlicht wurde. Bereits im September 2012 war die gleichnamige Vorabsingle veröffentlicht worden, die auf Platz 2 der deutschen Single-Charts einstieg. Im Dezember 2012 und Januar 2013 wurden Album und Single mit Gold ausgezeichnet. Im März 2013 erschien die zweite Single Neon (Lonely People) aus dem Album. Bei der Echoverleihung 2013 wurde der Videoclip zu Stardust als bestes nationales Musikvideo ausgezeichnet.