Ludwig Adolf Franz Otto Liborius Anton von Steuben (* 25. Oktober 1858 in Eisenach; † 2. Dezember 1928 in Potsdam) war ein preußischer Generalmajor.

Leben Herkunft Anton war der dritte Sohn des späteren preußischen Generalmajors Arndt von Steuben (1826–1900) und dessen Ehefrau Julie Antoinette Dorothea, geborene von Tschirschky und Boegendorff (1833–1903).Kurt von Priesdorff: Soldatisches Führertum. Band 10, Hanseatische Verlagsanstalt Hamburg, o. O. [Hamburg], o. J. , , S. 496, Nr. 3350.

Militärkarriere Geprägt durch den Krieg gegen Frankreich und den aufstrebenden preußischen Patriotismus entschied sich auch der junge Steuben, ebenso wie sein älterer Bruder Kuno, für eine militärische Laufbahn. Nach dem Besuch des Eisenacher Gymnasiums wurde er am 4. Mai 1870 in der Kadettenanstalt Oranienstein aufgenommen, wechselte am 15. Mai 1876 in die Kadettenanstalt Berlin, aus der er am 22. März 1877 auf Antrag seines Vaters entlassen wurde. Grund war dessen Versetzung nach Hildesheim – als Kommandeur des 3. Hannoversches Infanterie-Regiments Nr. 79. Nach dem Besuch des Hildesheimer Gymnasiums Andreanum erfolgte im Sommer 1877 der Dienstantritt im Regiment seines Vaters.

Im Gegensatz zu den meisten anderen von Steubenschen Offizieren verbrachte Anton von Steuben nahezu seine gesamte Militärdienstzeit im Militär-Bildungswesen. Er war Erzieher, danach Kompaniechef und schließlich Kommandeur verschiedener Kadettenanstalten. Als Kompaniechef und Kommandeur der Voranstalt hatte von Steuben Einfluss auf den heranwachsenden Nachwuchs des preußischen Offizierskorps.

Am 1. Dezember 1905 beurteilte ihn der Generalinspekteur des Bildungswesens:

Am 17. Januar 1911 wurde er zum Direktor des Großen Militär-Waisenhauses zu Potsdam und Schloss Pretzsch bei gleichzeitiger Stellung zur DispositionPreußisches Kriegsministerium (Hrsg.): Rangliste der Königlich Preußischen Armee und des XIII. (Königlich Württembergischen) Armeekorps für 1914. E.S. Mittler & Sohn, Berlin 1914, S. 572. ernannt. Steuben führte verschiedene Neueinrichtungen durch. In dieser Funktion verlieh man ihm am 19. November 1912 den Charakter als Oberst.

Nach Ende des Ersten Weltkriegs nahm Steuben am 20. Oktober 1919 seinen Abschied aus dem Militärdienst unter Verleihung des Charakters als Generalmajor. Im Ruhestand erhielt er am 18. Oktober 1921 die Beförderung zum Generalmajor.

Beförderungen

26. Oktober 1878: Fahnenjunker im Infanterie-Regiment „von Voigts-Rhetz“ (3. Hannoversches) Nr. 79 16. September 1879: Portepee-Fähnrich im Infanterie-Regiment „von Voigts-Rhetz“ (3. Hannoversches) Nr. 79 14. Oktober 1880: Beförderung zum Secondeleutnant 24. September 1881: für zwei Monate beurlaubt zur Steubenfeier in Amerika 1. Mai 1885: kommandiert zum Kadettenhaus Kulm 1. April 1888: Versetzung zur Haupt-Kadettenanstalt Plön (Holstein) 22. März 1889: Premier-Lieutenant im Kadettenkorps Plön (mit Patent vom 22. Mai 1889) 25. März 1893: Versetzung in das Infanterie-Regiment „von Grolmann“ (1. Posensches) Nr. 18 14. September 1893: Hauptmann und Kompagniechef des Infanterie-Regiments „von Grolmann“ (1. Posensches) Nr. 18 13. Mai 1895: Kompagniechef im Kadettenhaus Potsdam 17. Oktober 1899: Versetzung in das 5. Großherzoglich Hessische Infanterie-Regiment Nr. 168 14. November 1901: Kompagniechef im Kadettenhaus Bensberg 18. April 1903: Beförderung zum Major 18. Juli 1903: Kommandeur des Kadettenhauses Wahlstatt 21. Februar 1908: Kommandeur des Kadettenhauses Plön 22. März 1910: Beförderung zum Oberstleutnant

Auszeichnungen Roter Adlerorden IV. Klasse Kronenorden IV. Klasse Preußisches Dienstauszeichnungskreuz Ehrenkreuz des Greifenordens Offizier des Ordens der siamesischen Krone

Weblinks Familienverband von Steuben: Anton Ludwig von Steuben

Einzelnachweise

Kategorie:Generalmajor (Königreich Preußen) Kategorie:Träger des Roten Adlerordens 4. Klasse Kategorie:Träger des Preußischen Königlichen Kronenordens 4. Klasse Kategorie:Ehrenkreuz des Greifenordens Kategorie:Träger des Ordens der Krone von Thailand Kategorie:Adliger Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1858 Kategorie:Gestorben 1928 Kategorie:Mann