mini|hochkant=1.3|Porsche 956 (Startnummer 1), Siegerwagen von Jacky Ickx und Derek Bell mini|hochkant=1.3|Der Rondeau M382 mit der Startnummer 24, gefahren von Jean-Pierre Jaussaud und Henri Pescarolo, Der Wagen fiel nach 111 gefahrenen Runden mit einem Motorschaden aus mini|hochkant=1.3|Der Porsche 924 Carrera GTR mit der Startnummer 84; gefahren von Andy Rousse und Richard Lloyd fiel der Wagen nach 77 Runden durch Getriebeschaden aus mini|hochkant=1.3|Ein Nimrod NRA/C2 mit 5,3-Liter-Aston-Martin-Motor; Tiff Needell, Bob Evans und Geoff Lees kamen nach einem Motorschaden am Wagen mit der Nummer 31 nicht ins Ziel mini|hochkant=1.3|Der Sauber SHS C6 von Hans-Joachim Stuck, Jean-Louis Schlesser und Dieter Quester nach dem Dunlop-Bogen Das 50. 24-Stunden-Rennen von Le Mans, der 50e Grand Prix d’Endurance les 24 Heures du Mans, auch 24 Heures du Mans, Circuit de la Sarthe, Le Mans, fand vom 19. bis 20. Juni 1982 auf dem Circuit des 24 Heures statt.

Das Rennen Neues Reglement Wieder einmal änderte der Automobile Club de l’Ouest das Reglement des 24-Stunden-Rennens. Ziel war es die hohe Durchschnittsgeschwindigkeit weiter zu senken, ohne in die Technik der Fahrzeuge massiv einzugreifen. 1981 siegte der Werks-Porsche 936, gefahren von Jacky Ickx und Derek Bell, mit einem Schnitt über 200 km/h. Die Kapazitäten der Fahrzeugtanks wurden auf maximal 100 Liter limitiert und die Höchstanzahl an Tankstopps mit 25 festgelegt.

Rennklassen Das Rennen war offen für Fahrzeuge der Gruppe C und der neuen Gruppe B. Allerdings war in dieser Rennklasse nur ein Rennwagen gemeldet, ein Porsche 930 der Gadal-Brüder aus Frankreich, die das Fahrzeug nicht qualifizieren konnten. 1982 war ein Übergangsjahr, sodass auch nach wie vor Rennwagen der Gruppen 4, 5 und 6 startberechtigt waren. Dazu kamen die US-amerikanischen Rennklassen IMSA-GT und IMSA-GTX.

Die Teams 28 der 55 zum Start zugelassenen Wagen waren Gruppe-C-Prototypen. Porsche brachte drei völlig neu konzipierte Prototypen nach Le Mans. Durch Änderungen am Reglement war schon 1981 klar gewesen, dass die offenen Porsche 936 1982 in der Sportwagen-Weltmeisterschaft nicht mehr zum Einsatz kommen konnten. Bei Porsche wurde mit dem 956 ein völlig neues Rennwagenkonzept verwirklicht. Da die bisher verwendeten Rohrrahmen nicht mehr zeitgemäß waren konstruierte man erstmals ein Alu-Fahrgestell in Schalenbauweise. Der Motor wurde vom Porsche-Interscope-Triebwerk abgeleitet und leistete 445 kW (620 PS). Gefahren wurden die drei Boliden von den Mannschaften Jacky Ickx/Derek Bell, Jochen Mass/Vern Schuppan und Hurley Haywood/Al Holbert. Ein Porsche 936 wurde von Reinhold Joest so umgebaut, dass er dem Gruppe-C-Reglement entsprach. Gefahren wurde dieser Wagen von Bob Wollek und den belgischen Martin-Brüdern.

Ford kam erstmals seit den 1960er-Jahren wieder Werkseitig nach Le Mans. Aufgebaut wurden die beiden C100 bei Zakspeed in Niederzissen. Gemeldet von Ford Deutschland fuhren Manfred Winkelhock, Klaus Niedzwiedz, Klaus Ludwig und Marc Surer die beiden Boliden. Aus Frankreich waren sechs Rondeau am Start, drei davon Werkswagen von Jean Rondeau selbst. Die Werksmannschaft setzte die M382 ein und alle Rondeaus hatten Cosworth-V8-Motoren als Triebwerke. Nach einigen Jahren der Abwesenheit kam auch Gand Touring Cars wieder nach Le Mans. Den neu konzipierten Mirage M12 fuhren Mario Andretti und dessen Sohn Mike. Bereits für die Gruppe C gebaut waren die WM P82 von Welter Racing, während der Werks-Lancia LC1 von Piercarlo Ghinzani, Riccardo Patrese und Hans Heyer noch der Gruppe 6 entsprach.

Das Fahrzeug mit dem stärksten Motor war der Chevrolet Camaro von Billy Hagan und Gene Felton mit einem 5,7-Liter-Chevrolet-Aggregat. Der Werks-Mazda RX-7 hatte einen 1.3-Liter-Wankelmotor.

Der Mirage-Skandal Mario und Mike Andretti qualifizierten den Mirage M12 an der neunten Stelle, dennoch konnte das Team nicht am Rennen teilnehmen. 20 Minuten vor dem Start, der Mirage stand längst an seinem Startplatz, eröffneten technische Delegierte des ACO einer völlig verblüfften Teamführung, dass der Wagen illegal sein und nicht starten könne. Was bei allen technischen Abnahmen nicht beanstandet wurde, war plötzlich ein Problem. Der Getriebeölkühler war hinter dem Getriebe angebracht. Die Offiziellen bestanden plötzlich darauf, dass dieser sich über dem Getriebe zu befinden habe. Was folgte, war eine Farce und ging als eine der unrühmlichsten Aktionen des ACO in die Geschichte dieses Rennen ein. Die Techniker von Grand Touring Cars waren nämlich kurzfristig in der Lage den Umbau vorzunehmen. Während die Mechaniker an der Boxen arbeiteten disqualifizierte der ACO den Wagen jedoch und ließ die erste Reserve nachrücken. Als das Rennen gestartet wurde, stand der Mirage vollkommen regelkonform in der Box und durfte nicht starten. Teamchef Harley Cluxton ließ den Wagen daraufhin vor den Bereich den Rennleitung schieben und dort über Stunden in der Boxengasse stehen. Sein Protest wurde abgewiesen. Es war der letzte Auftritt eines Mirage-Rennwagens in Le Mans.

Der Rennverlauf Vom Start weg dominierten die drei Werks-Porsche das Rennen. Nur die Rondeaus und die Ford C100 konnten in der Anfangsphase mithalten, der Gesamtsieg von Porsche war über die 24 Stunden jedoch nie in Gefahr und das Rennen endete mit einem Dreifachsieg der Werksmannschaft. Ungemach gab es nur bei den Fahrern. In den frühen Abendstunden verlor Hurley Haywood die Fahrertür, als er bei vollem Tempo kontrollierte ob diese auch geschlossen sei. Dabei sprang die Tür auf und wurde vom Fahrtwind weggerissen. Zu diesem Zeitpunkt lag der Wagen mit der Nummer 3 an der Spitze, fiel nach einer längeren Reparatur aber auf den siebten Rang zurück. In der Nacht erlitt Haywood dann einen Kreislaufkollaps und wurde von den Porsche-Ärzten aus dem Rennen genommen. Für ihn kam Ersatzfahrer Jürgen Barth ins Auto.

Ergebnisse Piloten nach Nationen 42 Franzosen 37 Briten 35 US-Amerikaner 12 Deutsche 11 Belgier 6 Italiener 3 Australier 3 Schweizer 2 Iren 2 Japaner 2 Mexikaner 1 Chilene 1 Liechtensteiner 1 Österreicher 1 Marokkaner 1 Panamaer 1 Schwede 1 Spanier 1 Südafrikaner

Schlussklassement