Reinholdshain ist ein Ortsteil der sächsischen Großen Kreisstadt Dippoldiswalde im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Der Ortsteil hat den Status einer Ortschaft nach der Sächsischen Gemeindeordnung und damit gemäß seiner Ortschaftsverfassung einen Ortschaftsrat und Ortsvorsteher.

Geographie Lage Reinholdshain liegt etwa drei Kilometer östlich von Dippoldiswalde. Die Staatsstraße 190 führt durch den Ort. Durch den Ort fließt der Oelsabach, westlich die Rote Weißeritz, die bei Paulsdorf zur Talsperre Malter angestaut wird.

Nachbarorte

Geschichte mini|hochkant|Kriegerdenkmal auf dem Gelände der früheren Wasserburg

Das 1445 urkundlich als „Reinolczhain“ (= Rodungssiedlung des Reinhold)G. Müller: Zwischen Müglitz und Weißeritz. (= Werte der deutschen Heimat. Band 8). Akademie-Verlag, Berlin 1964. ersterwähnte Reinholdshain ist als Waldhufendorf angelegt. Eine abgegangene mittelalterliche Wasserburg im Dorf wird auf die Zeit um 1200 bis 1250 datiert.

Die Grundherrschaft über das Dorf lag beim Rittergut Dippoldiswalde. 1569 war Reinholdshain zum Amt Dippoldiswalde gehörig, von 1856 bis 1875 zum Gerichtsamt Dippoldiswalde, danach zur gleichnamigen Amtshauptmannschaft. 1900 betrug die Fläche der Gemarkung 640 Hektar. Die Bevölkerung Reinholdshains teilte sich 1925 in 417 Evangelisch-lutherische Einwohner und drei Katholiken auf. Reinholdshain war nach Dippoldiswalde und nach Reinhardtsgrimma gepfarrt. Im Jahr 1952 wurde der Ort ein Teil des Kreises Dippoldiswalde, der aus der Amtshauptmannschaft entstand. 1994 wurde Reinholdshain nach Dippoldiswalde eingemeindet. Der Landkreis Dippoldiswalde und der Landkreis Freital schlossen sich im selben Jahr zusammen und bildeten fortan den Weißeritzkreis, dem Reinholdshain bis zur Fusion mit dem Landkreis Sächsische Schweiz zum Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge angehörte.

Entwicklung der Einwohnerzahl mini|Siegelmarke der Gemeinde Reinholdshain

Entwicklung der Einwohnerzahl Reinholdshains: auf dippoldiswalde.de Jahr Einwohner 1552 30 besessene Mann, 37 Inwohner 1569 28 besessene Mann, 3 Gärtner, 11 Häusler 1764 27 besessene Mann, 10 Häusler 1834 342 1871 391 1890 433 1910 428 1925 422 1939 440 1946 611 1950 594 1964 462 Jahr Einwohner 1990 418 2006 491 2007 502 2008 498 2009 514 2010 499 2011 509 2012 491 2013 491 2014 487 2015 509 2020 500

Persönlichkeiten Adolph Moritz Jungnickel (1817–1895), Politiker

Siehe auch Liste der Kulturdenkmale in Reinholdshain

Weblinks

Ortsteile In: Webauftritt der Stadt Dippoldiswalde.

Einzelnachweise

Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge) Kategorie:Ortschaft von Dippoldiswalde Kategorie:Ort im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge Kategorie:Waldhufendorf Kategorie:Ersterwähnung 1445 Kategorie:Ort im Erzgebirge