Ochiai (jap. , -machi) war eine Gemeinde im Landkreis Toyotama der Präfektur Tokio. Ochiai wurde 1889 zunächst als Dorfgemeinde (mura) im Landkreis Minami-Toshima gegründet, der später mit dem Landkreis Higashi-Tama zum Landkreis Toyotama zusammengelegt wurde. 1924 erhielt Ochiai den Status als (Klein-)Stadt (machi). Bei der Erweiterung des Tokioter Stadtgebiets 1932 ging die Gemeinde im Stadtbezirk Yodobashi der Stadt Tokio auf.
Das Gebiet von Ochiai erstreckte sich in den heutigen Stadtteilen Kami-Ochiai („Ober-Ochiai“), Shimo-Ochiai („Unter-Ochiai“), Naka-Ochiai („Mittel-Ochiai“) und Nishi-Ochiai („West-Ochiai“) von Shinjuku.
Geographie Ochiai lag westlich von Tokio am linken Ufer des Kanda, wo der Myōshōji in den Kanda mündet. Der Großteil der Gemeinde lag auf dem Toshima-dai, einem Ausläufer des Musashino-Plateaus. Der Name Ochiai entstand aus dem Zusammenfluss von Kanda und Myōshōji – ochiau () bedeutet „zusammentreffen“.
Als Gemeinde gliederte sich Ochiai in drei Ōaza: Kami-Ochiai, Shimo-Ochiai und Kuzugatani () im Westen, die den drei vormodernen Dörfern des Gebiets entsprachen.
Geschichte Ochiai entstand 1889 bei der Einrichtung moderner Gebietskörperschaften durch die Meiji-Regierung. 1932 wurde es in die Stadt Tokio eingemeindet und ging dort zusammen mit Yodobashi, Ōkubo und Totsuka im Bezirk Yodobashi auf.
Verkehr Ochiai lag etwas abseits der vormodernen Hauptdurchgangsstraßen aus Edo, des Kōshū-kaidō im Süden und des Nakasendō im Norden. Die 1885 eröffnete Shinagawa-Linie der ersten privaten Eisenbahngesellschaft Japans, der Nippon Tetsudō, passierte Ochiai im Osten. Die Kōbu Tetsudō verlief südlich durch das benachbarte Nakano.
1927 eröffnete die Seibu Tetsudō die Murayama-Linie von Takadanobaba nach Higashimurayama mit Halt am Bahnhof Shimo-Ochai.
Einzelnachweise
Kategorie:Shinjuku Kategorie:Ehemalige Gemeinde in der Präfektur Tokio