F. D. Andam (* 17. Dezember 1901 in Berlin; † 19. Mai 1969 in München; gebürtig Friedrich Dammann) war ein deutscher Schriftsteller, Drehbuchautor und Filmmanager.
Leben Der gebürtige Friedrich Dammann hatte zunächst als freischaffender Autor gearbeitet und sich als Dramaturg an der Bühne betätigt, ehe er knapp 30-jährig als Drehbuchautor zum Film stieß. Seine erste Arbeit war die Umsetzung von Christa Winsloes kontroversem Bühnenstück Gestern und heute, eine Gemeinschaftsarbeit mit der Originalautorin. Das Resultat Mädchen in Uniform gilt als Meisterbeispiel eines gesellschafts- und autoritätskritischen Filmklassikers zur Zeit der Weimarer Republik.
Andams spätere Filmmanuskripte sind weit weniger spektakulär. Er schrieb Drehbücher zu Komödien und Melodramen, Kriegsgeschichten und musikalischen Lustspielen – anspruchsarme Unterhaltung ohne jede Bedeutung, stets in Zusammenarbeit mit Kollegen. Zum Jahresbeginn 1941 führte er in den Wiener Schönbrunn-Ateliers bei der im Künstlermilieu spielenden Jungmädchengeschichte Aufruhr im Damenstift – Vorlage war das gleichnamige Theaterstück von Axel Breidahl – auch Regie.
Nach dem Krieg trat Andam, der auch als Ideenlieferant gearbeitet hatte, als Autor kürzer und wurde Produktionschef des Gloria-Filmverleihs.
Seine Schwester Charlotte war seit 1927 mit dem Dichter und Philosophen Rudolf Pannwitz verheiratet.
Filmografie 1931: Mädchen in Uniform 1933: …und wer küßt mich? 1934: Zigeunerblut 1934: Mein Leben für Maria Isabell 1935: Künstlerliebe 1936: Der geheimnisvolle Mr. X 1937: Premiere 1937: Man spricht über Jacqueline 1937: Gauner im Frack 1938: Gastspiel im Paradies 1941: Aufruhr im Damenstift (auch Regie) 1948: Morgen ist alles besser 1950: Es begann um Mitternacht 1956: Rosen für Bettina 1958: Mädchen in Uniform 1959: Arzt ohne Gewissen (nur Herstellungsleiter)
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