The Lovin’ Spoonful ist eine US-amerikanische Rockband, die im Januar 1965 in New York gegründet wurde.
Bandgeschichte John Sebastian ist der Sohn eines berühmten Harmonika-Spielers und begann seine musikalische Karriere gemeinsam mit Cass Elliot und Denny Doherty in einer Band namens The Mugwumps. Nachdem letztere die Band verließen, um The Mamas and the Papas zu gründen, formierte Sebastian gemeinsam mit Zalman „Zal“ Yanovsky die Gruppe The Lovin’ Spoonful.
Der Name der Band stammt aus dem Lied Coffee Blues von Mississippi John Hurt und kann Drogenkonsum oder eine Ejakulation umschreiben.
Die Gruppe erhielt recht schnell einen Plattenvertrag. Daraufhin entstand bereits 1965 das Debütalbum Do You Believe in Magic?, dessen Titelsong der erste Single-Hit wurde. Bis 1968 folgte eine ganze Reihe Pop-Singles, die größtenteils vordere Chartpositionen einnahmen und sich millionenfach verkauften.
Am 13. August 1966 gelang mit der im Gegensatz zu ihren sonstigen Liedern etwas härteren Rocknummer Summer in the City der Sprung auf Platz 1 der amerikanischen Hitparade.Für nähere Informationen zu dem Titel siehe: Bronson, Fred: The Billboard Book of Number One Hits, 3. überarb. und erweiterte Aufl., New York City, New York: Billboard Publications 1992, S. 205. Es blieb der einzige Nummer-eins-Hit der Band.
Sehr erfolgreich war die Gruppe auch mit Filmmusiken, unter anderem für What’s Up, Tiger Lily? von Woody Allen (1967) oder You’re a Big Boy Now (1968).
1967 verließ Yanovsky wegen persönlicher Schwierigkeiten die Band und wurde durch Jerry Yester ersetzt, dessen Bruder Jim Yester bei The Association spielte. Als ein Jahr später auch John Sebastian ging, um eine Solokarriere zu starten, lösten sich The Lovin’ Spoonful nach der Veröffentlichung des Albums Revolution ’69 auf.
1980 trafen sich alle ursprünglichen Gruppenmitglieder und spielten Lieder zu dem Soundtrack des Films One Trick Pony von und mit Paul Simon ein. Es blieb jedoch eine einmalige Angelegenheit. Im Jahr 2000 wurde die Band in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen.
Zal Yanovsky verstarb 2002. John Sebastian tritt aus persönlichen Gründen nicht mehr mit Lovin’ Spoonful auf. Boone, Butler und Yester touren mit wechselnden Begleitmusikern weiterhin unter dem alten Bandnamen, mit Butler als Sänger.
2012 wurde das Lied Do You Believe in Magic? in „Meet the Pyro“, einem Trailer für das Spiel Team Fortress 2 von Valve, verwendet.
Jerry Yester wurde 2017 aus der Gruppe ausgeschlossen, nachdem er wegen Kinderpornographievorwürfen verhaftet worden war.
Diskografie
Alben
Weitere Alben 1966: What’s Shakin’ 1968: Revelation: Revolution ’69 (feat. Joe Butler) 1968: 24 Karat Hits: A Double Dozen of All Time Best Sellers by The Lovin’ Spoonful 1997: Summer in the City 1999: Live at the Hotel Seville
Kompilationen 1968: The Best of The Lovin’ Spoonful (2 LPs) 1970: The Very Best of The Lovin’ Spoonful 1970: John Sebastian Song Book Vol. 1 1971: Once Upon a Time 1975: Golden Hour of the Lovin’ Spoonful 1975: A Spoon Full of Hits 1976: 22 Hits from the Incomparable (2 LPs) 1976: The Best… 1978: Golden Super Hits of The Lovin' Spoonful 1979: …So Nice 1979: The Great Years 1980: Greatest Hits 1981: The Lovin’ Spoonful 1981: Summer in the City – The Best of The Lovin’ Spoonful 1982: Distant Echoes 1982: The Pick of… Greatest Hits 1983: Best in the West 1984: The Best of The Lovin’ Spoonful Volume Two 1986: Jug Band Music 1988: The EP Collection 1988: The Collection 1989: Summer in the City – 19 Great Songs 1990: Anthology 1991: A Spoonful of Soundtracks (What's Up Tiger Lily ? / You ’re a Big Boy Now) 1994: Daydreamer 2005: Singles A’s & B’s (2 CDs)
EPs 1966: Jug Band Music 1966: Day Blues 1966: Summer in the City 1967: Lovin’ You 1975: Die großen Vier von The Lovin' Spoonful (2× 7inch-Single) 1988: Summer in the City
Singles
Weitere Singles 1965: Younger Girl 1966: Didn’t Want to Have to Do It 1966: Jug Band Music 1966: Goodtime Music 1966: Baldheaded Lena 1966: What’s Up, Tiger Lily? 1967: Something in the Night 1968: (Til I) Run with You 2011: Alley Oop
Auszeichnungen für Musikverkäufe Goldene Schallplatte
2026: für die Single Do You Believe in Magic
Literatur Irwin Stambler: The Encyclopedia of Pop, Rock and Soul. 3. überarb. Aufl., New York City, New York: St. Martin’s Press 1989, S. 422 f. ISBN 0-312-02573-4. US-Singles: Joel Whitburn's Top Pop Singles 1955–2006. Billboard Books, New York 2007, ISBN 0-89820-172-1. / US-Alben: The Billboard Albums von Joel Whitburn, 6th Edition, Record Research 2006, ISBN 0-89820-166-7.
Weblinks
lovinspoonful.com (Webarchiv 2020)
Singles Discography on 45cat.com Discography on rateyourmusic.com VÖs und Chartdaten auf chartsurfer.de
Quellen
Kategorie:Rockband Kategorie:US-amerikanische Band Kategorie:Mitglied der Rock and Roll Hall of Fame