mini|Michael Barrymore (2020) Michael Barrymore, eigentlich Michael Ciaran Parker (* 4. Mai 1952 in London) ist ein britischer Fernsehmoderator, Schauspieler und Komiker.

Leben Nach seiner Schulzeit arbeitete Barrymore in London in verschiedenen West End Theatershows. Dort lernte er 1974 die Tänzerin Cheryl St Claire kennen, die er 1976 heiratete.BBC News: Barrymore's troubled life, 1. April 2001 (Abgerufen am 10. März 2010) 1979 gewann Barrymore in der britischen Fernsehsendung New Faces. Mit diesem Sieg bei dieser Talentshow wurde er in den folgenden Jahren im britischen Fernsehen populär. Im Anschluss war Barrymore in den 1980er-Jahren in der britischen Fernsehsendung Blankety Blank vertreten sowie in der britischen Fernsehsendung The Generation Game von Larry Grayson zu sehen.Ben Summerskill: Aw wight now? in The Observer, 4. November 2001. (Abgerufen am 10. März 2010)

Barrymore zählte zeitweise zu den populärsten und bestbezahlten Fernsehmoderatoren Großbritanniens. 1991 erhielt er seine eigene Fernsehshow The Michael Barrymore Show, die bis zum Jahr 2000 auf ITV lief. Zudem trat Barrymore für ITV als Fernsehshowmaster verschiedener Unterhaltungsshows auf: unter anderem Strike It Lucky, die Talentshow My Kind of People und die Spieleshows My Kind of Music und Kids Say the Funniest Things.BBC News: Barrymore's ex to publish memoirs, 22. September 2002 (Abgerufen am 10. März 2010) Von 2000 bis 2001 hatte er die Hauptrolle in der Sitcom Bob Martin, in der er in selbstironischer Manier die Rolle eines Fernsehmoderators spielte.

1995, auf dem Höhepunkt seiner beruflichen Karriere als Fernsehmoderator, hatte Barrymore sein Coming-out. Die Ehe von Barrymore mit Cheryl St Claire wurde 1997 geschieden. Barrymores Lebensgefährte seit 1997 ist Shaun Davis.

Barrymores Fernsehkarriere endete weitgehend im Jahr 2001: nach einer in Barrymores Haus in Harlow veranstalteten Party wurde am 31. März 2001 frühmorgens der Gast Stuart Lubbock leblos im Pool aufgefunden. Gerichtsmediziner stellten bei Lubbock verschiedene Drogen wie Folgen eines sexuellen Übergriffes fest, die genaue Todesursache – ob Ertrinken, Herzstillstand durch Drogen- und Alkoholeinfluss oder gar Mord – war nicht festzustellen. Der Tod Lubbocks führte über die Jahrzehnte zu mehreren polizeilichen Ermittlungen und beschäftigte die britische Presse. Barrymore wurden dabei Fehlverhalten als Gastgeber vorgeworfen, zudem galt er zumindest zeitweise als Verdächtiger. 2007 wurde er kurzzeitig mit mehreren anderen Männern wegen Verdachts auf Mord und Vergewaltigung verhaftet, aber nach einem Tag freigelassen. 2021 wurde ein anderer Partygast verhaftet, aber schließlich nach mehreren Verhören ohne Anklage freigelassen.

Infolge des Skandals zeigten die größeren britischen Fernsehsender kein Interesse mehr, Barrymore dauerhaft zu beschäftigen. 2003 zog er mit seinem Lebensgefährten Davis nach Neuseeland.BBC News: Profile: Michael Barrymore, 10. September 2007 (Abgerufen am 10. März 2010) Seither absolviert Barrymore noch gelegentlich Fernsehauftritte, aber eher als Talkshowgast oder Showteilnehmer. So war er 2005 in der Fernsehsendung Celebrity Big Brother vom Fernsehsender Channel 4 als einer der Teilnehmer zu sehen.

Filmografie / Fernsehauftritte (Auswahl) 1976: Now Who Do You Do? 1977: Seaside Special 1978: Cabaret Showtime 1981: Starburst 1981: Russ Abbot's Saturday Madhouse 1983: The Michael Barrymore Show 1984: Get Set Go 1986: Strike It Lucky (der Serienname wechselte später zu Strike It Rich) 1988: Saturday Night Out 1990: Mick And Mac 1991: Barrymore 1993: Twilight 1995: My Kind Of People 1997: Richard Reeves' Mung Bean Salad Show 1998: My Kind Of Music 1998: Kids Say The Funniest Things 1999: Animals Do The Funniest Things 2000: Barrymore On Broadway 2000: My Favourite Hymns At Christmas 2001: Bob Martin 2002: GMTV 2003: The Salon 2003: The Late Late Show 2006: Celebrity Big Brother 2006: The Friday Night Project 2006: The Bigger Picture with Graham Norton 2006: This Morning 2006: The Wright Stuff 2006: The Sharon Osbourne Show 2006: Offside 2006: Strike It Lucky - Interactive DVD 2010: The Saturday Night Show

Preise und Auszeichnungen (Auswahl) 1994: British Comedy Awards, Bester ITV Unterhaltungskünstler 1995: British Comedy Awards, Bester ITV Unterhaltungskünstler 1998: British Comedy Awards, Top ITV Persönlichkeit

Weblinks

Offizielle Website von Michael Barrymore

Einzelnachweise

Kategorie:Fernsehmoderator (Vereinigtes Königreich) Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Komiker Kategorie:Pseudonym Kategorie:Brite Kategorie:Geboren 1952 Kategorie:Mann Kategorie:Theaterschaffender