Massum Faryar (* 1959 in Herat, Afghanistan) ist ein afghanischer deutschsprachiger Autor und Übersetzer.
Leben Massum Faryar legte in Afghanistan sein Abitur ab und kam 1982 nach Deutschland, wo er in München Germanistik studierte. Er lebt heute in Berlin, wo er als Übersetzer und Autor tätig ist. Im Jahr 2005 promovierte Faryar an der FU Berlin mit der Arbeit Fenster zur Zeitgeschichte: eine monographische Studie zu Ota Filip und seinem Werk.
Beim Internationalen Kurzgeschichtenwettbewerb der Stadt Mannheim und des Andiamo Verlags grenzen.überschreiten, Migration und Europa, erhielt er für seinen Beitrag Der Rucksack 2008 eine Sonderauszeichnung des Vereins KulturQuer-QuerKultur. Als „beklemmend aktuell, erzählerisch versiert und für einen breiten Leserkreis spannend und zugleich informativ“https://www.rheinpfalz.de/lokal/ludwigshafen_artikel,-religion-war-in-der-moschee-und-fertig-_arid,470851.html würdigte die Jury seine Erzählung.
Sein Roman Buskaschi – oder Der Teppich meiner Mutter erschien 2015 bei Kiepenheuer & Witsch (und als Audio-Book bei Random House Audio). Dem Werk wurde bereits vor der Publikation in der Frühjahrsausgabe des englischsprachigen Magazins New Books in German eine ganze Seite gewidmet.
Für seine literarische Arbeit erhielt der Autor mehrere Stipendien, z. B. das Alfred-Döblin-Stipendium, ein Stipendium des Hamburger Instituts für Sozialforschung, das Stipendium Dresdner Stadtschreiber. Im Jahr 2017 war der Autor Stipendiat der Deutschen Akademie Rom Villa Massimo.Stipendiaten, Deutsche Akademie Rom Villa Massimo 2021 war er Stadtschreiber von Halle (Saale).Stadtschreiberstipendium der Stadt Halle (Saale) 2023 von Rheinsberg (Ostprignitz-Ruppin)Märkische Allgemeine Zeitung: Anschreiben gegen die Taliban. Der afghanische Schriftsteller Massum Faryar in Rheinsberg, 11. August 2023, abgerufen am 30. Juli 2025
Massum Faryar zu seinem literarischen Werdegang:
Veröffentlichungen Baqe Afsanah (Der Garten der Märchen), ins Persische übersetzte ausgewählte Märchen der Brüder Grimm in zwei Bänden; im Auftrag des Goethe-Instituts, Kabul 2004 (Saba) Fenster zur Zeitgeschichte: eine monographische Studie zu Ota Filip und seinem Werk, 2005 Der Rucksack, in: grenzen.überschreiten - ein europa-lesebuch, Mannheim 2008 Die Burg, Erzählung, in: MAGNUM, Dresden 2010 Taskera, Erzählung, in: MAGNUM, Dresden 2010
Weblinks, Belege
Märkische Allgemeine Zeitung: Anschreiben gegen die Taliban. Der afghanische Schriftsteller Massum Faryar in Rheinsberg, 11. August 2023 Massum Faryar bei Kiepenheuer & Witsch Massum Faryar bei Penguin-Random House Audio Buskaschi oder Der Teppich meiner Mutter bei New Books in German - Englisch Massum Faryar bei Perlentaucher Massum Faryar bei Andiamo Bücher und Moor – Erster Fernsehauftritt Massum Faryars am 11. Juni 2015; RBB
Glanz und Elend zum Roman Buskaschi, 30. Juni 2015 Ausführliches Interview Der Kultur Blog DLF (Deutschlandfunk) Zwischentöne. Musik und Fragen zur Person vom 20. März 2016: Der Schriftsteller Massum Faryar im Gespräch mit Michael Langer
Einzelnachweise
Kategorie:Autor Kategorie:Lyrik Kategorie:Literatur (Persisch) Kategorie:Literatur (Afghanistan) Kategorie:Übersetzer aus dem Deutschen Kategorie:Übersetzer ins Persische Faryar, Massum Faryar, Massum Kategorie:Erzählung Kategorie:Literatur (Deutsch) Kategorie:Afghane Kategorie:Geboren 1959 Kategorie:Mann