mini|Jack Jersey (1974) mini|Roel Kruize, Bhaskar Menon und Jack Jersey (1974) Jack Jersey, bürgerlicher Name: Jack Willem de Nijs, (* 18. Juli 1941 in Cimahi, Niederländisch-Indien; † 26. Mai 1997 in Roosendaal, Niederlande) war ein niederländischer Sänger, Texter, Komponist und Produzent.
Wirken Als Kind spielte de Nijs bereits in einer kleinen Musikgruppe auf seinem Ukulelebanjo. Im Jahr 1951 zogen seine Eltern von Niederländisch-Indien in die Niederlande. Während de Nijs zur Schule ging (Hogere burgerschool), gründete er „The Dixie Stampers“, eine Dixieland-Band. Nachdem er eine Hotelschule besucht hatte, gründete er eine neue Gruppe unter dem Namen „The Four Sweeters“. Diese hatte jedoch keinen großen Erfolg. Auch die nachfolgenden Jahre mit anderen Bands brachten keine großen Erfolge: „Jack & Woody“ (inspiriert durch die Everly Brothers) und „Jack Dens & the Swallows“. In anderer Besetzung 1963 „The Firestring“ und ein Jahr später „The Flames“. 1965 trat er mit der Gruppe „The Rhythm Brothers“ in Deutschland auf und bis 1967 spielte er bei „The Loosers“.
Seinen ersten Top-40-Hit hatte de Nijs als Songschreiber 1969 mit Oh Antoinette, gesungen von Leo den Hop. Mit den Liedern Gina Lollobrigida und De Fles hatte er wiederum Erfolge. Nach 1971 beschloss er, nur noch in englischer Sprache zu singen und verwendete zeitweise den Künstlernamen „Ruby Nash“.
Mit der früheren Begleitband von Elvis Presley, The Jordanaires, nahm er in Nashville eine Live-LP auf. Er schrieb und komponierte Lieder, unter anderem für die niederländischen Sänger Nick MacKenzie und Andre Moss.
Im deutschen Fernsehen ist er unter anderem mit dem Titel 6,3,7,8,4 in der Sendung Musikladen zu sehen gewesen. Einen seiner größten Erfolge hatte er als Produzent mit der Teenie-Band The Shorts (Comment ca va).
Im Oktober 1988 erkrankte er an Kehlkopfkrebs, an dem er letztendlich am 26. Mai 1997 – im Alter von nur 55 Jahren – verstarb.
Auszeichnungen mini|Fünfmal ausgezeichnet mit His Master’s Voice mini|Graffiti-Wandmalerei in Roosendaal (2018) Jack de Nijs erhielt zahlreiche Auszeichnungen: Insgesamt 16-mal Platin, darunter zweimal für Ray Millers Coverversionen seiner Songs in Deutschland, dreimal für seine Arbeit an dem Album Ella von André Moss und zweimal in den Niederlanden und Frankreich als Produzent der Single Comment ça va der Band The Shorts. Dazu kamen etwa 30 goldene Schallplatten und mehrmals besondere Auszeichnungen, wie fünfmal der „Goldene Hund“, auch His Master’s Voice (Die Stimme seines Meisters) genannt, von EMI/BovemaHollands Glorie, Goud uit het zuiden, Veronicablad, 27. Mai 1972Omroep Brabant, Eerste Jack Jersey festival in Roosendaal, 24. Mai 2009 und die Ehrenbürgerschaft der katalanischen Stadt Llançà in Spanien.La República del Cap de Creus, Recordant o descobrint Jack Jersey, 18. März 2002
Trivia Jack Willem de Nijs erhielt seinen Künstlernamen „Jack Jersey“ 1961 von seinem Vater. Dieser hielt das Pseudonym für einen Internationalen Sänger und Textschreiber geeignet.
Diskografie
Alben
Weitere Alben 1975: A Christmas Show 1977: Forever 1980: Sri Lanka… My Shangri-La 1982: Dreamer 1991: Jack Jersey 2001: Live in Indonesia
Kompilationen
Weitere Kompilationen 1975: Topparade 2 (mit Nick MacKenzie und André Moss) 1983: Het beste van Jack Jersey 1995: Good for Gold 1997: Thanks for All the Years (2 CDs)
Singles
Weitere Singles 1972: Christina (als Jack de Nijs) 1976: Lonely Xmas 1976: Du bist ’ne Lady und ich bleib’ ein Vagabund (deutsche Version von Blue Brown-Eyed Lady) 1977: Forever 1977: On This Night a Thousand Stars 1977: Asian Dreams 1978: Viva Mexico 1979: Yesterday Guy 1979: Ramblin’ Man 1981: Lonely Street 1982: Send a Little Bit of Love (mit Lisa MacKeag) 1982: Papa Was a Poor Man (Live in Indonesia) 1983: Voodoo Hits Me 1984: 63784 1985: All I Do Is Dream 1986: Love Letters 1988: Lady 1989: Hurry Home 1990: Here Comes Summer
Galerie
Quellen
Weblinks
Homepage von Jack Jersey
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