Peter Schmiedel (* 24. September 1929 in Dresden; † 3. Mai 1997 in Admont, Steiermark) war ein deutscher Maler.

mini|hochkant|Ohne Titel, undatiert, 130 × 107 cm, Leinwand; Werk 235

Leben Schmiedel besuchte in Dresden die Waldorf-Schule bis zu deren Verbot.Detlef Hardorp: ; in: Inge Hansen-Schaberg, Bruno Schonig (Hrsg.): Waldorf-Pädagogik; Basiswissen Pädagogik. Reformpädagogische Schulkonzepte, 6; Baltmannsweiler: Schneider (Hohengehren), 2002; ISBN 3-89676-504-3; S. 132–141. Er musste die Bombardierung der Stadt als Jugendlicher am Neustädter Bahnhof miterleben, was ihn für sein Leben prägte. 1949 machte er das Abitur und trat kurz danach aus politischen Gründen aus der FDJ aus, so dass er in der DDR nicht mehr studieren durfte. Deshalb ging er 1950 zur Hochschule für Bildende Künste Berlin, wo er bei Alexander Camaro und Hans Uhlmann Malerei studierte und 1955 bei Uhlmann Meisterschüler wurde.

1971 erhielt er an der Hochschule für Bildende Künste Berlin, die 1975 mit anderen Instituten zur Hochschule der Künste Berlin fusionierte, eine Professur am Fachbereich Visuelle Kommunikation, wo er Malerei und Graphik unterrichtete. Er lebte zurückgezogen als freischaffender Künstler in Berlin, nach seiner Pensionierung in der Obersteiermark, wo er auch 1997 starb.

Werk Peter Schmiedel setzte sich als Maler des Informel hauptsächlich mit den drei Grundfarben blau, gelb und rot auseinander, die er – von Goethes Farbenlehre herkommend – in fast allen seinen Arbeiten, vor allem in Aquarellen, Gemälden und Holzschnitten verwendete. Die eher etwas gedeckten Farben der fünfziger Jahre wurden durch leuchtendere ersetzt, schwarz trat danach in seinen farbigen Arbeiten nicht mehr auf.

Später traten auch figürliche Elemente wie Landschaften, Wolken oder Figuren auf. Letztere realisierte er als Meisterschüler eines Bildhauers auch in Holz. In seinen zahlreichen schwarz-weißen Arbeiten versuchte er, weiter „die bildraumschaffenden Energien der aus der Farbe gewonnenen Form“Eberhard Roters; in: Peter Schmiedel: Arbeiten von 1953–1980; Berliner Künstler der Gegenwart, 39; Berlin: Neuer Berliner Kunstverein, 1980. wie in seinen farbigen Arbeiten umzusetzen.

Ausstellungen Werke in öffentlichen Sammlungen Artothek Berlin – Graphik, Holzschnitte (zum Ausleihen) Bildungshaus Salzburg St. Virgil – Zehn großformatige Aquarelle im Speisesaal Berlinische Galerie, Berlin Brooklyn Museum of Arts, New York Haus Kley, Dortmund Jugendfreizeitheim Berlin-Charlottenburg, Halemweg (Wandplastik aus Holz, vermutlich zerstört) Märkisches Museum, Witten/Ruhr Staatliche Kunstsammlungen Kassel

Einzelausstellungen 1979 Siemens Fernschreiberwerk, Berlin 1980 Neuer Berliner Kunstverein, Berlin 1987 Kunsthistorisches Museum des Benediktinerstiftes Admont, Steiermark 2014 Galerie Irene Lehr, Berlin 2017 Galerie Kopriva, Krems

Gruppenausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen 1964 1. Internationale der Zeichnung, Darmstadt 1966 Junge Berliner Künstler, Basel 1972 Die Moderne in Deutschland, Kunstverein Kassel 1979 Two Berliners (mit Harold Fridley), Denton, Texas 1989 Eberhard Roters zu Ehren, Berlin 1990 Ausgebürgert, Dresden

Bücher Peter Schmiedel: Farben. Schriften aus der Galerie Seide; Galerie Seide, Hannover 1960 Peter Schmiedel: Arbeiten von 1953–1980; Berliner Künstler der Gegenwart, 39; Neuer Berliner Kunstverein, Berlin 1980 Peter Schmiedel: Aquarelle. Arbeiten aus vier Jahrzehnten; Berlin 1994

Literatur Will Grohmann: Kunst in unserer Zeit; Köln 1966

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Einzelnachweise

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