Wippendorf (fränkisch: „Wigndorf“E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach, S. 205.) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Weihenzell im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Wippendorf liegt in der Gemarkung Gebersdorf.

Geografie Unmittelbar südlich des Dorfs entspringt der Gründleinsbach, ein rechter Zufluss der Rippach. Im Nordwesten grenzt das Waldgebiet Winterschlag an, im Süden liegt das Fuchsholz. Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Gebersdorf (1,1 km östlich), nach Wengenstadt (2 km südwestlich) und nach Weihenzell zur Kreisstraße AN 10 (2,2 km nördlich).

Geschichte Der Ort wurde 1168 unter diesem Namen erstmals urkundlich erwähnt. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist der Personenname Wippo. Eine Person dieses Namens ist als Gründer der Siedlung anzunehmen. Merkwürdigerweise wurde der Name im 15. Jahrhundert und auch noch 1807 in einem amtlichen Bericht des für den Ort zuständigen Pfarrers „Wickendorf“ gesprochen und geschrieben.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Wippendorf 6 Anwesen (4 Höfe, 2 Güter). Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Stiftsamt Ansbach. Alle Anwesen hatten das Stiftsamt Ansbach als Grundherrn. Neben den Anwesen gab es noch kommunale Gebäude (Hirtenhaus, Brechhaus).M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 931. Es gab zu dieser Zeit sieben Untertansfamilien.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 6, Sp. 215. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 991.

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Wippendorf dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Katterbach und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Katterbach zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde Wippendorf nach Weihenzell umgemeindet. Am 8. April 1830 wurde Wippendorf in die neu gebildete Gemeinde Grüb umgemeindet.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 947 f. Diese wurde am 1. Januar 1974 im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Weihenzell eingemeindet.

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 1999 2011 2017 2025Einwohner 46 55 56 59 49 50 44 57 58 56 46 74 74 80 79HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 8 9 8 8 7 7 8 11 Quelle Günther Roesner: Weihenzell, S. 152.

Religion Wippendorf ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Jakob (Weihenzell) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession waren zunächst nach St. Ludwig (Ansbach) gepfarrt, seit 1970 ist die Pfarrei Christ König (Ansbach) zuständig.

Vereine Freiwillige Feuerwehr Wippendorf Dorfverein

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ort im Landkreis Ansbach Kategorie:Ortsteil von Weihenzell Kategorie:Ersterwähnung 1164