mini|Aquädukt über die Straße von Tabanan nach Gilimanuk mini|Beispiel für Kanalbauten im Stil der grünen Revolution Subak (balinesisch, „Bewässerungsgemeinschaft“ oder „Bewässerungsgenossenschaft“) ist auf der indonesischen Insel Bali eine Organisation im ländlichen Raum, die den rechtlichen und praktischen Rahmen zum Nassreisanbau bietet. Zu einem Subak gehören der Verband der Landbesitzer, eine Anzahl von vielerorts terrassierten Reisfeldern (sawah) und das hierfür notwendige Bewässerungssystem."The soebak (Schreibweise 1941), likewise, was an extension of the democratic method, for membership in it was compulsory, and though a headman was elected by the majority, he was compelled to serve even though he might prefer not to." Phillip H. Hiss: Bali. Duell, Sloan & Pearce, N.Y., 1941Helmut Uhlig: Leben mit Göttern: Feste auf Bali. Nürnberg 1995, S. 104

Fünf balinesische Subak-Landschaften wurden 2012 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.UNESCO World Heritage Centre: Cultural Landscape of Bali Province: the Subak System as a Manifestation of the Tri Hita Karana Philosophy

Geschichte Endgültig eingeführt wurden die Subaks 1022 durch königliches Edikt.Bedrich Forman, Rudolf Mrázek, Werner Forman: Bali - The Split Gate To Heaven. Orbis, London 1983, S. 35, ISBN 0-85613-513-5 Ursprünglich beschreibt der Begriff Subak nur das Bewässerungssystem der Reisterrassen, die über einen Kanal (bal.) telabah gde oder Damm (bal.) empelan bewässert werden.Clifford Geertz: Organisation of the Balinese Subak. In: Walter Coward: Irrigation and Agricultural Development in Asia: Perspectives from the Social Sciences. Cornell University Press, September 1980, S. 79ff, ISBN 0-8014-1132-7 Subak heißt wörtlich verbundenes Wasser.Bedrich Forman, Rudolf Mrázek, Werner Forman: Bali - The Split Gate To Heaven. Orbis, London 1983, S. 124, ISBN 0-85613-513-5

Die ersten Subak wurden wahrscheinlich an Quellen angelegt, denn die Flüsse in Bali sind wegen ihrer schlechten Erreichbarkeit in tief eingeschnittenen Tälern für Bewässerung nur mit erheblichen Kunstbauten nutzbar. Diese Quellen wurden wegen ihrer Bedeutung früh mit Tempeln versehen. Subak hatten also ab ovo einen religiösen Aspekt.

Später wurden nach ersten erfolgreichen Tunnelbauten in diesem Zusammenhang auch Flüsse mittels Bewässerungstunneln erschlossen. Weiterhin wurden zur Weiterverwendung von Überschüssen immer mehr Kanäle und auch Aquädukte angelegt. Wenn ein sawah (Nassreisfeld) voll ist, braucht es wenig Wasser, und wenn es zur Ausreifung des Reises trockengelegt wird, gar keines. Im Zuge der grünen Revolution der späten 1960er und frühen 1970er Jahre kamen die Subaks verschiedentlich in Krisensituationen.J. Stephen Lansing: Priests and Programmers: Technology of Power in the Engineered Landscape of Bali. Princeton University Press, besonders Kapitel eins und sechs

Organisation Die Landbesitzer der zugehörigen Reisfelder werden als Mitglieder des Subak bezeichnet. Der klian (Vorsitzende) wird durch die Vollversammlung der Mitglieder nach Bedarf gewählt.

Siedlungstechnisch ist der Subak keine Siedlungseinheit, sondern eine agrarwirtschaftliche Gemeinschaft. Die Grenzen eines Subak ergeben sich ganz physisch aus dem Zulauf an einer Quelle oder einem großen Kanal und aller daran hängenden bewässerten Flächen. Die Siedlungsgemeinschaft wird als (bal.) banjar bezeichnet. Diese Dorf- beziehungsweise Siedlungsgemeinschaft kann in mehreren Subak liegen, und umgekehrt kann ein Subak aus Grundstücken verschiedener Banjar bestehen.

In der „Reiskammer Balis“, im Dorf Sanggulan, Kreis Tabanan, existiert ein sehenswertes Museum.http://www.indo.com/featured_article/subak.html

Subak und die diesen übergeordneten Wassertempel sind ein eminentes Beispiel menschlicher Selbstorganisation. Mit den übergeordneten Ebenen der Wassertempel ergibt sich für das Bewässerungssystem einer Wasserscheide eine fraktale Organisation. Diese bewirkt durch Steuerung der Anbaupläne eine auf die begrenzenden Faktoren Wasserknappheit und Schädlingsbefall hin optimierte Bewirtschaftung.J. Stephen Lansing: Priests and Programmers: Technology of Power in the Engineered Landscape of Bali. Princeton University Press, besonders Kapitel eins und sechs

Literatur J. Stephen Lansing: Priests and Programmers: Technology of Power in the Engineered Landscape of Bali Princeton University Press. Balinese Water Temples Withstand Tests of Time and Technology. National Science Foundation J. Stephen Lansing: Simulation Modeling of Balinese Irrigation (extract). In: J. Mabry (Hrsg.): Canals and Communities: Small-scale Irrigation Systems. University of Arizona Press, Tucson 1996, S. 139–156 Jonathan Sepe: The Impact of the Green Revolution and Capitalized Farming on the Balinese Water Temple System. 2000 Aubrey W. Birkelbach, Jr.: The Subak Association. In: Indonesia 16, Oktober 1973, S. 153–169

Einzelnachweise

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