mini|Muckenstruntz & Bamschabl Muckenstruntz & Bamschabl war ein österreichisches Komikerduo, das von 1976 bis 2011 auftrat und sich zu „unpolitischen Musikkomikern“ erklärte. Das Duo bestand aus Peter Traxler („Muckenstruntz“, 1946–2011) und Wolfgang Katzer („Bamschabl“, * 1950).
Lebensläufe Peter Traxler Peter Traxler („Muckenstruntz“) wurde am 22. Juli 1946 in Güssing"Muckenstruntz" Peter Traxler gestorben, burgenland.orf.at, 26. Februar 2011 (aufgerufen am 21. Juli 2019) im Burgenland geboren, wuchs in Eisenstadt auf und legte dort 1964 die Matura ab. Anschließend begann er ein Studium an der Technischen Universität Wien, spielte aber gleichzeitig bei der Musikgruppe The Dreamers und ab 1971 mit Lazy Sunday. 1968 wechselte er zur Hochschule für Musik und Darstellende Kunst und begann ein Studium in Komposition, Musiktheorie und Tontechnik. In der Folge wurde er auch Studiotechniker bei Gerhard Bronner. Traxler war 36 Jahre verheiratet. Er wurde am 25. Februar 2011 in einem Hotel in Graz tot aufgefunden.Komiker „Muckenstruntz“ überraschend verstorben In: Kleine Zeitung vom 26. Februar 2011, aufgerufen am 12. Juni 2018 Aus der drei Tage später angesetzten 35-Jahr-Feier des Duos im Marchfelderhof wurde ein Gedenken an ihn.In Memoriam Peter Traxler in Seitenblicke ORF2, 1. März 2011. Er wurde auf dem Stadtfriedhof in Eisenstadt (Grabnummer 1488) beigesetzt.
Wolfgang Katzer mini|Katzer, 2012 Wolfgang Katzer („Bamschabl“) wurde am 31. Mai 1950 in Mödling geboren. Nach der Matura am Gymnasium Stubenbastei machte er eine Ausbildung zum Pianisten in klassischer Musik sowie Jazzklavier bei Fritz Pauer. An der Universität Wien studierte er Musikwissenschaft sowie Musiktheorie an der Musikhochschule. Wolfgang Katzer ist auch Autor der Romane Till Till, Coke und Amok, Yellowstone und Ayasha tanzt.
Wolfgang Katzer ist in zweiter Ehe mit der Pianistin Katharina Brizic verheiratet. Aus seiner ersten Ehe sind drei Kinder hervorgegangen.
Geschichte Erstmals begegneten sich Traxler und Katzer um 1973 in der für jugendliches Publikum gemachten Fernsehsendung Spotlight des ORF. In einem für Ping Pong geführten Interview im Juni 1978 erklärten die beiden Künstler ihre gemeinsame Entstehungsgeschichte im Dialog so: Katzer „Bamschabl“: – Traxler „Muckenstruntz“: Nach Bamschabl war der Wortlaut: Seitdem arbeiteten sie zusammen, was im Zeitpunkt des Interviews gewesen waren, demnach um die Jahreswende 1975/76 beginnend.
Über die Herkunft ihres Duo-Namens gibt es zwei Versionen: Namensgebend weil markant sei die unterschiedliche Körpergröße von „Muckenstruntz“ mit 1,56 m gegenüber „Bamschabl“ mit 1,98 m gewesen. In dem oben angeführten Interview von 1978 gefragt, wie es zu Muckenstruntz & Bamschabl gekommen sei, erläuterte Traxler dies so: Interview in: Ping Pong. Das aktuelle Schülermagazin. Wien Juni 1978, S. 16/17.
Als Muckenstruntz & Bamschabel bekamen sie dann 1976 ihre eigene ORF-Show. Muckenstruntz verkörperte stets die Rolle des „kleinen Blöden“, Bamschabl die des „großen G’scheiten“. Bamschabl beschrieb 1978 seine Rolle so: – Muckenstruntz:
Programme und Auftritte Anfänglich entwickelten die beiden ihre Auftritte alleine (Bamschabl im O-Ton: ). 1978 bekamen sie Unterstützung vom , wobei die Ideen weiterhin von ihnen kamen. Die Programme seien von Anfang bis Ende als komplette Shows niedergeschrieben gewesen, die Zugaben wurden improvisiert. Vom Stil her beschrieb Muckenstruntz ihre Auftritte als Und Bamschabl ergänzte: .
Das erste Programm von Muckenstruntz & Bamschabl hieß Couriositätentheater. Dieses war ein 'Theaterstück mit zerfallendem Klavier und Frühstück im Sarg'. Danach folgten die Entertainershow und die Schabldämmerung. Direktor Stefan Mras brachte das Duo 1981 ins Theater Forum im 9. Wiener Gemeindebezirk.
Auftritte fanden im gesamten deutschen Sprachraum statt, vorwiegend jedoch in Wien und im Umland, beispielsweise im Metropol oder im Gloria-Theater. In der Television traten die beiden in etlichen Shows auf. Sie wirkten außerdem in Filmen mit, wie etwa Neues vom Räuber Hotzenplotz oder 1977 Drei Schwedinnen in Oberbayern (Tirol) und 1978 in „Hurra, die Schwedinnen sind da“. In der Operette Die Landstreicher 1978 im Wiener Raimund-Theater spielten sie zwei Offiziere.
In den Bundesländern gaben Muckenstruntz & Bamschabl regelmäßig Gastspiele, beispielsweise im Kleinen Theater Schallmoos in Salzburg und im Grazer Theatercafé. Außerdem traten sie im Stadttheater Berndorf, bei den Stockerauer Sommerspielen und bei den Seefestspielen Mörbisch auf. Neben ihren Live-Auftritten wurden auch CDs, DVDs und Bücher verlegt. Die letzten Programme, 2010, waren Dinner for one and a half und Alte Hasen GesmbH.
mini|Grabstätte von Peter Traxler
Veröffentlichungen Texte Was ist ein Wudel? schlag nach bei Muckenstruntz & Bamschabl. Verlag Niederösterreichisches Pressehaus, St. Pölten-Wien 1990 Im Reich der Unsinne, Filmszenen, die nie geschrieben wurden. Verlag Niederösterreichisches Pressehaus, St. Pölten-Wien 1994, ISBN 3-85326-007-1
Tonträger LP: Frauenfallgrubengraber Ges.m.b.H. – 1986, Cactus Records, Wien LP: Der Schaukelstuhl CD: Eineinhalb CD: Die dümmsten Lieder aus 20 Jahren
Video VHS: 1 1/2 DVD: Eine kleine Lachmusik, Hoanzl, Edition Premiere – Best of Kabarett, Nr. H-352
Filmografie (Auswahl) 1977: Drei Schwedinnen in Oberbayern 1978: Hurra, die Schwedinnen sind da 1979: Neues vom Räuber Hotzenplotz
Auszeichnungen 2005 – Römer, österreichischer Kleinkunstpreis 2008 – Ybbser Spaßvogel
Literatur Melitta Müller (Hrsg.) et al.: Muckenstruntzu & Bamschabl. Interview (nicht namentlich gekennzeichnet) in: Ping Pong. Das aktuelle Schülermagazin. Nr. 4, Juni 78, Druckerei R. Heinrich, Wien 1978, S. 16/17.
Weblinks Offizielle Internetseite von Wolfgang Katzer
Einzelnachweise
Kategorie:Künstlergruppe (Kleinkunst) Kategorie:Kabarett (Österreich)