John Eaves (* 8. April 1953) ist ein ehemaliger kanadischer Freestyle-Skier und Schauspieler.
Leben In seiner aktiven Zeit als Skiläufer, welche von 1974 bis 1982 reichte, galt John Eaves als einer der besten Skiläufer der Welt, was sich auch in seinen sportlichen Erfolgen zeigte. Neben zahlreichen weiteren Titeln konnte Eaves zwischen 1977 und 1980 allein sechs Weltmeistertitel für sich erkämpfen. Das Freestyle-Skiing machte ihn aber auch über die Sportwelt hinaus einer breiten Öffentlichkeit bekannt, indem er, nach bereits zwei vorigen Stunteinsätzen in James-Bond-Filmen, 1981 in dem James Bond Film In tödlicher Mission erneut als Stuntdouble von Roger Moore in Cortina d’Ampezzo die Bobbahn auf Skiern herunterlief, während die halsbrecherische Abfahrt von Kameramann, Regisseur und Designer Willy Bogner gefilmt wurde. Die legendäre Filmszene brachte Eaves auch noch spätere Zusammenarbeiten mit Bogner ein. Die Dreharbeiten in Cortina waren von einem traurigen Ereignis überschattet, da ein weiterer Stuntman bei den Dreharbeiten im Eiskanal zu Tode kam.
Im Jahr 1985 sollte eine Filmrolle folgen, in welcher John Eaves auch als Schauspieler agierte. Gemeinsam mit Suzy Chaffee spielte John Eaves die Hauptrolle in Bogners mit Bambi und Bayerischer Filmpreis ausgezeichneten Film Feuer und Eis, worin er wiederum mit fantastischen Skistunts glänzt. Die kommentierende Synchronstimme von John Eaves innerhalb des Filmes übernahm in der englischen Fassung der Sänger John Denver, in der deutschen Fassung der Schweizer Kabarettist Emil Steinberger. Es folgten weitere Filme, in welchen es voranging um spektakuläre Ski- und Snowboardstunts geht, darunter u. a. 1995 der Film Jackie Chans Erstschlag, in welchem Eaves mit einem Snowboard eine Klippe herunterspringt und daraufhin in der Luft Halt an den Kufen eines Helikopters findet. In dem Film Top Speed wechselte John Eaves schließlich hinter die Kamera, um als Kameramann für die Szenen in der Bobbahn zu fungieren. Eaves ist noch immer leidenschaftlicher Skifahrer und veröffentlicht von Zeit zu Zeit Videos über seine Tätigkeit als Skiläufer. John Eaves lebt im kanadischen Calgary.
2021 wurde Eaves in die U.S. Ski and Snowboard Hall of Fame aufgenommen.
Erfolge Weltcupwertungen Saison Gesamt Aerials Moguls Ballett Kombination Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte 1980 5. 202 1. 96 21. 33 18. 40 7. 33 1981 8. 252 9. 110 16. 65 26. 40 9. 37 1982 52. 58 33. 19 32. 26 – – 21. 13
Weltcupsiege Eaves errang im Weltcup 12 Podestplätze, davon 4 Siege:
Datum Ort Land Disziplin 11. Januar 1980 Poconos USA Aerials 1. Februar 1981 Laax Schweiz Aerials 22. März 1981 Calgary Kanada Kombination 22. März 1981 Calgary Kanada Aerials
Weitere Erfolge 1977: Combined Freestyle Overall 1978: Aerials 1978: Combined Freestyle Overall 1979: Aerials 1979: Combined Freestyle Overall
Filmografie (Auswahl) 1969: James Bond 007 – Im Geheimdienst Ihrer Majestät – Regie: Peter R. Hunt 1977: Der Spion, der mich liebte – Regie: Lewis Gilbert 1981: James Bond 007 – In tödlicher Mission – Regie: John Glenn 1982: The Soldier – Regie: James Glickenhaus 1985: Feuer und Eis – Regie: Willy Bogner 1988: Skiers Dream – Regie: John Eaves 1990: Feuer, Eis & Dynamit – Regie: Willy Bogner 1994: White Magic – Regie: Willy Bogner 1994: Squanto: A Warrior’s Tale / The Last Great Warrior – Regie: Xavier Koller 1996: Jackie Chans Erstschlag – Regie: Stanley Tong 1997: Mr. Magoo – Regie: Stanley Tong 1998: Leslie Nielsen ist sehr verdächtig – Regie: Pat Proft 2000: The Tracker – Regie: Jeff Schechter 2001: Ski to the Max – Regie: Willy Bogner 2002: Der Anschlag – Regie: Phil Alden Robinson 2003: Top Speed – Regie: Greg MacGillivray
Weblinks
Fotografien und Biografie in der Canadian Ski Hall Of Fame Eaves bei Vimeo
Einzelnachweise
Kategorie:Freestyle-Skier (Kanada) Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Kanadier Kategorie:Geboren 1953 Kategorie:Mann