Die Kawasaki C-2 ist ein militärisches Transportflugzeug des japanischen Herstellers Kawasaki.

Geschichte Die Entwicklung der Maschine begann 2001 im Auftrag der japanischen Streitkräfte. Der als XC-2 bezeichnete Prototyp der Kawasaki C-2 startete am 26. Januar 2010 von der Gifu Airbase mit Kapitän Satoshi Hasebe und Kopilot Susumu Ishida zu seinem 71-minütigen Erstflug. Dieser war eigentlich schon für September 2006 geplant, aber Probleme mit der Festigkeit des Rumpfes, der Laderampe, des Hauptfahrwerks sowie des Höhenleitwerks verzögerten das Projekt erheblich. Die ursprünglich als C-X bezeichnete Maschine sollte planmäßig ab 2013 die Kawasaki C-1 und Lockheed C-130 Hercules ablösen.Kawasaki XC-2 absolviert Erstflug. In: Fliegerrevue, März 2010, , S. 8. Die C-2 wird in der Lage sein, von relativ kurzen und unvorbereiteten Pisten zu starten. Bei voller Nutzlast benötigt sie allerdings eine Startbahnlänge von mindestens 2300 m. Der Hersteller plant, von der C-2 ein ziviles Frachtflugzeug abzuleiten.

Am 26. Januar 2010 fand der Erstflug statt und am 30. März 2010 wurde eine erste Testmaschine an das japanische Verteidigungsministerium ausgeliefert.

Die Einführung der C-2 bei der JASDF verzögert sich, da während der Erprobung im Januar 2014 Probleme mit einer Frachttür auftraten, die Modifikationen notwendig machten. Die für 2014 vorgesehene Zuführung der ersten Einsatzmaschine, der bis Ende des Fiskaljahres 2018 weitere neun Einheiten folgen sollten, verzögerte sich daraufhin um zwei Jahre.JASDF C-2 delayed. In: AIR International August 2014, Breaking News, S. 5 (englisch). Am 30. Juni 2016 wurde schließlich die erste Maschine an das Verteidigungsministerium ausgeliefert. In: khi.co.jp, abgerufen am 20. Dezember 2016 (japanisch). Am 6. Februar 2018 war der Umbau des zweiten Prototyps „18-1202“ zur „RC-2“ als ELINT-Plattform auf der Gifu Air Base abgeschlossen worden. In: flyteam, 6 February 2018 (japanisch). Kurz darauf erfolgte der Erstflug der ELINT Version.

Konstruktion Die C-2 ist ein zweistrahliger Schulterdecker mit T-Leitwerk und großer Heckklappe. Trotz klarer äußerer Unterschiede teilt die C-2 zahlreiche technische Komponenten mit dem Seeaufklärer Kawasaki P-1. Dies umfasst die Grundkonstruktion der Tragflächen, die Cockpits und viele elektrische Teilsysteme.

Varianten mini|RC-2 zur elektronischen Fernmeldeaufklärung (EloFm) mini|EC-2 Stand-Off Jammer (SOJ) zur elektronischen Kampfführung (EloKa)

C-2, Basisversion für den Lufttransport EC-2, EW-Ausführung für Elektronische Kampfführung (EloKa) RC-2, ELINT-Ausführung für Elektronische Fernmeldeaufklärung (EloFm)

Technische Daten mini|Der erste Prototyp der C-2 hinten und die erste Serienmaschine vorne im Formationsflug mini|C-2 in Naha Air Show 2018

Kenngröße Daten Besatzung 2 Länge 43,90 m Spannweite 40,40 m Höhe 14,20 m Flügelfläche ? m² Nutzlast normal 30.000 kg, max. 36.000 kg Leermasse 60.000 kg Startmasse 141.400 kg Reisegeschwindigkeit 890 km/h Höchstgeschwindigkeit 980 km/h Dienstgipfelhöhe 12.200 m Reichweite 5.700 km bei 30 t Zuladung, 4.500 km bei 36 t Zuladung, 9.800 km max. Triebwerke zwei General Electric CF6-80C2

Siehe auch Liste militärischer Transportflugzeuge

Literatur Claudio Müller: Flugzeuge der Welt. Motorbuch Verlag, Stuttgart 2010, ISBN 978-3-613-03174-6.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Transportflugzeug C-2 Kategorie:Zweistrahliges Flugzeug Kategorie:Erstflug 2010 Kategorie:Militärluftfahrzeug (Japan) Kategorie:Flugzeug mit T-Leitwerk