mini|hochkant=1.5|Übersichtskarte von Berlin-Wilmersdorf
Die Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Wilmersdorf stellt die im Berliner Ortsteil Wilmersdorf liegenden Straßen und Plätze mit ihren historischen Bezügen dar. Gleichzeitig ist diese Zusammenstellung ein Teil der Listen aller Berliner Straßen und Plätze.
__TOC__
Überblick Der ursprüngliche Kern von Alt-Wilmersdorf befindet sich an der Wilhelmsaue. Ein Teil der Wilmersdorfer Bebauung geht auf die „Carstenn-Figur“ zurück, die der Unternehmer und Stadtentwickler Johann Anton Wilhelm von Carstenn 1870 als regelmäßige städtebauliche Figur mit einer Allee im Zentrum plante: Die Eckpunkte dieser Figur bilden der Fasanenplatz, Nürnberger Platz, Prager Platz und Nikolsburger Platz. Die nördliche Begrenzung formt die in einem leichten Bogen verlaufende Schaperstraße, die südliche Grenze wird von der Trautenaustraße gebildet. Die Prager Straße, die heutige Grainauer Straße sind die östlichen und Fasanenstraße und Nikolsburger Straße die westlichen Begrenzungen des Flächengebildes. Verwaltungstechnische Änderungen der Jahre 1900 bis 1910 wirkten sich auf die Benennungen der Straßen im Ortsteil aus. Die Straßen und Plätze schließen sich zu einem Ring, von dem sternförmig mehrere Straßen auf einen zentralen Flächenabschnitt der Bundesallee zulaufen, auf dem sich heute der U-Bahnhof Spichernstraße befindet, der die beiden U-Bahn-Linien U3 und U9 verbindet. Es sind dies der Hohenzollerndamm, die Meierottostraße, die Nachodstraße und die Spichernstraße.
mini|220x220px|Straßensituation in Wilmersdorf 1882 Quer durch Wilmersdorf führen die Bundesautobahn 100 (A 100) und die ehemalige Bundesautobahn 104 (A 104) mit dem Autobahnkreuz Wilmersdorf. Die A 104 wurde zu einem Ast der A 100 herabgestuft und hat deshalb keine eigene Nummer mehr, die sie als eigenständige Bundesautobahn ausweist. Zwischen den Anschlussstellen Mecklenburgische Straße und Breitenbachplatz führt die Autobahn durch ein Haus, das in der West-Berliner Zeit zwischen 1976 und 1981 mit dem extremen Baulandmangel um die Autobahn herum gebaut wurde. Im Volksmund wird diese Autobahnüberbauung Schlangenbader Straße kurz „Schlange“ genannt. Die Tunnelstrecke ist rund 600 Meter lang. Am Hohenzollerndamm mündet das Anschlussstück der A 104 in den innerstädtischen Verkehr.
Wilmersdorf hat Einwohner (Stand: ) und umfasst die Postleitzahlenbereiche 10707, 10709, 10711, 10713, 10715, 10717, 10719, 10777, 10779, 10789, 14195, 14197 und 14199. Im Ortsteil liegen 165 gewidmete Straßen und 22 benannte Plätze, wovon 30 Straßen teilweise auch zu Nachbarortsteilen gehören. Die summierte Länge der in dieser Liste genannten Straßen im Ortsteil ist 79,5 Kilometer.
Übersicht der Straßen und Plätze
Name/Lage Länge/Maße(in Metern)Namensherkunft Datum der Benennung AnmerkungenArbeitskreis Geschichte Wilmersdorf BildAachener Straße ()310Aachen, Stadt in Nordrhein-Westfalen Die Straße zwischen der Mecklenburgischen und Brabanter Straße wurde um 1900 angelegt und trug bis 1906 die Bezeichnungen Straße 12 und Straße 25. Am 1. Mai 1971 wurde wegen des Baus der Stadtautobahn der westliche Abschnitt der Detmolder Straße zwischen der Aachener und der Brabanter Straße in die Aachener Straße einbezogen.Wilmersdorfer Blätter, Jahrgang IX (1906), Nr. 4, S. 133.140px|Aachener StraßeAhrweilerstraße ()420Ahrweiler, Stadtteil von Bad Neuenahr-Ahrweiler Die Straße zwischen Deidesheimer und Rauenthaler Straße liegt im Rheingauviertel, in dem die Straßen nach Orten des Rheingaus benannt wurden. Die Häuser Ahrweilerstraße 7–27 gehören zur Künstlerkolonie140px|Ahrweiler StraßeAlbrecht-Achilles-Straße ()510Albrecht Achilles (1414–1486), als Albrecht I. Markgraf von Ansbach und Kulmbach Die Straße verlief von 1896 bis 1911 zwischen Kurfürstendamm und Westfälischer Straße. Am 18. Juni 1911 wurde sie durch die Brieger Straße verlängert und verlief von da an zwischen Hohenzollern- und Kurfürstendamm. Nach dem Bau des Straßenbahnhofs (seit den späten 1960er Jahren BVG-Busbahnhof) zwischen 1928 und 1930 entfiel der südliche Teil, sodass sie jetzt zwischen Westfälischer Straße und Kurfürstendamm liegt.Geschichte der Albrecht-Achilles-Straße bei Kaupert / Luise-Berlin; abgerufen am 29. März 2010.140px|Albrecht-Achilles-Straße von der Paulsborner StraßeAm Volkspark ()400 + 610 angrenzender Volkspark Wilmersdorf Die Straße mit den Grundstücken 4 und 80 (gerade) und 15–23 sowie 31–85 (ungerade) liegt zwischen Blissestraße und Bundesallee, wobei der Volkspark meist die Nordseite der Straße bildet. Sie führt noch als Parkweg zur Prinzregentenstraße und zum Hans-Rosenthal-Platz, durch den Volkspark ist sie in zwei Teile getrennt. Die ursprüngliche Straße in dieser Trasse wurde 1885 als Straße 23a des Bebauungsplans eingerichtet und 1890 in Erfurter Straße benannt. Um 1912 wurde sie in Am Seepark einbezogen, zu der auch die vor 1902 angelegte Strelitzsche Straße kam. Im Berliner Adressbuch von 1912 sind für Deutsch-Wilmersdorf sowohl die Erfurter Straße (Querstraße: Prinzregentenstraße) als auch die Strelitzsche Straße (Querstraße: Ringbahnstraße) als unbebaut geführt. 1913 wird die Strelitzsche Straße mit mehreren Baustellen geführt, die Erfurter Straße, abgehend von der Prinzregentenstraße, ist noch unbebaut. Seit 1912 erfolgten in diesem Gebiet häufig Umbenennungen, da lange Zeit im und um das Parkgelände (anfangs: Seepark, dann: Hindenburgpark,Friedrich-Ebert-Schule – Gymnasium: Erst 1917 erhielt die Schule den Namen „Oberrealschule an Seepark“, der bereits ein Jahr später abgeändert wurde in „Oberrealschule am Hindenburgpark“ heute: Volkspark) mehrere Veränderungen ausgeführt wurden, die den Verlauf der Straße beeinflussten. 1914 sind laut Adressbuch die Grundstücke 2–12, 37–78 und 86–112 Baustellen, teilweise gehören Grundstücke zur Querstraße. Bebaut sind die Grundstücke 34–36 und 80–85, deren Häuser mit bis zu 30 Mietern belegt sind. Am 6. Dezember 1917 wurde Am Seepark in Hindenburgstraße benannt, im Adressbuch von 1918 ist diese Namensänderung aufgenommen. Im Jahr 1955 erfolgte die Umbenennung der Hindenburgstraße in Am Volkspark und am 1. September 1967 wurden Abschnitte in Apeldoorner Straße, Blissestraße, Mannheimer Straße, Straße am Schoelerpark und Wallenbergstraße umbenannt oder in bereits bestehende Straßen einbezogen. Die Apeldoorner Straße wurde am 23. Oktober 1970 teilweise wieder zurückbenannt und der restliche Teil entwidmet.140px|Am Volkspark 140px|SchrammblockAschaffenburger Straße ()360(im Ortsteil)Aschaffenburg, Stadt in Bayern Der Teil zwischen Prager Platz/Motz- und Bamberger Straße liegt im Ortsteil und setzt sich nach Südosten in Schöneberg fort. Die Straße wurde in Schöneberg bereits 1896 benannt. Der zu Wilmersdorf gehörende nordwestliche Abschnitt, seit 1888 als Sadowastraße, wurde am 20. August 1906 einbezogen. Dieser Abschnitt wurde vor 1875 als Preußische Straße angelegt, um 1876 in Victoriastraße umbenannt und erhielt 1888 den Namen Sadowastraße.140x140px|zentriert|Aschaffenburger Straße Aßmannshauser Straße ()560Assmannshausen, Stadtteil von Rüdesheim am Rhein Die Straße liegt zwischen Heidelberger Platz und Homburger Straße. Der Straßenzug wurde im Oktober 1905 als Heidelberger Straße geplant, jedoch wurde der Abschnitt südlich vom Rüdesheimer Platz 1908 in Schwarzwaldstraße und der nördliche Teil 1912 in Aßmannshauser Straße umbenannt. Die unter der Straße verlaufende U-Bahn-Strecke wurde 1913 eröffnet. Die oberirdische Bebauung erfolgte erst anschließend, beginnend beidseitig im südlichen Bereich der Straße, dann auf der gesamten Ostseite. Der größte Teil der Westseite blieb vor dem Zweiten Weltkrieg unbebaut.Aßmannshauser Straße im Berliner Adressbuch 1914, 1916 und 1938 Hier wurden 1923 Kleingärten des Vereins ,Johannisthal‘ angelegt, auf www.qiez.de die meisten gibt es noch heute, deshalb wurden die Hausnummern von 7 bis 10 nie vergeben. Auf dem Grundstück Nr. 4–6 wurde 1955/1956 die Zahnklinik der Freien Universität Berlin gebaut, heute als Zahnklinik Süd Teil der Charité.140px|Aßmannshauser StraßeAugsburger Straße ()180(im Ortsteil)Augsburg, Stadt in Bayern Die Straße liegt zwischen Passauer- und Nürnberger Straße. Mit den Grundstücken 1–13 (ungerade) an der Südseite im Ortsteil bildet sie die Grenze zu Schöneberg, wobei das Straßenland zu Schöneberg gehört. Die gesamte Straße setzt sich nach Westen in Charlottenburg fort. Der Straßenzug bestand anfangs aus den Verkehrsweges Straße 29, Straße 29a und Straße 30, Abt. IV des Berliner Bebauungsplans. Durch den Bau der Lietzenburger Straße wurde dieser durchschnitten. Am 29. Oktober 1957 wurde der durch die Südtangente abgetrennte östliche Teil der Augsburger Straße zwischen Eisenacher und Passauer Straße in Fuggerstraße umbenannt, da in diesem Gebiet viele Straßen süddeutsche Bezeichnungen trugen. An der Kreuzung zur Nürnberger Straße liegt der U-Bahnhof Augsburger Straße mit einem südöstlichen Ausgang in Wilmersdorf.140px|Augsburger StraßeBabelsberger Straße ()680Schloss Babelsberg, für Wilhelm I. errichtetes Schloss Die Straße zwischen Berliner Straße und dem Volkspark wurde 1892 aus der um 1875 angelegten Hannöverschen Straße und der um 1885 eingerichteten Elberfelder Straße gebildet. In der Umgebung dieser Straße sind weitere Verkehrswege nach Orten benannt, die im Leben Wilhelms I. eine Rolle spielten.140px|Babelsberger StraßeBadensche Straße ()700(im Ortsteil)Großherzogtum Baden, Bundesstaat des Deutschen KaiserreichsGeschichte der Badenschen Straße bei Kaupert / Luise-Berlin; abgerufen am 23. Februar 2010. Die Straße liegt zwischen Kufsteiner und Berliner Straße im Ortsteil und setzt sich nach Schöneberg zum John-F.-Kennedy-Platz fort. Dieser überlieferte Weg zwischen Wilmersdorf und Schöneberg wurde zunächst Mühlenweg, mitunter auch Wilmersdorfer Weg genannt, bis er 1888 in Wilmersdorf umbenannt wurde. Die Benennung in Schöneberg folgte 1912. Zwischen 1856 und 1875 ist auch der Name Schöneberger Weg nachgewiesen und danach bis zur heutigen Benennung im Jahr 1888 Schleswiger Straße.140px|Badensche StraßeBallenstedter Straße ()200Ballenstedt, Kleinstadt am Rand des Ostharzes Die Straße liegt zwischen Brandenburgischer und Eisenzahnstraße. Der vorherige Name war Straße 9.Wilmersdorfer Blätter, XIII. Jahrgang (1910/1911), Nr. 4, S. 133. Sie wurde am 14. Juni 1910 in Briloner Straße und 1911 in den heutigen Straßennamen umbenannt.140px|Ballenstedter StraßeBamberger Straße ()1020(im Ortsteil)Bamberg, Stadt in Franken Die ruhige, zentrumsnahe Wohnstraße mit Altbauten, Neu- und Nachkriegsbauten besitzt durch die umgebende Verkehrsführung wenig Durchgangsverkehr, sie liegt zwischen Geisberg- und Berliner Straße mit dem Straßenland und den westlichen Grundstücken im Ortsteil, die Ostseite der Straße liegt im Ortsteil Schöneberg. Die Straße 51, damals noch vollständig in Schöneberg, lag zwischen der Geisberg- und der heutigen Wexstraße. Mit der Umbenennung wurde der südliche Abschnitt zunächst als Verlängerte Bamberger Straße bezeichnet. 1906 wurde dieser südliche Abschnitt der Bamberger Straße als Kufsteiner Straße herausgelöst.140px|Bamberger StraßeBarbarossastraße ()80(im Ortsteil)Friedrich Barbarossa, Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Der westliche Abschnitt zwischen Aschaffenburger und Bamberger Straße liegt im Ortsteil, der größere Teil liegt in Schöneberg. Vor 1876 lag hier die Buschstraße in Richtung Hopfenbruch. Ab 1890 erhielt deren nordöstlicher Abschnitt zwischen Bamberger und Aschaffenburger Straße die Bezeichnung Straße 50 und schließlich 1892 Barbarossastraße. Deren südlicher Abschnitt zwischen Aschaffenburger und Berliner Straße wurde Teil der Straße 48 und 1906 zur Jenaer Straße benannt.140px|BarbarossastraßeBarstraße