Die Deutsche Gesellschaft für Wehrmedizin und Wehrpharmazie (DGWMP) ist eine deutsche wehrmedizinische und wehrpharmazeutische Fachgesellschaft und Vereinigung deutscher Sanitätsoffiziere mit Sitz in Bonn. Ziel des Vereins ist die Förderung der wehrmedizinischen Forschung und Praxis, ausdrücklich einschließlich der Zahn- und Tiermedizin und der Wehrpharmazie.

Geschichte Die Gesellschaft versteht sich als Nachfolgerin der 1864 gegründeten Berliner militärärztlichen Gesellschaft,Andreas H. Mahnken: Die „Berliner militärärztliche Gesellschaft“. In: Würzburger medizinhistorische Mitteilungen. Band 17, 1998, S. 439–448. die sich 1927Ralf Vollmuth: 150 Jahre Deutsche Militärärztliche Gesellschaften und ihre Bedeutung für die Wehrmedizinische Wissenschaft. In: Wehrmedizinische Monatsschrift, Ausgabe 10–11/2014, S. 346–349. Online auf Military-Medicine.com, abgerufen am 26. Januar 2026. in Deutsche Militärärztliche Gesellschaft umbenannte und 1945 aufhörte zu bestehen.von Maltzan: Die (Deutsche) Gesellschaft für Wehrmedizin und Wehrpharmazie von 1969 bis zur deutschen Wiedervereinigung 1990. Diss., München 2023, S. 26.

Der heutige Verein wurde am 19. Juni 1954 als Vereinigung ehemaliger Sanitätsoffiziere mit dem Leitspruch der Pépinière als Wahlspruch „Scientiae – Humanitati – Patriae“ ( für ‚der Wissenschaft – der Menschlichkeit – der Heimat‘)www.bundesregierung.de. in Bonn wiedergegründet. 1961 erfolgte die Umbenennung in Vereinigung deutscher Sanitätsoffiziere. Seit dem 30. Juni 1973 trägt die Gesellschaft satzungsgemäß den Namen Deutsche Gesellschaft für Wehrmedizin und Wehrpharmazie e. V. und die Abkürzung DGWMP.

Die DGWMP ist seit 1976 Mitglied der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften.

Seit 2018 ist Christoph Veit der Ehrenpräsident der DGWMP. Zuvor war er von 2009 bis 2016 der Präsident. Als Präsident folgten ihm von 2017 bis 2019 Jürgen Blätzinger und Stephan Schoeps von 2020 bis 2025 nach. Seit 2026 ist Bernd Klaubert (Leitender Apotheker und Inspizient Wehrpharmazie der Bundeswehr) der Präsident.

Organisation Die DGWMP mit Sitz und Bundesgeschäftsstelle in Bonn hat rund 4000 Mitglieder (Stand Januar 2026),Homepage der DGWMP-Website, abgerufen am 26. Januar 2026. Zitat: „Die DGWMP hat zurzeit ca. 4.000 Mitglieder.“ die mehrheitlich aktive oder ehemalige Sanitätsoffiziere, Truppenoffiziere im Sanitätsdienst, Fachdienstoffiziere sowie Sanitätsunteroffiziere der Bundeswehr sind.

Gliederung Die Gesellschaft wird vom Präsidenten geführt, der Vorsitzender des bis zu siebzehnköpfigen Präsidiums ist. Die Mitglieder des Präsidiums werden von der Hauptversammlung auf drei Jahre gewählt. Der Präsidialbeirat berät das Präsidium und besteht aus Vertretern der Untergliederungen des Vereins: die Bereichsgruppen vertreten die Belange der Mitglieder in einer Region und richten eigene Veranstaltungen aus. Als weitere Untergliederung können örtliche Gruppen gegründet werden. die Überregionale Gruppe SanOA und junge SanOffz vertritt die Belange der Doppelmitglieder überregional im Rahmen der Kooperation mit dem Deutschen SanOA e. V. Sie ist strukturell einer Bereichsgruppe gleichgestellt. die allen Mitgliedern offenstehenden ArbeitskreiseArbeitskreise. In: dgwmp.de, abgerufen am 26. Januar 2026. dienen der Kooperation aller interessierten Mitglieder zum jeweiligen Thema, beispielsweise zur Einsatzmedizin, zur Geschichte und Ethik der Wehrmedizin, zur Zahnmedizin, zur Tiermedizin und zur Wehrpharmazie.

Veranstaltungen Die DGWMP richtet im Jahr verschiedene Fortbildungsveranstaltungen aus. Höhepunkt ist immer der im Herbst ausgerichtete Jahreskongress mit großen Leitthemen des Sanitätsdienstes. Mit Hinblick auf die Teilnehmer sieht sich die Gesellschaft seit Jahrzehnten als Förderer der fachlichen Fortbildung sowie von Wissenschaft und Forschung der Mitglieder und darüber hinaus aller an den Zielen der Gesellschaft Interessierten.

Die Gesellschaft vergibt für wehrmedizinische Forschungsleistungen seit 1968 regulär alle zwei Jahre den mit 7500 Euro (Stand 2024) dotierten Paul-Schürmann-Preis sowie den mit 2500 Euro dotierten Heinz-Gerngroß-Förderpreis.

Publikationen Die DGWMP unterstützt die Redaktion der Wehrmedizinische Monatsschrift mit sanitätsdienstlichen Informationen. Das monatlich erscheinende Magazin wird vom Kommando Gesundheitsversorgung der Bundeswehr herausgegeben und vom CPM Verlag publiziert. Zusammen mit dem CPM Verlag gibt der Verein die quartalsweise veröffentlichte Zeitschrift Wehrmedizin und Wehrpharmazie heraus.

Präsidenten Name von bis dato

Ehrenpräsidenten Name von bis dato

Literatur Andreas Horst Mahnken: Scientiae – Humanitati – Patriae. Neubeginn der Wehrmedizinischen Gesellschaft in der Bundesrepublik Deutschland. In: Würzburger medizinhistorische Mitteilungen. Band 22, 2003, S. 263–268. Karl-Wilhelm Wedel: Deutsche Gesellschaft für Wehrmedizin und Wehrpharmazie – 120 Jahre. In: Wehrmedizin und Wehrpharmazie. Ausgabe 9/1985, S. 115–125. Silvia Maria Felicitas von Maltzan Freifrau zu Wartenberg und Penzlin: Die (Deutsche) Gesellschaft für Wehrmedizin und Wehrpharmazie von 1969 bis zur deutschen Wiedervereinigung 1990. Medizinische Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München, Dissertation, München 2023 (PDF).

Weblinks Website der DGWMP Deutsche Gesellschaft für Wehrmedizin und Wehrpharmazie auf der Website der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften

Einzelnachweise

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