Hanns Eckelkamp (* 28. Februar 1927 in Münster; † 5. August 2021 in Berlin) war ein deutscher Filmkaufmann, Kinokettenbesitzer, Verleihrechtshändler, Co-Produzent und Filmproduzent.

Leben 1945 machte Eckelkamp sein Abitur auf dem Gymnasium Paulinum in Münster. 1946 eröffnete er das erste Kino in der Kneipe seiner Eltern, dem Gertrudenhof. 1948 bis 1955 übernahm er weitere Kinos in Duisburg und Münster, darunter den Europapalast in Duisburg.

Ab 1963, erstmals mit Die endlose Nacht, beteiligte er sich an der Produktion von Filmen. Bald darauf, im Jahre 1965, gründete er unter der Atlas-Gruppe die Firma Atlas International. Nach der Insolvenz 1966 wurde die Firma in Eckelkamp Filmverleih, Atlas Schmalfilm, Atlas Filmkunst und Atlas International aufgespalten. Mit der Firma Atlas Maritim 1976 baute er die Versorgung mit Filmen für deutsche Handelsschiffe auf. Mit der Atlas Air GmbH versorgte er ab 1980 die Lufthansa mit Filmen. 1996 übergab er die Firma an Kinowelt.

Ab 2000 war er Mitglied der Deutschen Filmakademie und ab 2006 Mitglied der Europäischen Filmakademie.

Eckelkamp war verheiratet und hat sechs Kinder. Er lebte in Berlin, wo er im August 2021 im Alter von 94 Jahren starb., deutschlandfunkkultur.de, veröffentlicht und abgerufen am 11. August 2021. Er lebte bis 2014 mit Marielouise Jurreit zusammen, anschließend waren sie befreundet.Nachruf Hanns Eckelkamp, lebenswege.faz.net, veröffentlicht und abgerufen am 14. August 2021.

Filmographie 1963: Die endlose Nacht (Co-Produzent), Regie: Will Tremper 1964: Polizeirevier Davidswache (Produzent), Regie: Jürgen Roland 1965: Diamantenbillard (Un milliard dans un billard) (Produzent), Regie: Nicolas Gessner 1966: Jimmy Orpheus (Produzent), Regie: Roland Klick 1967: Die Blonde von Peking (Produzent), Regie: Nicolas Gessner 1970: Das Loch zur Welt (Produzent), Regie: Rainer Ott 1976: Satansbraten (Co-Produzent), Regie: Rainer Werner Fassbinder 1979: Die Ehe der Maria Braun (Co-Produzent), Regie: Rainer Werner Fassbinder 1979: Arabische Nächte (Co-Produzent), Regie: Klaus Lemke 1980: Theo gegen den Rest der Welt (Co-Produzent), Regie: Peter F. Bringmann 1981: Wie die Weltmeister (Co-Produzent), Regie: Klaus Lemke 1981: Lola (Co-Produzent), Regie: Rainer Werner Fassbinder 1982: Liebeskonzil (Co-Produzent), Regie: Werner Schroeter 1983: Schwarzfahrer Regie: (Co-Produzent), Regie: Manfred Stelzer 1983: Die unglaubliche und traurige Geschichte von der unschuldigen Eréndira und ihrer herzlosen Großmutter (Co-Produzent), Regie: Ruy Guerra 1984: Ein Mann wie E.V.A. (Co-Produzent), Regie: Radu Gabrea 1985: Der Bulle und das Mädchen (Produzent), Regie: Peter Keglevic 1987: Magic Sticks (Produzent), Regie: Peter Keglevic 1988: Der Sommer des Falken (Produzent), Regie: Arend Agthe 1989: RobbyKallePaul (Co-Produzent), Regie: Dani Levy

Auszeichnungen 1965: Filmband in Silber für Polizeirevier Davidswache (Produktion) 1995: Helmut-Käutner-Preis

Weblinks

Biographie Mit Kino in der Kneipe fing er an, WDR 5 WDR Wissen: Der Atlas Filmverleih

Einzelnachweise

Kategorie:Filmproduzent Kategorie:Kaufmann Kategorie:Unternehmer (Deutschland) Kategorie:Unternehmer (20. Jahrhundert) Kategorie:Träger des Deutschen Filmpreises Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande Kategorie:Mitglied der Deutschen Filmakademie Kategorie:Person (Film, Berlin) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1927 Kategorie:Gestorben 2021 Kategorie:Mann