Die Liste abgegangener Lübecker Bauwerke enthält Bauten Lübecks, vorrangig der Lübecker Altstadt, die nicht mehr existieren. Bei den ältesten Ansichten handelt es sich um Holz- und Kupferstiche. Im 19. Jahrhundert hielt Carl Julius Milde viele Lübecker Bauwerke mit dem Zeichenstift fest. Die erste systematische fotografische Stadtbildaufnahme Lübecks begann um 1843 durch den Fotopionier Joseph Wilhelm Pero. Sein Werk setzte im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts der bis 1903 aktiv tätige Johannes Nöhring fort.
Die Bauwerke sind nach Straßennamen und Hausnummern geordnet, wobei – außer in Ausnahmefällen – die heutige Straßeneinteilung und das 1884 eingeführte heute verwendete Hausnummernsystem zugrunde gelegt werden. Das vorherige, seit 1796 verwendete Schema der Hausnummern ist mit dem heutigen nicht kompatibel und auch nicht übertragbar, da es auf einer völlig anderen Zählweise basierte.
Bauwerke auf dem Gebiet des Stadtteils Lübeck-Kücknitz sind in der Liste abgegangener Bauwerke in Lübeck-Kücknitz aufgeführt. Bauwerke auf dem Gebiet des Stadtteils Moisling sind in der Liste abgegangener Bauwerke in Lübeck-Moisling aufgeführt. Bauwerke auf dem Gebiet des Stadtteils Lübeck-Schlutup sind in der Liste abgegangener Bauwerke in Lübeck-Schlutup aufgeführt. Bauwerke auf dem Gebiet des Stadtteils St. Gertrud sind in der Liste abgegangener Bauwerke in Lübeck-St. Gertrud aufgeführt. Bauwerke auf dem Gebiet des Stadtteils St. Jürgen sind in der Liste abgegangener Bauwerke in Lübeck-St. Jürgen aufgeführt. Bauwerke auf dem Gebiet des Stadtteils St. Lorenz Nord sind in der Liste abgegangener Bauwerke in Lübeck-St. Lorenz Nord aufgeführt. Bauwerke auf dem Gebiet des Stadtteils St. Lorenz Süd sind in der Liste abgegangener Bauwerke in Lübeck-St. Lorenz Süd aufgeführt. Bauwerke auf dem Gebiet des Stadtteils Travemünde sind in der Liste abgegangener Bauwerke in Lübeck-Travemünde aufgeführt.
Bauten ohne Straßenzuordnung Bezeichnung Standort Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen AbbildungBellevueNordende der Wallhalbinsel, auf der ehemaligen Bastion Bellevue bzw. Teufelsort18511885Die beliebte Gartenwirtschaft verschwand, als die Reste der Bastion für den Hafenausbau abgetragen wurden.zentriert|80pxLitfaßsäulen2012Im März 2012 wurden fast sämtliche Litfaßsäulen in der Stadt ersatzlos entfernt. Die an der Moltkebrücke wurde ersetzt. Die hintere wurde entfernt, die vordere war ihr Ersatz.Mittlerweile wurden aber fast alle entfernten Litfaßsäulen nach Abschluss eines neuen Vertrags durch Litfaßsäulen der nächsten Generation ersetzt, so dass die Stadt wieder reichhaltig mit diesen Werbeträgern ausgestattet ist und der Eintrag hinfällig wird.zentriert|80pxDammannsturmWallhalbinsel, Bastion Dammannsturm (auf dem Gelände des heutigen Parkplatzes gegenüber der Musik- und Kongreßhalle)18541893Das Erdreich, das beim Bau der Bahnanlagen ab 1850 angefallen war, hatte man auf der Bastion Dammannsturm aufgehäuft. Die so entstandene künstliche Anhöhe von 103,5 Fuß Höhe über dem mittleren Travepegel wurde in Lennés Gestaltung der Wallanlagen einbezogen und erhielt auf ihrem höchsten Punkt diesen 37 Fuß hohen Aussichtsturm aus Eisenbahnschwellen. Die offizielle Bezeichnung des Turmes hieß Schwellenturm, wurde aber in Dammansturm geändert. Der amtliche Name des Hügels lautete Eisenbahnhöhe, doch in Lübeck wurde er nur als Chimborasso bezeichnet. Dieser war zwar nicht so hoch wie sein echter Namensvetter, dennoch genoss man von ihm aus einen Überblick über die westliche Hälfte Lübecks. Der Aussicht wegen war es ein vielbesuchter Ort der Lübecker sowie Fremden. 1885 erfolgte eine teilweise Beseitigung des Chimborasso zugunsten des Hafenausbaus, aber der Rest mitsamt dem in Lübeck sehr beliebten Schwellenturm wurde erst 1893 mit der gesamten Bastion Dammannsturm abgetragen. In Ludwig Ewers’ Lübeck-Roman Die Großvaterstadt taucht der Dammannsturm mehrmals als Handlungsort auf. Mit dem Fall der Wälle, und somit des Turmes, suchte der Lübecker Verein zur Förderung des Fremdenverkehrs einen Ersatz für diesen. Erst Jahre später wurde dieser auf dem Turm der Petrikirche geschaffen.zentriert|80pxOlausburgUnklar; vermutlich am Hüxterdammvor 1329nach 1534Die Burganlage mit Graben, Zugbrücke und Turm lag 1560 in Ruinen und ist in der Folgezeit völlig abgetragen worden; bislang wurden keinerlei Überreste aufgefunden. Ihr genauer Standort ist nicht bekannt.zentriert|80px
Aegidienstraße Adresse und/oder Bezeichnung Adresse vor 1884 Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen AbbildungAegidienstraße 1Klingenberg 678 JohQ.1942Wegen der Veränderungen in Straßenverlauf, Parzellierung und Häusernummerierung nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs entspricht der Standort des Hauses nicht der heutigen Aegidienstraße 1.zentriert|80pxAegidienstraße 3, Deutsches Haus19031942Wegen der Veränderungen in Straßenverlauf, Parzellierung und Häusernummerierung nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs entspricht der Standort des Hauses nicht der heutigen Aegidienstraße 3.zentriert|80px
Alfstraße Adresse und/oder Bezeichnung Adresse vor 1884 Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen AbbildungAlfstraße 9 und 11Alfstraße 53 und 54 MQ.Nr. 11: Kernbau aus dem 13. Jahrhundert, klassizistische Fassade. Nr. 11: spätes 14. Jahrhundert1942Das Haus Nr. 11 ist auf dem Bild links, das Haus Nr. 9 ist das links angrenzende Gebäudezentriert|80pxAlfstraße 12Alfstraße 43 MQ.1942bis 1884 Haus der Adler-ApothekeAlfstraße 14 und 16Alfstraße 42 und 41 MQ.1942Nr. 14 befindet sich auf dem Foto rechts; Nr. 16 ist das Gebäude links daneben. Das Haus Nr. 14 mit dem Renaissance-Treppengiebel wurde Ende der 1930er Jahre vom Architekten Alfred Dinter modernisiert.zentriert|80pxAlfstraße 22, 24 und 26 (von rechts)Alfstraße 38, 37 und 36 MQ.22 und 26 um 1600, 24 um 17001942Handlungsfirma Ferd. Dahlberg & Co., Lager en gros von russischen Produkten wie Hanf, Flachs und Leinsamen, Kommission und Spedition. R. J. Michelsen, Nachfolger der 1891 verstorbenen Inhabers Ferdinand Dahlberg, war vereidigter Übersetzer und wurde kurze Zeit später Argentinischer Konsul. Argentinisches Konsulat (Alfstraße 26)zentriert|80pxAlfstraße 29Alfstraße 63 MQ.Gotik1942zentriert|80pxAlfstraße 35Alfstraße 67 MQ.16521942zentriert|80px
An der Mauer Adresse und/oder Bezeichnung Adresse vor 1884 Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen AbbildungAn der Mauer 17, Aalhofbunker19412010Der Hochbunker war in einer Form errichtet worden, die an die 1874 abgerissene Brauerwasserkunst am Hüxterdamm angelehnt war. Zur weiteren dementsprechenden Angleichung des Äußeren und besseren Einpassung in das Stadtbild war wie bei einigen anderen Lübecker Luftschutzbunkern eine Verklinkerung mit Backsteinen vorgesehen, die aber während des Zweiten Weltkriegs nicht mehr zur Ausführung kam und später nicht nachgeholt wurde.zentriert|80pxAn der Mauer 51a, Badeanstalt Krähenteich19001954Das Freibad am Krähenteich (der Teil der Wakenitz ist) bestand aus einem langen Holzsteg, der beide Ufer verband; an diesem Steg befanden sich die als Pfahlbauten ausgeführten hölzernen Gebäude über dem Wasser. 1954 wurden bei einer umfassenden Renovierung des Freibads die maroden alten Gebäude abgebrochen und durch zeitgemäße Neubauten am altstadtseitigen Ufer ersetzt; der die Ufer verbindende Steg blieb jedoch bis in die 1980er Jahre erhalten, als auch er wegen Baufälligkeit entfernt und nicht wieder neu errichtet wurde.zentriert|80pxAn der Mauer 57An der Mauer 767 JacQ.18221898Das Haus wurde anstelle der Neuen Zollbude errichtet, die an die Ostseite des inneren Mühlentors anschloss und die von der Stadt 1821 verkauft wurde. Der Standort entspricht wegen einer mittlerweile in diesem Bereich leicht verschobenen Grundstückszählung nicht dem heutigen Gebäude mit der Nummer 57, sondern eher dem Eckhaus Mühlenbrücke 1.zentriert|80pxAn der Mauer 344 JacQ., KüterhäuserErstbau spätestens 12621876Die seit dem Mittelalter bestehenden Schlachthäuser waren als ufernahe Pfahlbauten über der bis zum Bau des Elbe-Lübeck-Kanals noch erheblich breiteren Wakenitz errichtet. Ihr Standort ist durch Aufschüttungen heute nicht mehr erkennbar, entsprach aber etwa den heutigen Grundstücken Fleischhauerstraße 116/118.zentriert|80px
An der Obertrave Adresse und/oder Bezeichnung Adresse vor 1884 Erbaut Zerstört Besonderheiten und Anmerkungen AbbildungAn der Obertrave 16462 MarQ.1803–180419841803–04 prägender Umbau durch Joseph Christian Lillie für den späteren Lübecker Bürgermeister Wunderlich. Abbruch zugunsten des Konzertsaals der Musikhochschule. In diesem Haus wohnte während seiner Lübeckischen Zeit der Hauptmann und spätere General-Lieutenant Albert von Zingler.zentriert|80pxAn der Obertrave 20, Im ReinfeldAn der Trave 598 MarQ.17./18. Jahrhundert1940Das Wohnhaus mit der für Lübeck untypischen Holzgalerie befand sich auf einem Grundstück, das ursprünglich im Besitz des Klosters Reinfeld war. Nach dem Abbruch wurde im folgenden Jahr an gleicher Stelle ein Luftschutzbunker errichtet, dessen äußere Gestalt sich an die Formen des abgerissenen Gebäudes anlehnt.zentriert|80pxAn der Obertrave 58/Effengrube 13809 MarQ.Gotik1904Das Haus Nr. 13 (auf dem Bild rechts), das sich an der Ecke zur Effengrube befand, trug parallel auch die Hausnummer Effengrube 13. Die gotischen Giebelhäuser wurden abgebrochen, um dem Neubau eines mehrstöckigen Wohnhauses Platz zu machen, das sich heute noch dort befindet. Da die Südseite der Effengrube nach den Kriegszerstörungen neu parzelliert wurde, trägt das Gebäude heute die Nummer 7.zentriert|80px
An der Untertrave