mini|hochkant=1.5|Übersichtskarte von Berlin-Friedrichshain
Die Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Friedrichshain beschreibt das Straßensystem im Berliner Ortsteil Friedrichshain mit den entsprechenden historischen Bezügen. Gleichzeitig ist diese Zusammenstellung ein Teil der Listen aller Berliner Straßen und Plätze.
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Überblick Der Ortsteil wird – im Westen beginnend im Uhrzeigersinn – begrenzt durch: Lichtenberger Straße, Mollstraße, Otto-Braun-Straße, Am Friedrichshain, Virchowstraße, Margarete-Sommer-Straße, Danziger Straße, Landsberger Allee, Hausburgstraße, Thaerstraße, Eldenaer Straße, Ringbahn-Trasse, Kynaststraße, Rummelsburger See und die Spree.
Friedrichshain umfasst im Wesentlichen die Postleitzahlenbereiche 10243, 10245, 10247 und 10249 (der noch Bereiche in Prenzlauer Berg abdeckt). In den Grenzbereichen zu den Nachbarbezirken Mitte bzw. Lichtenberg gehören kleine Gebiete Friedrichshains zu den Postleitzahlbereichen 10178, 10179 und 10317. Bei der Herausbildung des Straßensystems gehörten die hier dargestellten Bereiche zu den Postbezirken O 17, O 34 und O 112, Boxhagen-Rummelsburg und Friedrichsberg.
Am zählte der Ortsteil Friedrichshain Einwohner, deren Wohnbauten in 179 gewidmeten Straßen stehen, hinzu kommen im Ortsteil 23 Stadtplätze. Von den Straßen setzen sich 11 in die Nachbarortsteile fort oder gehören teilweise in diese. Die Gesamtlänge aller Stadt- und Bundesstraßen in Friedrichshain beträgt 84,5 Kilometer. Im Ortsteil besitzen zwei Straßenzüge den Rang von Bundesstraßen, die B 96a im Zuge Stralauer Allee – Warschauer – Petersburger – Danziger Straße und die zusammengeführten B 1 und B 5 über den Straßenzug Strausberger Platz – Karl-Marx-Allee – Frankfurter Allee.
In der folgenden Tabelle sind nicht alle Bau- und Gartendenkmale detailliert aufgenommen, weil diese sich im Schwesterprojekt Liste der Kulturdenkmale in Berlin-Friedrichshain wiederfinden.
Nach einem Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg vom 23. Februar 2005 sollen Straßen und Plätze zunächst nur noch nach Frauen be- oder umbenannt werden, um die Anzahl der Männern und Frauen gewidmeten Straßen anzugleichen., SPD Friedrichshain-Kreuzberg Ausnahmen bei größerem öffentlichen Interesse sind jedoch möglich.
Übersicht der Straßen und Plätze
Name/Lage Länge/Maße(in Metern) Namensherkunft Datum der Benennung Anmerkungen BildAlt-Stralau ()960 Alter Dorfkern von Stralaualign="right" Die Straße führt von der Kreuzung Stralauer Allee/Markgrafendamm bis zur Tunnelstraße. Von 1887 bis 1900 trug sie den Namen Dorfstraße. Baudenkmale sind das historische Fabrikgebäude der Teppichfirma M. Protzen & Sohn (Nr. 3 und 4), das Zentralbüro und ein Werkstattgebäude der ehemaligen Stralauer Glashütte (Nr. 63, 66 und 67). In Höhe der Nummer 18 befindet sich eine Karl-Marx-Gedenkstätte. Das im unteren Foto abgebildete historische Gebäude diente zu DDR-Zeiten als Hauptverwaltung der Binnenreederei Berlin.140px|Historische Schule in der Straße Alt-Stralau 140px|Ehemalige Forschungsanstalt für Schifffahrt, Wasser- und Grundbau; Alt-StralauAm Comeniusplatz ()135 Johann Amos Comenius (1592–1670), mährischer Pädagogealign="right" Die Straße, zuerst Straße 4a, Abt. XIV im Bebauungsplan, bildet die nördliche Grenze des gleichnamigen Platzes und verbindet die Gubener mit der Marchlewskistraße. Das Haus Nummer 6 ist Bestandteil einer denkmalgeschützten Wohnanlage aus dem Jahr 1955.140pxAm Containerbahnhof ()130Containerbahnhof Frankfurter Alleealign="right" Der kurze Verkehrsweg ist die Zufahrtsstraße von der Möllendorffstraße zu den Bahnanlagen, auf deren Fläche sich zu DDR-Zeiten ein großer Container-Umschlagplatz befand. Diese Zufahrt wurde mit dem Containerbahnhof angelegt und ermöglicht heute die Zufahrt zum Parkhaus am Ring-Center III. Vor 1945 bestand in dieser Trasse die Straße 13 (die nicht offiziell gewidmet war). Von dieser etwas nach Südwest versetzt führte die Zufahrtsstraße zur Bahnfläche. Die namenlose Zufahrtsstraße findet sich noch 1961 auf der Karte, sie liegt im Bereich der Bezirksgrenze Lichtenberg zu Friedrichshain.Stadtplan Berlin 1961 Die Straße ragt in Lichtenberger Areal hinein,Auf der Karte 1954 ist der Bezirksverlauf so markiert, allerdings keine Straße eingezeichnet. Siehe: Der Straße Am Containerbahnhof sind keine eigenen Grundstücke zugeordnet.RBS-Angaben zur ausgewählten Adresse, Zugang zur Webseite über An der Nordseite gehören neun Meter ab Fahrbahnkante (Baumstreifen in der Breite zur Möllendorffstraße 117) und an der Südseite gehören der sechs Meter breite Gehweg und das Gebäude Möllendorffstraße 118 zu Friedrichshain. In letzterem befindet sich das Parkhaus des anschließenden Einkaufcenters Ringcenter III (Frankfurter Allee 115/117 in Lichtenberg), die Straße ist Zufahrt zum Parkhaus und den dahinter liegenden Lager- und Zulieferflächen.140pxAm Oberbaum ()200Oberbaum, Flusssperre der ehemaligen Berliner Zollmauer in der Spreealign="right" Am Oberbaum wird der Straßenbereich zwischen der Warschauer Straße und der Oberbaumbrücke bezeichnet. Im Berliner Adressbuch von 1841 wurden erstmals Straßen aus der Umgebung von Alt-Berlin aufgeführt, da gab es diese Straße (Oberbaum, am) bereits und sie war mit Wohnhäusern bebaut.140px|Am OberbaumAm Ostbahnhof ()510 Berlin Ostbahnhofalign="right" Die Straße verläuft von der Straße der Pariser Kommune (Osten) bis zur Andreasstraße, danach leicht nördlich versetzt noch etwa vierzig Meter weiter in Richtung Westen und endet dort als Sackgasse. – Die Straße wurde im westlichen Teil 1844 als Breslauer Straße von der Krautstraße Ecke Holzmarktstraße bis zur Koppenstraße angelegt auf www.luise-berlin.de und lief auf den damaligen Kopfbahnhof zu. 1887 wurde sie nach Umbau des Bahnhofs unter dem Namen Am Schlesischen Bahnhof in Richtung Osten bis zur Fruchtstraße (heute Straße der Pariser Kommune) verlängert.
Nachdem der Schlesische Bahnhof 1950 in Ostbahnhof umbenannt worden war, erhielt die Straße Am Schlesischen Bahnhof 1951 den angepassten Namen Am Ostbahnhof. 1964 wurde auch die Breslauer Straße so benannt. Durch den gesamten Straßenzug führte bis 1966 eine Straßenbahnstrecke. – Später wurde die Straße in Richtung Westen verkürzt. Ein Teil gehört inzwischen zum Grundstück einer Tankstelle. Über das ehemalige Grundstück Breslauer Str. 1, wo es im Lokal Naubur 1928 zu einer Massenschlägerei mit Toten und Schwerverletzten gekommen war, führt heute der Mittelstreifen der Holzmarktstraße.
Die von 1867 bis um 1950 Am Ostbahnhof genannte Straße befand sich an einer anderen Stelle und heißt seitdem Am Wriezener Bahnhof.140px|Am OstbahnhofAm Postbahnhof ()300 ehemaliger Postbahnhof align="right" Am Postbahnhof wurde 2006 angelegt, sie geht von der Straße der Pariser Kommune ab. 140px|Am PostbahnhofAm Rudolfplatz ()120 Rudolf von Stralow († um 1288), Besitzer des Dorfes Stralau align="right" Die Straße, zuerst Straße 47a, Abt. XIV des Bebauungsplans, bildet die südliche Begrenzung des gleichnamigen Platzes und verbindet die Dannecker- und die Modersohnstraße. Sie erhielt ihren Namen nach dem bereits 1896 benannten Rudolfplatz. Außer der Zwinglikirche ist noch das Umspannwerk Am Rudolfplatz 3 als Berliner Baudenkmal erwähnenswert. 140px|Am RudolfplatzAm Speicher ()180 Palmkernölspeicher, Industriedenkmal auf der Halbinsel Stralau align="right" Am Speicher ist eine von der Straße Palmkernzeile abgehende Stichstraße. 140px|Am SpeicherAm Wriezener Bahnhof ()130 Wriezener Bahnhof, ehemals hier gelegener Bahnhof align="right" Der nördliche Teil der Straße wurde vermutlich 1867 gleichzeitig mit dem Ostbahnhof erstmals angelegt und erhielt den Namen „Am Ostbahnhof“. Den Ostbahnhof gab es nur bis 1882, danach wurde der Personenverkehr zum Schlesischen Bahnhof verlagert, dennoch behielt die Straße ihren Namen mindestens bis 1946.: Am Ostbahnhof Als jedoch 1950 der Schlesische Bahnhof in „Ostbahnhof“ umbenannt wurde, wäre der Name sehr irreführend gewesen und die Straße wurde in Am Wriezener Bahnhof umbenannt. Die Straße ist im Stadtplan von 1961 noch eingetragen, wurde aber vermutlich nach der Enttrümmerung nicht mehr bebaut. Später wurde sie aufgehoben.
Im Jahre 2006 wurde die Straße erneut angelegt. Sie führt zunächst, wie die frühere gleichnamige Straße, von der Straße der Pariser Kommune südlich der Trasse der früheren Ostbahn. Dann knickt sie jedoch in Richtung Süden ab und verläuft über das auf dem ehemaligen Bahnhofsgelände bis zur gleichzeitig neu angelegten Straße An der Ostbahn, die nördlich der jetzigen Ostbahn liegt.140px|Am Wriezener BahnhofAn der Brauerei ()280 ein hier zwischen 1855 und 1990 produzierender Betrieb der ehemaligen Patzenhofer-Brauereialign="right" Die Straße verläuft von der Richard-Sorge-Straße in östliche Richtung und endet als Sackgasse, die jedoch eine fußläufige Verbindung zur Petersburger Straße besitzt. Es war vorher die verlängerte Heidenfeldstraße, die keinen offiziellen Namen trug.140pxAn der Michaelbrücke ()150 Michaelbrücke align="right" Die Straße führt von der Holzmarktstraße bis zur Brücke. Bereits 1875 wurde die Straße als öffentliche Straße genehmigt, erhielt aber erst drei Jahre später ihren Namen. Am 19. Februar 1879 wurde der Straßenabschnitt auf der Brücke hinzugefügt. 140px|An der MichaelbrückeAn der Ostbahn () 800 Preußische Ostbahn align="right" An der Ostbahn geht von der Straße der Pariser Kommune ab und verläuft parallel zur Stadtbahn auf dem Gelände des ehemaligen Wriezener Bahnhofs. Sie wurde 2006 angelegt. 140px|An der OstbahnAn der Schillingbrücke ()160Schillingbrückealign="right" Die Straße reicht von der Andreasstraße bis zur Brücke. Auf den Ost-Berliner Stadtplänen der 1970er und 1980er Jahre ist die Straße namenlos. Die Schillingbrücke war gar nicht eingezeichnet; sie lag unmittelbar an der Berliner Mauer.140px|An der SchillingbrückeAndreasstraße ()820 St. Andreaskirche align="right" Die Straße verläuft von der Holzmarktstraße nordwärts bis zur Karl-Marx-Allee. Der zuerst von einem Kammergerichtsrat gewünschte Name Wülknitzstraße wurde nicht genehmigt. Das Haus Nummer 46, zusammen mit den benachbarten Gebäuden vom Architektenkollektiv Egon Hartmann 1952 als einer der ersten Neubauten des damaligen Blocks Süd der Stalinallee entstanden, steht unter Denkmalschutz. In dieser Straße befand sich bis kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs das Kino Concordia-Palast. Er wurde zusammen mit den umstehenden Wohnhäusern zerstört und nicht wieder aufgebaut. 140px|AndreasstraßeAnita-Berber-Platz () Anita Berber (1899–1928), Tänzerin und Schauspielerin align="right" Der Platz liegt an der Mariane-von-Rantzau-Straße nahe der Uber Arena.Annemirl-Bauer-Platz ()140 (gebogen) × 120 × 80 Annemirl Bauer (1939–1989), Malerin align="right" Der bereits auf Stadtplänen in den 1940er Jahren zu sehende Platz: die kleine pyramidenstumpfförmige Fläche zwischen der Sonntagstraße, der Lenbachstraße und der Simplonstraße ist namenlos. liegt westlich des neuen Zugangs zum Bahnhof Ostkreuz. Er wurde anlässlich des Abschlusses der Sanierungen in diesem Gebiet im Jahr 2010 auf Antrag eines Familienangehörigen von Annemirl Bauer benannt. 140pxAuerstraße ()440 Carl Auer von Welsbach (1858–1929), österreichischer Chemiker und Erfinderalign="right" Bis 1951 hieß die Straße Richthofenstraße nach dem Berliner Polizeipräsidenten Bernhard von Richthofen. Die Auerstraße verbindet den Weidenweg mit der Richard-Sorge-Straße. In der Auerstraße 13–17 befindet sich eine 1953/1954 von Anton Gerber entworfene und denkmalgeschützte Kindertagesstätte. Des Weiteren gehören die 1954 fertiggestellten Häuser Nummer 8–30 zum Bauensemble Karl-Marx-Allee Nord und stehen ebenfalls unter Denkmalschutz. Im Bereich Auerstraße, Weidenweg und Löwestraße liegt das Auerdreieck, eine öffentliche Grünanlage (unteres Bild).140px 140px|Auerdreieck, links Häuser der LöwestraßeBahrfeldtstraße