mini|250px|Gebäude des aus dem Jahre 1902 mini|250px|Alter Leuchtturm von , 1961 in wieder aufgebaut
ist eine Stadt im der Region Hawke’s Bay auf der Nordinsel von Neuseeland. Die Stadt ist Sitz des .
Namensherkunft bedeutet entsprechend der Sprache der „langer Fluss“, womit der gemeint war, an dem die Stadt liegt und ihren Namen bezog.
Geographie Die Stadt befindet sich rund 68 km nordöstlich von in der nördlichen Hälfte der direkt im Mündungsgebiet des in den Pazifischen Ozean. Die Stadt, vom Fluss in zwei Hälften geteilt, ist von einer bis zu hohen hügeligen Landschaft umgeben.
Geschichte Siedlungsgeschichte war ursprünglich eine -Siedlung. Für die Vorfahren, die mit dem Kanu an der Flussmündung des ankamen, war der Fluss Grundlage zur Nahrungsbeschaffung und die Flussmündung schließlich ihr Siedlungsgebiet. Im Zuge der europäischen Besiedlung der Gegend wurde 1839 eine Handelsstation in errichtet. 1841 kam der erste Missionar und drei Jahre später wurde daraus eine feste Missionsstation. Die ersten europäischen Farmer, die sich des Landes bemächtigten, züchteten Schafe und bauten Flachs an.
1864 wurde knapp 12.000 ha, mit dem Teil auf dem sich die Stadt heute befindet, von der Regierung aufgekauft und ab 1866 an Siedler weiterverkauft. Doch zur gleichen Zeit bekam auch in der Gegend um die -Bewegung Einfluss und so wurde, um die extremistische Bewegung bekämpfen zu können, zu einem kolonialen Militärstützpunkt ausgebaut. Nach Kämpfen im oberen Bereich des und in der Gegend um wurde das Land der von der Regierung konfisziert, obwohl viele der von mit auf der Seite der Engländer gekämpft haben.
1865 wurde das an der Stelle gebaut, an der 1876 der erste Fährbetrieb aufgenommen wurde. Eine Überfahrt für einen shilling dauerte damals eine halbe Stunde. Das Hotel wurde später genannt und ist noch erhalten. Die unter britischer Kontrolle entstandene Siedlung wurde nach dem Aufkauf des Landes zunächst genannt, 1909 aber, als der Siedlung die Stadtrechte erteilt wurden, wieder in umbenannt.
Der Mangel an geeigneten Transportwegen beschränkte die Entwicklung der Region und der Stadt. Die schwierige Navigation von See aus in den Fluss hinein und der Mangel an geeigneten Straßen waren die Hauptursachen. In und um entwickelte sich die Landwirtschaft, Forstwirtschaft und die Milchproduktion. 1903 wurde eine Molkerei in Betrieb genommen, die täglich bis zu 600 Gallone Milch verarbeitete. 1916 kam eine Fabrik hinzu, die Lamm-, Schafs- und Rindfleisch für den Transport einfror und durchschnittlich 200 Beschäftigten das Einkommen sicherte.
Erdbeben von 1931 Von dem Erdbeben von 1931 war ebenfalls betroffen. Die Zerstörungen waren nicht vergleichbar mit denen in und , wo jeweils die gesamte Stadt in Schutt und Trümmer gelegt wurde. Doch das Erdbeben am 3. Februar, welches mit der Stärke 7,8 MS und über Wochen hinweg mit Hunderten von Nachbeben auftrat, forderte zwei Todesopfer in der Stadt und zerstörte die einzige und wichtigste Brücke über den , die die beiden Stadthälften verband. Es dauerte zwei Jahre die 1888 erbaute Brücke zu ersetzen, zumal 1932 ein weiteres Erdbeben das Ersatzbauwerk ebenfalls beschädigte. 1988 wurde auch die neu erbaute Brücke zerstört, dieses Mal von dem Zyklon Bora, der weite Teile der Nordinsel unter Wasser setzte und die Flüsse zu reißenden Strömen werden ließ, so auch den . Die heutige Brücke benötigte auch fast zwei Jahre Bauzeit und wurde im Februar 1990 von bei ihrem Neuseelandbesuch offiziell eingeweiht.
Bevölkerung Zum Zensus des Jahres 2013 zählte der Ort 4050 Einwohner, 5,2 % weniger als zur Volkszählung im Jahr 2006.
Wirtschaft Der südliche Teil der Stadt stellt mit der Wohngegend, den Einkaufsmöglichkeiten und den sozialen und kulturellen Einrichtungen das eigentliche Zentrum der Stadt dar, hingegen der nördliche Teil auf der anderen Flussseite mehr industriell und durch Kleinbetriebe geprägt ist. Außer einem Sägewerk und der Fleischverarbeitung der Firma AFFCO, die 1990 in die bereits bestehende Fabrik übernahm, ist heute in der Stadt kein nennenswertes Industrieunternehmen mehr zu verzeichnen.
Infrastruktur Straßenverkehr Durch führt der , über diesen sind bis im Nordosten 98 Straßenkilometer zurückzulegen und bis nach am südwestlichen Ende der 118 km. Eine weitere wichtige verkehrstechnische Verbindung stellt der in Richtung dar. Die 222 km lange Verbindung nach Nordwesten erfüllt allerdings zwischen und nicht den Anforderungen eines , da der Abschnitt zum Teil aus einer unversiegelten Trasse besteht.
Schienenverkehr Der Bahnhof der Stadt ist heute der Endpunkt der Bahnstrecke Palmerston North–Gisborne. Der weiterführende Streckenast nach Gisborne wird seit 2012 nach eingetretenen Unwetterschäden nicht mehr befahren, ist aber nicht stillgelegt.Kiwi Rail: KiwiRail to mothball Napier-Gisborne line; abgerufen am 19. Oktober 2020. Der damals ebenfalls beschädigte Abschnitt zwischen Wairoa und Napier dagegen wurde zögerlich repariert und ging 2019 wieder in Betrieb. Er dient vor allem dem Holztransport.Kiwi Rail: Napier to Wairoa; abgerufen am 19. Oktober 2020.
Schiffsverkehr Obwohl mit der Mündung des direkt am Pazifischen Ozean liegt, lässt das Mündungsgebiet keinen Schiffsverkehr zu., ein Hafen existiert deshalb nicht. Auch verfügt die Stadt über keinen Anleger bzw. Rampe für kleine Boote.
Flugverkehr Rund 2 km nordwestlich des Stadtzentrums verfügt über einen kleinen Flughafen mit einer 914 m langen asphaltierte Start- und Landebahn. Von ihm können kleine Flugzeuge und Helikopter starten. Der Flughafen ist auch Basis des örtlichen .
Tourismus Die Stadt versucht sich heute als Knotenpunkt und Ausgangspunkt für Touristen darzustellen und stellt touristische Ziele wie das Gebiet des , den , die und den Ort mit seiner heißen Quelle in den Vordergrund. Die Stadt selbst, hat außer einem Leuchtturm (s. u.), einem gut und anschaulich aufgebauten Museum, welches in dem ehemaligen Bankgebäude der von 1911 untergebracht ist, und einer reizvollen Landschaft ringsherum, touristisch nicht viel zu bieten.
Sehenswürdigkeiten Verwunderung kommt auf, wenn Reisende dem folgend von Norden kommend über die Brücke in die Stadt hineinfahren wollen und am Flussufer einen ab den Abendstunden im Betrieb befindlichen Leuchtturm sehen. Der Leuchtturm, der von 1877 bis 1958 auf der seinen Dienst verrichtete und dann durch ein automatisiertes Leuchtfeuer ersetzt wurde, kam 1961 in die Stadt, wurde restauriert und ist seit dem so etwas wie ein Symbol der Stadt geworden.
Persönlichkeiten (1857–1926), Politiker irisch-maorischer Abstammung (1905–1986), -Spieler (1939–2017), Ruderer (* 1977), -Spieler
Siehe auch Liste der Baudenkmale in Wairoa
Literatur
Datensammlung und ständige Ausstellung zur Stadtgeschichte, Wairoa Museum, Wairoa, New Zealand. Wairoa Township River Walkway, Flyer des Wairoa District Councils.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Ort in der Region Hawke’s Bay