mini|hochkant|Der der Länge nach gespaltene Obelisk Zizernakaberd (; englische Transkription Tsitsernakaberd, westarmenisch Dsidsernagapert; ) ist ein Denkmalkomplex in Jerewan zum Gedenken der Opfer des Völkermords an den Armeniern 1915. Der offizielle name ist Denkmal-Komplex für den Völkermord an den Armeniern (). Er befindet sich auf dem gleichnamigen Hügel im westlichen Teil der Hauptstadt Armeniens. Alljährlich am 24. April, dem Völkermordgedenktag, versammeln sich am Denkmal Armenier, um der Opfer des Völkermordes zu gedenken.
Das Museum-Institut für den Völkermord an den Armeniern () wurde 1995 eröffnet.
Geschichte Ein halbes Jahrhundert lang wurde der Völkermord an den Armeniern 1915 von den sowjetischen Behörden verschwiegen. Erst die Massenkundgebungen der Bevölkerung Jerewans zum 50. Jahrestag des Völkermordes 1965 veranlassten die Behörden zum Errichten einer Gedenkstätte, ohne den Genozid jedoch damit offiziell anzuerkennen.
Zum Bau des Monumentes wurde der Hügel Zizernakaberd, hoch über dem Hrasdan-Fluss gewählt, mit Blick auf den Ararat. Bis 1965, Jahr der Proteste in Jerewan, verbot die sowjetische Regierung jedes öffentliche Gedenken an den Völkermord in der Armenischen SSR. Im März 1965 wurde ein Architekturwettbewerb ausgeschrieben. Von den 78 eingereichten Entwürfen kamen vier in die engere Auswahl. Den Zuschlag erhielt der Plan der armenischen Architekten Saschur Kalaschjan und Arthur Tarchanjan und des Künstlers Hovhannes Chatschatrjan. Die Bauarbeiten dauerten zwei Jahre, von 1966 bis 1968. In den 1990er Jahren entstanden das unterirdische Museum und die Gedenkmauer.
Der Denkmalkomplex Der Denkmalkomplex besteht aus drei Elementen: einem 44 Meter hohen Obelisken, der als Symbol der Teilung des historischen armenischen Siedlungsgebiets der Länge nach gespalten ist, zwölf Pylonen rings um die ewige Flamme und einer 100 Meter langen Mauer mit den Namen der Städte und Dörfer, in denen die Opfer des Massakers wohnten.
Im Jahr 1995 wurde zum 80. Jahrestag des Genozids das unterirdisch angelegte Museum des Völkermordes an den Armeniern eingeweiht. Nach dem Entwurf der Architekten Saschur Kalaschjan und Ljudmila Mkrtschjan wurde das Gebäude in die Böschung des Hügels eingebaut. Im Museum befindet sich ein Konzertsaal mit 170 Plätzen, der den Namen des armenischen Komponisten Komitas Vardapet trägt.
In der Parkallee wurden Bäume zum Gedenken an die Opfer gepflanzt.
Auf der Rückseite der Gedenkmauer befinden sich Gedenkplatten für Personen, die sich während und nach dem Völkermord für die Opfer eingesetzt haben (u. a. Johannes Lepsius, Franz Werfel, Armin Wegner, Henry Morgenthau, Fridtjof Nansen, Papst Benedikt XV., Jakob Künzler, Bodil Biørn, Hedwig Büll).
Galerie
Siehe auch İnsanlık Abidesi (Menschlichkeitsdenkmal) Ermeniler Tarafından Katledilen Şehit Türkler Anıt ve Müzesi (Gedenkstätte und das Museum für den Völkermord in Iğdır)
Weblinks
genocide-museum.am: Offizielle Website des Museums (englisch, armenisch, türkisch, russisch, französisch)
Einzelnachweise
Kategorie:Denkmal in Armenien Kategorie:Bauwerk in Jerewan Kategorie:Armenier-Gedenkstätte Kategorie:Obelisk Kategorie:Gedenkmauer Kategorie:Kulturelle Organisation (Armenien) Kategorie:Erbaut 1968 Kategorie:Rotunde Kategorie:Bauwerk aus Stein Kategorie:Personendenkmal