mini|Nnenna Freelon mit Clark Terry Chinyere Nnenna Freelon (* 28. Juli 1954 in Cambridge, Massachusetts) ist eine US-amerikanische Jazzsängerin.
Leben und Wirken Freelon arbeitete nach ihrem Studium am Simmons College in Boston in der Verwaltung eines Krankenhauses in Durham (North Carolina) und zog drei Kinder auf. Daneben trat sie als Sängerin in lokalen Clubs auf und ging gelegentlich auf kurze Tourneen. Ellis Marsalis entdeckte 1990 die Sängerin bei einem Auftritt in Atlanta. Sie machte nun rasch Karriere, legte ein erstes Album vor und ging bereits 1992 mit der Philip Morris Superband auf Welttournee.
Als Sängerin arbeitete Freelon zudem mit Herbie Hancock, Billy Taylor, Yusef Lateef, Toshiko Akiyoshi, Dianne Reeves, Ray Charles, Al Jarreau und T. S. Monk. 2001 trat sie zusammen mit Jon Hendricks und Annie Ross auf. Sie konzertierte unter anderem in der Carnegie Hall, im Hollywood Bowl, auf dem Monterey Jazz Festival und dem Montreux Jazz Festival.
Als Schauspielerin spielte Freelon in dem 2000 gedrehten Film Was Frauen wollen neben Mel Gibson und Helen Hunt, wo sie auch den Song „If I Had You“ interpretierte. Sie ist weiterhin die Sprecherin der National Association of Partners in Education.
In ihrem autobiographischen Buch „Beneath the Skin of Sorrow“, das 2025 erschien, verarbeitete Freelon den Tod ihres Mannes und ihrer Schwester. Sie war mit dem Architekten Phil Freelon (1953–2019) verheiratet.
Preise und Auszeichnungen Freelons Alben und Songinterpretationen wurden bisher siebenmal für einen Grammy nominiert. Sie wurde mit dem Billie Holiday-Preis der französischen Académie du Jazz und dem amerikanischen Eubie Blake Award ausgezeichnet.
Diskographische Hinweise Nnenna Freelon (Columbia, 1992) Heritage (Columbia, 1993), mit Kenny Barron, Christian McBride und Lewis Nash Shaking Free (Concord Jazz, 1996) Maiden Voyage (Concord, 1998) Soulcall (Concord, 2000) Live at the Kennedy Center, Washington D.C. (Concord, 2003) Better than Anything (Concord, 2007) Time Traveler (2021), nominiert für den Grammy Award for Best Jazz Vocal Album Pierce & Nnenna Freelon: Ancestars (2023), nominiert für den Grammy Award for Best Children’s Music Album Beneath the Skin (Origin Records 2026)
Lexigraphische Einträge Leonard Feather, Ira Gitler: The Biographical Encyclopedia of Jazz. Oxford University Press, New York 1999, ISBN 0-19-532000-X. Martin Kunzler: Jazz-Lexikon. Band 1: A–L (= rororo-Sachbuch. Bd. 16512). 2. Auflage. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2004, ISBN 3-499-16512-0.
Weblinks
Biographie bei AllAboutJazz Webpräsenz
Einzelnachweise
Kategorie:Jazz-Sänger Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1954 Kategorie:Frau