Pavo Pejić (* 4. September 1984 in Hamburg) ist ein deutschsprachiger Schriftsteller.

Leben Pavo Pejić wurde als drittes Kind jugoslawischer Eltern in Hamburg geboren und wuchs im Stadtteil Dulsberg auf.Eva Eusterhus: Rückblick eines Aussteigers. In: „Welt am Sonntag“ vom 4. Oktober 2009., wo auch die Geschichte seines Romans Pussykiller spielt. Er beendete die Höhere Handelsschule H20 mit Fachabitur im Jahre 2005.Christoph Heinemann: Der „Pussykiller“ von Dulsberg. In: „Hamburger Morgenpost“ vom 24. Oktober 2009. Pejić ist studierter Sozialarbeiter.vgl. Homepage von Pavo Pejić,

Pussykiller 2009 erschien Pejićs Romandebüt Pussykiller beim Berliner Verlag Rogner & Bernhard. Das zu großen Anteilen autobiographisch geprägte WerkUlrike Linzer: Kurve gekriegt. In: „Freitag“, 3. Dezember 2009. beschreibt den Alltag einer Gruppe Jungen zwischen Schule und Herumtreiberei, Sex und Gewalt, Drogen und Familienkrach. Aus der Ich-Perspektive erzählt der 15-Jährige Protagonist Paul vom erfolglosen Drang seiner Freunde, trotz brüchiger Familienstrukturen und ungewisser Zukunft ihren Platz im Leben zu finden. Pejić selbst beschreibt den Inhalt seines Romans als Versuch dieser Jungen, „mit dem Leben fertig zu werden“ und sich „nicht den Spaß an ihrer Jugend nehmen zu lassen“.

Von der Presse wurde Pussykiller als „realitätsnah“vgl. Werner, Hendrik, Pussykiller, Die Welt, Literarische Welt, 23. Januar 2010, , „drastisch“ und „derb und authentisch“ bezeichnet. Pejić hingegen verzichtet in seinem Roman über weite Strecken auf Adjektive, aus denen sich Wertungen seines Protagonisten Paul ergeben könnten. Der Ton, den Pejić seiner Hauptfigur verleiht, ist einfach, klar und direkt. Auf diese Weise entsteht eine Stimmung, die in Rezensionen oft als „schonungslos“vgl. Fritz rbb, Protokoll von Leere & Gewalt – Pavo Pejić: „Pussykiller“, Oktober 2009, „düster“vgl. Daugs, Helge, Pussykiller, Ultimo Lübeck, Februar 2010 und „verstörend“ beschrieben wurde. Dies geht zum Teil auf Szenen in dem Buch zurück, die den Leser sehr intensiv an dem Geschehen teilhaben lassen, etwa, wenn die Jungen ein geistig behindertes Mädchen missbrauchen oder ein Lehrer seinen Schüler vor der gesamten Klasse diskriminiert. Durch die sachlichen Beschreibungen vermeidet Pejić jedoch, dass die Gewalt und Pornographie in dem Roman jemals beschönigt werden.

Veröffentlichungen Pussykiller, Rogner & Bernhard, Berlin, 2009, ISBN 978-3-8077-1055-6. Halb so gut wie schlecht, standpunkt : sozial 1/2011. Küsse raten (Auszug), standpunkt : sozial 1+2/2012. Karussel, Books on Demand 2019, ISBN 978-3749431656

Weblinks

Offizielle Website von Pavo Pejić Interview mit Pavo Pejić (Der Freitag, Nr. 49, 3. Dezember 2009) Pavo Pejić beim Verlag Rogner & Bernhard Autorenlexikon / Literaturport Pavo Pejic

Einzelnachweise

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