mini|Das Rosenstadion

Der TSV Uetersen ist ein Sportverein aus Uetersen in Schleswig-Holstein. Uetersen gehört zur Metropolregion Hamburg, die Fußballmannschaften des Vereins spielen in den Ligen des Hamburger Fußball-Verbandes. Neben Fußball bietet der Verein die Sportarten Basketball, Boxen, Faustball, Handball, Judo, Schwimmen, Tanzen, Tischtennis, Turnen und Volleyball an. Der TSV stellt mit ungefähr 1.700 Mitgliedern (Stand 2024) den größten Sportverein in Uetersen dar.

Geschichte und Fußball Der Verein wurde im Februar 1946 aus einem Zusammenschluss der Vorkriegs-Clubs Uetersener Turnerschaft von 1884, der Freien Turnerschaft von 1900 und dem Rasensport Uetersen von 1926 als Nachfolger von Sportverein Uetersen 1912 gegründet. Nach Angaben des Vereins ist nicht überliefert, warum das Gründungsjahr auf 1898 gelegt wurde.Vereinshistorie, aufgesucht am 10. Juli 2025 Möglicherweise bezieht es sich auf den ersten Zeitungsartikel der Uetersener Nachrichten von 30. August 1898 über die 1. Mannschaft des damaligen Uetersener Fußballklubs von 1897, die die Fußballmannschaft von Normannia Altona 1886 mit 1:0 besiegt hatte.Ein Zusammenhang mit den TSV-Vorläufern ist aber kaum erkennbar, vgl. Altonaer Nachrichten vom 31. Mai 1897, S. 2, über ein Spiel im Jahr davor.

Im Fußball hatte der Sportverein 1912 erstmals 1913/14 am Spielbetrieb des NFV im Bezirk Hamburg-Altona teilgenommen. 1920 trat die Turnerschaft dem NFV beiTurnen, Spiel und Sport vom 4. August 1920, S. 14, schied aber 1924 wieder aus, vermutlich wegen der reinlichen Scheidung.

Der TSV Uetersen wurde 1950 Meister der drittklassigen Hamburger Germania-Staffel und stieg in die Hamburger Amateurliga auf, deren Meistertitel 1956/57 errungen wurde. Der Verein war zwischen 1951 und 1969 fünfzehnmal inoffizieller Fußball-Kreismeister,Gemeint ist wahrscheinlich: bestplatzierte Mannschaft aus dem Kreis Pinneberg im HFV. Eine offizielle Kreismeisterschaft gab es nicht. davon elfmal in Folge. Anlässlich der 775-Jahr-Feier der Stadt Uetersen im Jahre 2009 bestritt der TSV im heimischen Rosenstadion ein Freundschaftsspiel gegen die kubanische Fußballnationalmannschaft. Im selben Jahr stieg der TSV Uetersen als Vizemeister der Landesliga Hammonia in die Fußball-Oberliga Hamburg auf, musste aber am Ende der Saison als Tabellenletzter wieder den Rückweg in die Landesliga antreten.

In der Saison 2015/16 zog der TSV Uetersen seine Landesligamannschaft aus der Landesliga Hammonia zurück. Gerd Schreiner, Oberliga Hamburg 2015/16, Seite 115 Nach mehreren Jahren ist für 2023/24 wieder eine Männermannschaft zur Kreisklasse B gemeldet worden.vgl. Klasseneinteilung auf der HFV-Webseite, aufgesucht am 18. Juni 2023 Letztere wurde 2025 aufgelöst und der TSV ist in die Kreisklasse aufgerückt.

Die Heimspiele finden auf der clubeigenen, nach der Rosenstadt Uetersen benannten Anlage Rosenstadion statt. Insgesamt verfügt die Anlage an der Jahnstraße über vier Fußballfelder.

Größte Erfolge: 1949/50 Meister LL / Germania-Staffel 1956/57 Meister VL Hamburg 1976/77 Meister BZ / Staffel West 1991/92 Meister BZ / Staffel West

Ligapositionen

Basketball Die Abteilung wurde 1975 aus dem Sportunterricht des Ludwig-Meyn-Gymnasiums ins Leben gerufen. Den bisher größten sportlichen Erfolg hatte die Sparte 1992 mit dem Aufstieg der 1. Herrenmannschaft in die erste Regionalliga Nord, die dritthöchste Spielklasse im Basketballsport. 1985 gelangen überragende Erfolge im Pokalwettbewerb des Deutschen Basketball Bundes. Später setzte sich das damalige Oberligateam auch überregional durch und besiegte unter anderem die SG Braunschweig. In den Jahren 1988 bis 1990 scheiterte die Mannschaft an den Aufstieg in die Regionalliga. Erst 1991 kämpfte man überregional in der 2. Regionalliga Nord um Punkte. Erfolge im Jugendbereich erzielten unter anderen die männliche D-Jugend, die 1997 Hamburger Meister wurde und die männliche C-Jugend die im gleichen Jahr Vizemeister wurde. In den Saisons 2012/2013–2013/2014 spielte die 1. Herrenmannschaft wieder in der zweiten Regionalliga Nord. Die Sparte hat etwa 200 Mitglieder.

Boxen Die Sparte wurde vor 1970 gegründet und ab dem Jahre 1977 boxte man mit einer kompletten Staffel vom Leicht- bis zum Schwergewicht gegen Gdańsk, Spfr. aus Polen und am 29. Dezember 1977 gegen eine Auswahl aus der ehemaligen UdSSR. In dieser Zeit war die Sparte im HABV (Hamburger Amateur Boxverband) die stärkste Staffel und gewann dreimal in Folge den Jessen-Pokal. Ab 1978 war die Sparte auf nationaler Ebene eine der erfolgreichsten Staffel im Boxsport. Die Boxer Klehn, Otto Kunsch, Klaus-Dieter Ott und Otto Schröder wurden zu dieser Zeit in ihren Gewichtsklassen HABV- und Norddeutsche Meister und nahmen an den deutschen Meisterschaften teil. Hier wurde Klaus Dieter Ott Deutscher Vizemeister. Nach dem Verbandswechsel zum SHABV (Schleswig-Holsteinischer Amateur Boxverband) wurde man die zweit stärkste Mannschaft in Schleswig-Holstein. Später wurde der Boxer Malte Jöhnk Norddeutscher Meister der Junioren in Berlin und nahm an den Deutschen Meisterschaften in Neuss teil, wo er Bronzemedaille gewann. Später boxte er in der Bundesliga im Halbschwergewicht.

Faustball Die Faustballsparte wurde schon vor 1952 gegründet. Nach einigen Jahren (1956) gelang der 1. Mannschaft erstmals der Aufstieg in die Hamburger Landesliga, die höchste Hamburger Spielklasse. In den folgenden Jahren wurde mit unterschiedlichem Erfolg gespielt. Erst 1967 konnte der 1. Platz bei den Hamburger Meisterschaften in Feld und Halle errungen werden. Drei Jahre später gelang der Aufstieg in die Regionalliga (heute 2. Bundesliga), wo bis 1975 ein konstanter Platz im Mittelfeld gehalten wurde. Danach ließ sich der Abstieg nicht vermeiden.

Durch intensive Jugendarbeit wurden 1983 jeweils vier Spieler des weiblichen und männlichen Nachwuchses in Hamburger Auswahlmannschaften berufen und gleichzeitig wurden sechs Uetersener Schülerinnen beim Deutschen Turnfest in Frankfurt überraschend Turnfestsieger. Sie deklassierten damit die gesamte deutsche Spitze im Jugendfaustball. 1990 konnte die 1. Mannschaft wieder an frühere Erfolge anknüpfen, indem sie beim Deutschen Turnfest in Bochum/Dortmund in der Meisterklasse von 210 Mannschaften einen ausgezeichneten 17. Platz vor namhaften Bundesliga-Vereinen erreichen konnte. 1993 schließlich gelang wiederum der Sprung in die 2. Bundesliga (Halle und Feld). Ein weiterer Höhepunkt war 1996 die Qualifikation der beiden Altersklassen-Mannschaften (AK 30 und 40) für die Deutschen Meisterschaften. Die 1. Mannschaft konnte ihren Platz in der 2. Bundesliga nicht bewahren, so dass ab Sommer 1998 wieder zwei Mannschaften in der Verbandsliga spielen mussten.

Handball Im März 1954 wurde die Sparte Handball im TSV Uetersen von einem kleinen Kreis von Handballbegeisterten gegründet. Die ersten Spiele wurden gegen eine Mannschaft des Ludwig-Meyn-Gymnasiums ausgetragen. Nach einiger Zeit schlossen sich auch die Schüler des LMG dem TSV an und verstärkten die Mannschaft. Ab August 1954 wurden die ersten Punktspiele im Großfeldhandball im Bereich des HHV (Hamburger Handball-Verband) aufgenommen und die ersten Spiele gewonnen. Später wurde auch der Spielbetrieb in der Halle aufgenommen und im Spieljahr 1956/57 gelang dem TSV erstmals eine Doppelmeisterschaft im HHV. Sowohl im Großfeldhandball als auch im Hallenhandball wurde der Sprung in die Bezirksliga geschafft. Die Sparte spielte zu der Zeit mit einer Liga-Mannschaft, einer Damenmannschaft, einer unteren Herrenmannschaft und vier Jugendmannschaften. Neben den Meisterschaftsspielen spielten die Handballer gegen Mannschaften aus Bremen und gegen den KSG Kopenhagen. Bis 1971 entstanden in der Sparte 21 Jugendmannschaften, von denen div. Jugendliche Auswahlspieler im HHV waren und einige Nationalspieler wurden. 1998 spielte die 1. Damen in der Handballoberliga. Im Spieljahr 2022/23 stieg die 1. Herren mit 49:3 Punkten aus der Hamburg-Liga erstmalig in die Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein auf.

Judo Die Sparte Judo im TSV Uetersen wurde unter der Leitung von Günther Kops im Jahr 1969 mit 50 Mitgliedern ins Leben gerufen. Die Mitglieder bestanden zunächst aus Anfängern, gemischt aus Frauen und Männern, die zunächst auf gewöhnlichen Turnermatten trainierten, die später durch feste Judomatten ersetzt wurden. Das Training beschränkte sich zunächst auf zwei Trainingstage in den Städtischen Turnhallen, bei denen zuerst die Kinder und dann die Jugendlichen und Erwachsenen zusammen trainierten. Ab 1988 bekam die Sparte ihr eigenes Dōjō zum Trainieren und wurde unabhängig von den Turnhallenöffnungszeiten. Von 1970 bis 1990 gab es zahlreiche sportliche Erfolge. Die erste Teilnahme an Wettkämpfen war 1970 bei den Pinneberger Stadtmeisterschaften. Im Februar 1971 platzierte sich die weibliche Jugend in der Hamburger Meisterschaft und im darauffolgenden Jahr in der norddeutschen Meisterschaft. Weitere Erfolge waren 1982 die Teilnahme an der Landesliga und Hamburger Einzelmeisterschaften und 1983 die Platzierung im Hamburger Ranglistenturnier und Teilnahme in der Landesliga. 1984: Platzierung in der weiblichen Hamburger Einzelmeisterschaft. 1985: Platzierung in der weiblichen Hamburger-Einzelmeisterschaft mit dem 1. Platz und Platzierung in der Verbandsliga. 1986: Platzierungen beim Hamburger Ranglistenturnier. 1987: Platzierungen beim Hamburger Ranglistenturnier und den Hamburger Einzelmeisterschaften. Später gewann Holger Pleage mehrfach die Hamburger Meisterschaften und Carola Titz erreichte bei der weiblichen Hamburger Einzelmeisterschaft den 1. Platz.

Leichtathletik miniatur|Rosenlauf in Uetersen