Galda de Jos (, ) ist eine rumänische Gemeinde im Kreis Alba in der Region Siebenbürgen.

Geographische Lage mini|links|Lage der Gemeinde Galda de Jos im Kreis Alba Die Gemeinde Galda de Jos dehnt sich mit den zehn eingemeindeten Dörfern auf einer Fläche von 10.169 Hektar am östlichen Rand des Trascău-Gebirges im Westen Siebenbürgens in der Mitte des Kreises Alba aus. Drei Kilometer westlich von der Europastraße E 81 (Aiud–Alba Iulia) entfernt, liegt der Ort am Fluss Galda, einem Zufluss des Mureș (Mieresch). Bis zur nächsten Stadt Teiuș sind es ca. 6 Kilometer; die Kreishauptstadt Alba Iulia liegt ca. 10 Kilometer südlich von Galda de Jos entfernt.

Geschichte Der Ort Galda de Jos wurde erstmals 1287 unter der Bezeichnung Gald (1854 Also-Gald) urkundlich bezeugt. Die meisten eingemeindeten Dörfer sind zwischen dem 13. und 14. Jahrhundert erwähnt (Benic 1299, Cetea 1337, Mesentea 1303, Oiejdea 1238).. Geschichte Galda de Jos, abgerufen am 12. Februar 2010 (rumänisch)

Im 14. Jahrhundert wird die Römerstraße, der Steinweg Via Magna, hier erwähnt.Heinz Heltmann, Gustav Servatius (Hrsg.): Reisehandbuch Siebenbürgen. Kraft-Verlag, Würzburg 1993, ISBN 3-8083-2019-2.

Die Bewohner leben heute vorwiegend von der Landwirtschaft, Viehzucht, der Imkerei, dem Obst- und dem Weinbau.

Bevölkerung Die Bevölkerung der Gemeinde entwickelte sich wie folgt: VolkszählungVarga E. Árpád: Volkszählungen 1850–2002 bei kia.hu, letzte Aktualisierung 30. Oktober 2008 (PDF; 1,1 MB; ungarisch). Ethnie Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche andere 1850 5027 4347 395 2 283 1900 5899 5293 572 30 4 1956 5619 4992 569 3 55 1992 4863 4268 568 4 23 2002 4882 4277 553 12 40 2021 4373 3804 278 2 289 Die höchste Einwohnerzahl (6394) der Gemeinde wurde 1941 ermittelt; die der Rumänen (5806) 1930, der Deutschen (43) 1890, der Magyaren (590) 1910 und die der Roma (180) 1850. Im Jahr 1880 und 1930 wurde je ein Serbe, 1910 sechs Kroaten registriert.

Sehenswürdigkeiten Die Rumänisch-Orthodoxe Kirche Nașterea Maicii Domnului aus dem 17. Jahrhundert, mit wertvollen Malereien in zwei Schichten, wird 1715 erwähnt und steht unter Denkmalschutz. (PDF; 7,10 MB) Das Kastell Kemény der Familie Kemény, wurde im 19. Jahrhundert erbaut. Vom alten Schloss, durch Bauern zerstört, stehen noch die Ost-Mauern. Im eingemeindeten Dorf Benic (Bendesdorf) stehen Reste einer Wehrkirche mit gotischem Altar aus dem 15. Jahrhundert; das Kirchenschiff wurde im 17. Jahrhundert umgebaut. Die Kirche steht unter Denkmalschutz. Die rumänische orthodoxe Kirche Sf. Arhangheli im eingemeindeten Dorf Galda de Sus (Oberhahnenberg), im 17. Jahrhundert errichtet und 1800 umgebaut, steht unter Denkmalschutz.

Weblinks

Galda de Jos bei ghidulprimariilor.ro

Einzelnachweise

Kategorie:Ersterwähnung 1287