mini|hochkant|Wappen derer von Eisenhart von 1596 Eisenhart und Eisenhart-Rothe sind die Namen eines märkischen Adelsgeschlechts. Die direkte Stammreihe beginnt mit Johann Christoph Eisenhart (1706–??), Gutsherr auf Buckow (Mark) und königlich preußischer Amtsrat in Beeskow.
Adelserhebung/Namensmehrung mini|Ruine des Gutshauses Lietzow Preußischer Adelsstand mit Wappenbesserung am 2. Oktober 1786 in Berlin für Johann Friedrich Eisenhart (1733–1804), Gutsherr auf Bahrensdorf bei Beeskow, königlich preußischer Kriegsrat und Rendant der General-Artillerie-Kasse, später Polizei- und Stadtpräsident von Berlin.Maximilian Gritzner: Chronologische Matrikel der Brandenburgisch-Preußischen Standeserhöhungen und Gnadenacte von 1600–1873. Berlin 1874, S. 44. Preußische Genehmigung zur Annahme des Namens „von Eisenhart-Rothe“ durch Allerhöchste Kabinettsorder am 18. Februar 1835 in Berlin für die Brüder Ferdinand (* 1815), Friedrich (* 1818) und Sigismund von Eisenhart (* 1822), Söhne des preußischen Generalmajors Friedrich von Eisenhart (1769–1839) und dessen Ehefrau Beate Charlotte Helene von Rothe (* 28. Mai 1788 in Neuenhagen; † 18. August 1846 in Lietzow).Maximilian Gritzner: Chronologische Matrikel der Brandenburgisch-Preußischen Standeserhöhungen und Gnadenacte von 1600–1873. Berlin 1874, S. 98.
Wappen „Eisenhart“ Dieses Stammwappen von 1786 ist identisch mit dem des Lukas Eisenhart, der am 9. Oktober 1582 in Wien den erbländisch-österreichischen Wappenbrief erhielt und am 9. Juli 1596 in Prag mit Wappenbesserung in den Reichsadelsstand erhoben worden war:
Geviert, 1 und 4 in Rot ein zweischwänziger silberner Löwe, 2 und 3 in Gold eine blaue Lilie. Auf dem Helm mit rechts blau-goldenen, links rot-silbernen Decken ein zweischwänziger silberner Löwe mit einer blauen Lilie in der linken Pranke wachsend zwischen offenem schwarzen Flug. mini|hochkant|Wappen derer von Eisenhart-Rothe
Wappen „Eisenhart-Rothe“ Gespalten. Rechts geviert, 1 und 4 in Rot ein zweischwänziger silberner Löwe, 2 und 3 in Gold eine blaue Lilie (Stammwappen). Links in Silber auf rotem Dreiberg ein flugbereiter schwarzer Rabe (Wappen „Rothe“). Zwei Helme; auf dem rechten mit rechts blau-goldenen, links rot-silbernen Decken ein zweischwänziger silberner Löwe mit einer blauen Lilie in der linken Pranke wachsend zwischen offenem schwarzen Flug (Stammwappen); auf dem linken mit schwarz-silbernen Decken drei (silber, rot, silber) Straußenfedern (Wappen „Rothe“).
Angehörige Johann von Eisenhart (1733–1804), preußischer Kriegsrat, später Polizei- und Stadtpräsident von Berlin Friedrich von Eisenhart (1769–1839), preußischer Generalmajor Georg von Eisenhart-Rothe (1849–1942), preußischer Politiker und Mitglied des Preußischen Herrenhauses Gustav von Eisenhart-Rothe (1855–1936), preußischer Verwaltungsjurist und Landrat Paul von Eisenhart-Rothe (1857–1923), preußischer Provinzialbeamter und Landwirtschaftsminister Artur von Eisenhart-Rothe (1858–1939), preußischer Generalleutnant Lukas von Eisenhart-Rothe (1859–1924), preußischer Landrat Ernst von Eisenhart-Rothe (1862–1947), deutscher General der Infanterie und Militärschriftsteller Hans von Eisenhart-Rothe (1862–1942), preußischer Verwaltungsjurist und Oberpräsident der Provinz Posen Ernst Georg von Eisenhart-Rothe (1890–1987), deutscher Generalmajor Alexander von Eisenhart-Rothe (* 1968), deutscher Autor und Regisseur Luna von Eisenhart-Rothe (* 1970), deutsche Autorin Rüdiger von Eisenhart-Rothe (* 1971), deutscher Orthopäde, Professor an der TU München
Literatur Julius Theodor Bagmihl: Pommersches Wappenbuch. Band 2, Selbstverlag, Stettin 1846, S. 43–44. Walter von Hueck, Friedrich Wilhelm Euler: Genealogisches Handbuch des Adels. (GHdA), Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke Verlag, Limburg an der Lahn. : GHdA, Adelslexikon Band III, Band 61 der Gesamtreihe GHdA, 1975, S. 116. GHdA, Adelige Häuser B (Briefadel), Band VIII, Band 41 der Gesamtreihe GHdA, 1968, S. 63. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch (GGT), Justus Perthes, Gotha (Auszug, Druck und Redaktion jeweils im Vorjahr): Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser 1942. Zugleich Adelsmatrikel der DAG, Teil B (Briefadel), Vierunddreißigster Jahrgang, 1941, S. 115–120. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Briefadeligen Häuser 1918, Zwölfter Jahrgang, 1917, S. 177–180. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Briefadeligen Häuser 1916, Zehnter Jahrgang, 1915, S. 182–183. Ernst Heinrich Kneschke: Die Wappen der deutschen freiherrlichen und adeligen Familien in genauer, vollständiger und allgemein verständlicher Beschreibung. Band 1, T. O. Weigel, Leipzig 1855, S. 136 und S. 137. Ernst Heinrich Kneschke: Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon. Band 3, Friedrich Voigt, Leipzig 1861, S. 73.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Adelsgeschlecht (Mark Brandenburg) Kategorie:Pommersches Adelsgeschlecht Kategorie:Preußisches Adelsgeschlecht Kategorie:Brandenburgisches Adelsgeschlecht