mini|Peer Baierlein (2024) Peer Baierlein (* 16. Mai 1972 in Stuttgart) ist ein deutscher Musiker und Komponist.

Leben

Peer Baierlein begann mit sieben Jahren Akkordeon zu spielen, bevor er mit neun Jahren zur Trompete wechselte. Nach einigen Jahren im örtlichen Musikverein folgte 1988 als 16-Jähriger – während seiner Abiturzeit in Stuttgart – zeitgleich ein Studium als Jungstudent an der Musikhochschule Köln, wo er später auch sein Diplom als Instrumentalpädagoge und Orchestermusiker bei Professor Malte Burba absolvierte. Während dieser Zeit war Baierlein ebenfalls Schüler von Arno Lange an der Deutschen Oper in Berlin und 1. Trompeter der Jungen Süddeutschen Philharmonie.

1996 ging er nach Belgien, um dort bei Bert Joris am Lemmensinstituut zusätzlich Jazz zu studieren. Er unterbrach sein Studium im Jahr 2000 für einen einjährigen Aufenthalt in New York City, bevor er 2002 seinen Abschluss als meester in de muziek machte. Es folgte ein weiteres Studium mit dem Spezialgebiet Leadtrompete. 2004 begann er Klassische Komposition bei Piet Swerts zu studieren, gefolgt von weiteren Studien der Filmmusik und Orchestrierung bei Denis Pousseur, Victor Kissine und Jean-Luc Fafchamps am Conservatoire Royal de Mons. Zwischen 2011 und 2013 studierte er Neue Medien an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg.

Seit 2007 arbeitet er als Komponist, musikalischer Leiter und Musiker für zahlreiche Theater in Deutschland, der Schweiz und Österreich.

Seit 2016 komponiert Peer Baierlein verstärkt für klassisches Orchester, Vokal- und Instrumental-Ensembles. 2022 folgten erste Auftragsarbeiten für das Hessische Staatsballett unter der Leitung von Tim Plegge und das Mecklenburgische Staatsballett („Ballett X Schwerin“) unter der Leitung von Xenia Wiest. 2023 arbeitete Peer Baierlein zum ersten Mal mit der Mecklenburgischen Staatskapelle unter der Leitung von Aki Schmitt.

Werkverzeichnis (Auswahl) für Orchester, Vokal- und Instrumental-Ensembles 2016: Concerto – for small ensemble 2016: Concerto No.1 (Doppelkonzert für Trompete, Posaune und Sinfonie-Orchester) 2016: 255 (Doppelkonzert für Marimba, Vibraphone und Sinfonie-Orchester) 2017: Seelen-Trilogie ('Black Soul','Yellow Soul','Purple Soul' – für Sinfonie-Orchester, Gesang und Rockband) / Eutiner Festspiele 2018: Hymnus für die 900-Jahr-Feier der Stadt Zwickau (für Sinfonie-Orchester, Orgel, 3 Chöre, Rockband und Dom-Glocken) 2021: Ode an die Pop-Musik (zeitgenössische Neu-Kompositionen mit Motiven bekannter Pop-Klassiker für Bläser-Nonett plus Kontrabass) 2021: Pentagon of Poetry (5 Werke für Gesangsensemble mit Texten von Goethe, Nietzsche und Lenau). 2022: Hymnus an die Musiek (für Doppel-Quartett Vokalensemble) 2023: Der Kleine Prinz (für Sinfonie-Orchester) 2023: SaHaHaKral & Daheim (2 Werke für SATB Vokalensemble) 2024: Davids Bündler (für Sinfonie Orchester) 2024: L'appel du vide (Concerto für Doppelchor a Capella) 2025: A Glimpse of Schwitters (für SSATB Vokal-Ensemble) 2025: Times and Ages (für SSATB Vokal-Ensemble, 2 Bass Gamben, Theorbe, Cembalo & Percussion) 2025: Somnambul (für Percussion Trio) 2026: Kiddusch - Credo (für Sopran, Orgel, 2 Chöre und Kammerorchester) 2026: La Cabalgata del Diablo (für solo Marimba)

Tanz

2021: Memento (Choreographie: Tim Plegge) / Hessisches Staatsballett 2022: Remember The Ladies (Choreographie: Xenia Wiest) / Mecklenburgisches Staatsballett 2023: Der kleine Prinz (Neu-Adaption / Choreographie: Xenia Wiest) / Mecklenburgisches Staatsballett / Mecklenburgische Staatskapelle Schwerin

Oper 2012: Remixe der Bühnenmusik für Manon von Jules Massenet (Regie: Silvana Schröder) / Musikalische Leitung: Leo Siberski / Opernhaus Kiel 2017: zusätzliche Kompositionen für Der Freischütz (Carl Maria von Weber) / Eutiner Festspiele / Musikalische Leitung: Leo Siberski

Publikationen 2017: Pjotr Iljitsch Tschaikowski Kinderalbum op.39 für Streicherensemble (Universal Edition)

Orchestrierungen 2018: Orchestrierungen für das SaselHaus von Johann Sebastian Bach, Robert Schumann, Edvard Grieg, Claude Debussy, Georges Bizet, Johannes Brahms, Joseph Haydn und Bedřich Smetana für Klarinette, Fagott, Violine, Bass, Trompete, Posaune und Percussion 2021: Verschiedene Orchestrierungen für das WDR Funkhausorchester 2023: 2 sächsische Weihnachtslieder für AuditivVokal für 8-stimmiges SATB-Vokalensemble 2024/25: Hommage para Luiz für klassisches OrchesterWDR Funkhausorchester

Theaterarbeiten als Musiker 2007: Tintenherz (Regie: Markus Bothe) / Deutsches Schauspielhaus Hamburg 2009: Pünktchen und Anton (Regie: Katharina Wienecke) / Deutsches Schauspielhaus Hamburg 2010: Die Dreigroschenoper (Regie: Jarg Pataki) / Deutsches Schauspielhaus Hamburg 2011: Cyrano de Bergerac (Regie: Dominique Pitoiset) / Deutsches Schauspielhaus Hamburg 2013: Die Jungfrau von Orleans (Regie: Claudia Bauer) / Niedersächsisches Staatstheater Hannover 2014: Artus (Regie: Markus Bothe) / Deutsches Schauspielhaus Hamburg 2019: Mutter Courage / Bertolt Brecht / (Regie: Laura Linnenbaum) / Staatstheater Kassel

Theaterarbeiten als Komponist und Musikalischer Leiter 2011: Der Reigen (Regie: Claudia Bauer) / Theater Magdeburg 2011: Cyrano de Bergerac (Regie: Dominique Pitoiset) / Deutsches Schauspielhaus Hamburg 2012: Seymour oder ich bin nur aus Versehen hier (Regie: Claudia Bauer) / Niedersächsisches Staatstheater Hannover 2012: Tartuffe (Regie: Claudia Bauer) / Staatstheater Stuttgart 2013: Die Jungfrau von Orleans (Regie: Claudia Bauer) / Niedersächsisches Staatstheater Hannover 2013: Und dann (Wolfram Höll) / (Regie: Claudia Bauer) / Schauspiel Leipzig / außerdem Heidelberger Stückemarkt 2014, Mülheimer Theatertage 2014, Autorentheatertagen Berlin 2014 und Biennale Venedig 2017 2014: Volpone oder Der Fuchs (Ben Jonson) / (Regie: Claudia Bauer) / Stadttheater Bern 2014: Faust. Der Tragödie erster Teil (Johann Wolfgang von Goethe) / (Regie: Claudia Bauer) / Stadttheater Bern 2015: Die Verwirrungen des Zöglings Törleß (Regie: Claudia Bauer) / Niedersächsisches Staatstheater Hannover 2015: Splendid’s / Jean Genet / (Regie: Claudia Bauer) / Schauspiel Leipzig 2016: Der Menschenfeind / Molière / (Regie: Claudia Bauer) / Theater Basel / außerdem Biennale Venedig 2017 2016: 89/90 / Peter Richter / (Regie: Claudia Bauer) / Schauspiel Leipzig / Einladung Theatertreffen 2017 2017: Schlaraffenland / Philipp Löhle / (Regie: Claudia Bauer) / Theater Basel 2017: Faust (Werner Schwab) / (Regie: Claudia Bauer) / Schauspiel Graz 2018: Faust (Johann Wolfgang von Goethe) / (Regie: Enrico Lübbe) / Schauspiel Leipzig 2019: Der Aufhaltsame Aufstieg Des Arturo Ui / Bertolt Brecht / (Regie: Claudia Bauer) / Niedersächsisches Staatstheater Hannover 2020: Mephisto (Klaus Mann) / (Regie: Claudia Bauer) / Schauspiel Frankfurt 2021: Die Rechtschaffenen Mörder (Ingo Schulze) / (Regie: Claudia Bauer) / Staatsschauspiel Dresden 2021: Widerstand (Lukas Rietzschel) / (Regie: Enrico Lübbe) / Schauspiel Leipzig 2022: Der Diskrete Charme der Bourgeoisie (Luis Buñuel) / (Regie: Claudia Bauer) / Schauspiel Frankfurt 2022: Humanistää! (Ernst Jandl Texte) / (Regie: Claudia Bauer) / Volkstheater Wien / u. a. Einladung Theatertreffen 2023: Malina (Ingeborg Bachmann) / (Regie: Claudia Bauer) / Volkstheater Wien 2023: Ur-Sonate (Kurt Schwitters) / (Regie: Claudia Bauer) / Deutsches Theater Berlin 2024: Die Schattenpräsidentinnen Oder: Hinter jedem großen Idioten gibt es sieben Frauen, die versuchen, ihn am Leben zu halten. (Selina Fillinger) / (Regie: Claudia Bauer) / Deutsches Schauspielhaus Hamburg 2024: Schiff der Träume (Federico Fellini) / (Regie: Claudia Bauer / Anna Bergmann) / Deutsches Theater Berlin 2025: Der Girschkarten (Lukas Rietzschel) / (Regie: Enrico Lübbe) / Schauspiel Leipzig 2026: Publikumsbeschimpfung (Peter Handke) / (Regie: Claudia Bauer) / Schauspiel Frankfurt 2026: Hundeherz (Michail Bulgakow) / (Regie: Claudia Bauer) / Deutsches Schauspielhaus Hamburg

Einladungen / Auszeichnungen / Stipendien / Nominierungen 2014: Einladung zum Heidelberger Stückemarkt, zu den Mülheimer Theatertagen und zu den Autorentheatertagen Berlin mit der Produktion Und dann (Claudia Bauer) 2017: Einladung zur Biennale Venedig mit der Produktion Und dann (Claudia Bauer) 2017: Einladung zum Berliner Theatertreffen mit der Produktion 89/90 2022: Auszeichnung in Theater heute für: Beste Inszenierung 2022 – mit der Produktion Humanistää! (Claudia Bauer) 2022: Auszeichnung beim Nestroy-Theaterpreis für: Beste Aufführung im deutschsprachigen Raum 2022 – mit Humanistää! (Claudia Bauer) 2022: Einladung zum Berliner Theatertreffen mit der Produktion Humanistää! (Claudia Bauer) 2024/25: Stipendium der Roger Willemsen Stiftung im mare-Künstlerhaus 2024: Finalist des 'Nocturne' Vokal-Kompositionswettbewerbs 2026: Einladung zum Sächsischen Theatertreffen mit der Produktion Girschkarten (Enrico Lübbe) 2026: Nominiert für den 'Moliner International Percussion Composition Award' 2026: Akademist der 'International Academy of Musical Praxis' 2026: Einladung zu den Mülheimer Theatertagen mit der Produktion Girschkarten (Enrico Lübbe)

Hörbücher 2014: Quotenkiller / (Produzent: Klaus-Michael Klingsporn) / Deutschlandradio Kultur

Diskographie (Auswahl) 2004: Issues 2006: Open Questions 2009: Cycles 2015: One 2015: me² + 1

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Einzelnachweise

Kategorie:Musiker (Deutschland) Kategorie:Ensemblemitglied des Schauspiels Hannover Kategorie:Trompeter Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1972 Kategorie:Mann