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Habrůvka (deutsch Habruwka) ist eine Gemeinde im Okres Blansko in Tschechien. Sie liegt fünfzehn Kilometer nordöstlich des Stadtzentrums von Brünn.

Geographie Habrůvka befindet sich auf einer Waldlichtung im Drahaner Bergland am Rande des Landschaftsschutzgebietes ChKO Moravský kras. Gegen Süden und Westen liegt das Tal des Baches Křtinský potok.

Nachbarorte sind Rudice im Norden, Křtiny und Březina im Südosten, Babice nad Svitavou im Südwesten sowie Josefov und Olomučany im Nordwesten.

Geschichte Die erste schriftliche Erwähnung des Ortes Habrowka datiert auf das Jahr 1365, als Čeněk Krušina von Lichtenburg seiner Ehefrau Dorothea die Burg Ronov und die zugehörigen Dörfer als Leibgedinge zuwies. Nachdem Ronov im 15. Jahrhundert wüst gefallen war, schlugen die Herren von Boskowitz das Dorf der nahegelegenen Herrschaft Nový hrad zu. 1562 überließ Kaiser Ferdinand I. die Herrschaft Nový hrad mit allem Zubehör, darunter auch das Dorf Habrůvka, als erbliches Gut an Albrecht von Boskowitz und Černahora. 1645 eroberten schwedische Truppen die Burg Nový hrad und brannten sie nieder. Aus dieser Zeit stammt die erste Erwähnung der Höhle Vokounka bei Habrůvka. Anschließend wurde das Dorf der Herrschaft Pozořice angeschlossen. 1704 wurde das Forstrevier Nový hrad in die Reviere Vranov, Olomučany und Habrůvka aufgeteilt. 1768 bestand das Dorf aus sechzehn Chaluppen. Außerdem gab es eine herrschaftliche Schänke. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts blieb Habrůvka der Herrschaft Pozořice untertänig.

Nach der Aufhebung der Patrimonialherrschaften bildete Habrůvka ab 1850 eine politische Gemeinde in der Bezirkshauptmannschaft Brünn. 1884 wurde die Dorfschule eingeweiht. Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts gehört die Ortslage Josefov (Josephsthal) zu Habrůvka. 1901 gründete sich die Freiwillige Feuerwehr. Nach der Entdeckung einer Ton- und Kaolinlagerstätte durch František Blatný nahm 1905 der Abbau durch den Fürstlich Liechtensteinischen Tonbergbau Habruwka den Betrieb auf. Das Werk beschäftigte etwa vierzig Arbeiter. 1921 wurde Habrůvka dem Okres Brno-venkov zugeordnet. Ab 1936 nutzte die tschechoslowakische Armee die Höhle Výpustek. Während der deutschen Besatzung wurde 1944 darin ein U-Verlagerungs-Objekt der Flugmotorenwerke Ostmark eingerichtet. Seit 1948 gehört Habrůvka zum Okres Blansko. Die Gemeinde ist nach Křtiny gepfarrt.

Gemeindegliederung Für die Gemeinde Habrůvka sind keine Ortsteile ausgewiesen. Grundsiedlungseinheiten sind Habrůvka (Habruwka) und Josefov (Josephsthal).http://www.uir.cz/zsj-obec/581569/Obec-Habruvka

Bevölkerungsentwicklung

Sehenswürdigkeiten Denkmal für die Opfer beider Weltkriege Jubiläumsgedenksteine für Fürst Johann II. von Liechtenstein, errichtet 1898 bzw. 1908, nördlich des Dorfes Gedenkstein für Miroslav Tyrš Gedenkstein für Mořic Kožešník, nördlich des Dorfes Gedenkstein für Josef Pelíšek, westlich des Dorfes Gedenkstein für Robert Micklitz, nordwestlich des Dorfes Gedenkstein für Rudolf Haša, nordwestlich des Dorfes Gedenkstein für Alois Zlatník, nordwestlich des Dorfes Nationales Naturreservat Habrůvecká bučina, nordwestlich des Dorfes Naturreservat U Výpustku, südlich des Dorfes Karsthöhlen Býčí skála, Sobolova, Kostelík und Tři kotle, westlich des Dorfes im Tal des Křtinský potok Karsthöhlen Aeskulapka, Jestřábka, Arnoštka, Vinckova, Malá Drátenická, Rudolfova und Vokounka, südlich des Dorfes im Tal des Křtinský potok

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Ersterwähnung 1365