mini|Blick auf Bílovice nad Svitavou (2025)
Bílovice nad Svitavou (deutsch Bilowitz, früher Billowitz) ist eine Gemeinde in Tschechien. Sie liegt acht Kilometer nordöstlich des Stadtzentrums von Brünn an dessen Stadtgrenze und gehört zum Okres Brno-venkov.
Geographie Bílovice nad Svitavou befindet sich im Südwesten des Drahaner Berglandes im Tal der Svitava. Das von bewaldeten Hügeln umgebene Dorf liegt südlich des Mährischen Karst in einem Kessel im Mündungsgebiet der Bäche Praskavice, Časnýř, Kuní potok und Melatín. Südlich erhebt sich der Hády (424 m n.m.) und westlich die Ostrá horka (Stromberg, 404 m n.m.).
Nachbarorte sind Adamov im Norden, Babice nad Svitavou im Nordosten, Řícmanice und Kanice im Osten, Obřany im Südwesten, Soběšice im Westen sowie Ořešín und Útěchov im Nordwesten.
Geschichte Archäologische Funde deuten auf eine Besiedlung von Bílovice seit dem 11. Jahrhundert hin. Die erste schriftliche Erwähnung des Ortes datiert auf das Jahr 1498, in dem er als Besitz des Jan Bílovský von Vrbětín genannt wird. 1562 überließ Kaiser Ferdinand I. die Herrschaft Nový hrad mit allem Zubehör, darunter auch das Dorf Bílovice, als erbliches Gut an Albrecht von Boskowitz und Černahora. 1645 eroberten schwedische Truppen die Burg Nový hrad und brannten sie nieder. Anschließend wurde Bílovice der Herrschaft Pozořice angeschlossen. Zum Ort gehörten ein herrschaftliches Jägerhaus, ein Wirtshaus, eine Mühle und eine Sägerei. Mit dem Bau der Bahnstrecke Brno–Česká Třebová in den Jahren 1843 bis 1848 erhielt der Ort einen Eisenbahnanschluss. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts blieb Bílovice der Herrschaft Pozořice untertänig.
Nach der Aufhebung der Patrimonialherrschaften bildete Bilovice ab 1850 eine politische Gemeinde in der Bezirkshauptmannschaft Brünn. 1873 gründete sich die Freiwillige Feuerwehr. Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts findet der Ortsname Bílovice Verwendung. 1921 wurde Bílovice dem Okres Brno-venkov zugeordnet. Seit 1925 führt die Gemeinde den amtlichen Namenszusatz nad Svitavou. Zwischen 1948 und 1960 war Bílovice nad Svitavou Teil des Okres Brno-okolí und seit 1961 gehört das Dorf wieder zum Brno-venkov. Seit 1998 führt die Gemeinde ein Wappen und Banner.
Gemeindegliederung Für die Gemeinde Bílovice nad Svitavou sind keine Ortsteile ausgewiesen. Zu Bílovice nad Svitavou gehört die Einschicht U Jezírka (Jezirko).
Bevölkerungsentwicklung
Sehenswürdigkeiten mini|hochkant|Pfarrkirche des hl. Kyrill und Method Pfarrkirche des hl. Kyrill und Method, erbaut von Antonín Blažek zwischen 1908 und 1913 im neugotischen Stil mit Art-Nouveau-Elementen, 34 m hohem Pyramidenturm und Dach mit buntglasierten Keramikziegeln. Nach Kriegsschäden erfolgte eine gründliche Restaurierung 2005. Kapelle des hl. Johannes Nepomuk Ruine der Burg Ronov (Ronow) aus dem 14. Jahrhundert, nördlich des Dorfes Wildhüterhütte Myslivna lišky Bystroušky, erbaut 1907. Schauplatz der Oper Das schlaue Füchslein von Leoš Janáček Denkmäler für die Gefallenen des Ersten und Zweiten Weltkriegs Denkmal für Stanislav Kostka Neumann Gedenkstein für Miroslav Tyrš Gedenkstein für Rudolf Těsnohlídek im Tal Těsnohlídkovo údolí, südlich des Dorfes Gedenkstein für Vilém Věnceslav Havelka und Josef Liboslav Ziegler, nordwestlich des Dorfes Gedenkstein für Josef Bohdanecký, nordwestlich des Dorfes Gedenkstein für Bohuslav Polanský, südöstlich des Dorfes Leoš Janáček-Quelle, am Kuní potok Naturreservat Malužín, nördlich des Dorfes Aussichtsturm U Lidušky, südlich des Dorfes
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Ersterwähnung 1498