Astrid Boner, auch Astrid Bohner (* 4. August 1935Astrid Boner in der Synchrondatenbank von Arne Kaul, abgerufen am 7. Oktober 2023.), ist eine deutsche Schauspielerin und Synchronsprecherin.

Leben Astrid Boner begann ihre Bühnenlaufbahn in der Spielzeit 1954/55 am Schwäbischen Landesschauspiel Memmingen, wo sie auch in der Spielzeit 1955/56 engagiert blieb.Astrid Boner. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1955. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 63. Jg., Hamburg 1955, S. 266 und 411 (Register).Astrid Boner. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1956. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 64. Jg., Hamburg 1956, S. 271–72 und 420 (Register). Mit Beginn der Spielzeit 1956/57 wechselte sie für zwei Spielzeiten an die Städtischen Bühnen Ulm.Astrid Boner. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1957. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 65. Jg., Hamburg 1957, S. 340 und 439 (Register).Astrid Boner. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1958. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 66. Jg., Hamburg 1958, S. 349 und 447 (Register).

Anschließend gastierte sie an deutschsprachigen Bühnen in Südamerika, so in der Spielzeit 1958/59 an den „Deutschen Kammerspielen“ in Santiago de Chile und in der Spielzeit 1959/60 an der „Deutschen Bühne“ in Buenos Aires.Astrid Boner. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1959. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 67. Jg., Hamburg 1959, S. 441 und 480 (Register).Astrid Boner. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1960. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 68. Jg., Hamburg 1960, S. 433 und 474 (Register). Nach ihrer Rückkehr nach Deutschland ging sie nach München, wo sie für die Spielzeit 1960/61 an das „Intime Theater München“, am Odeonsplatz gelegen, engagiert wurde.Astrid Boner. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1961. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 69. Jg., Hamburg 1960, S. 341 und 492 (Register).

Bei den Burgfestspielen Forchtenstein im Burgenland spielte sie 1963 die Kammerzofe der Kunigunde in Franz Grillparzers Trauerspiel König Ottokars Glück und Ende.Theatergeschichte des Burgenlandes von 1921 bis zur Gegenwart, Band 8, S. 350 (Auszüge bei Google Books)Grillparzer-Forum Forchtenstein 1966, S. 110 (Auszüge bei Google Books)

Ab der Spielzeit 1967/68Astrid Boner. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1968. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 76. Jg., Hamburg 1968, S. 410 und 611 (Register). trat sie bis Mitte der 70er Jahre regelmäßig am „Intimen Theater München“, das später unter dem Namen „Intimes Theater im Künstlerhaus“ firmierte, auf.Astrid Boner. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1969. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 77. Jg., Hamburg 1969, S. 417 und 625 (Register).Astrid Boner. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1970. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 78. Jg., Hamburg 1970, S. 419 und 627 (Register).Astrid Boner. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1974. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 82. Jg., Hamburg 1974, S. 435 und 692 (Register).Astrid Boner. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1975. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 83. Jg., Hamburg 1975, S. 416 und 683 (Register).Astrid Boner. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1976. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 84. Jg., Hamburg 1976, S. 290 und 661 (Register).Deutsches Bühnenjahrbuch. Band 84, 1976, S. 290 (Auszüge bei Google Books)

Boner spielte ab Mitte der 1960er-Jahre in einigen deutschen Unterhaltungsfilmen mit. Als ihren ersten Filmauftritt führt die Filmdatenbank IMDb den Kriminalthriller Der Mörder mit dem Seidenschal unter der Regie von Adrian Hoven aus dem Jahr 1966. 1969 wirkte sie in einer Episode der Fernsehserie Pater Brown mit.

Ab Ende der 1960er-Jahre trat sie in zahlreichen, dem damaligen Zeitgeschmack entsprechenden Softcore- und Erotikfilmen auf, bei denen sie sie unter anderem mit den Sexfilm-Regisseuren Ernst Hofbauer und Walter Boos arbeitete. Sie spielte aber auch in den eher selbstironischen Erotik-Komödien von Michael Verhoeven (Engelchen macht weiter – hoppe, hoppe Reiter) und Rolf Thiele (Komm nur, mein liebstes Vögelein).

1970 spielte sie in dem Film Josefine Mutzenbacher die unter den Sexexzessen ihres Ehemanns leidende Mutter der weiblichen Titelfigur. Der Regisseur des Films, Kurt Nachmann, engagierte sie auch für die Fortsetzung mit dem Titel Mutzenbacher II. Teil – meine 365 Liebhaber als Prostituierte Milli. Boner wirkte von 1974 bis 1977 auch in mehreren Filmen aus der Reihe Schulmädchen-Report mit. Sie übernahm dabei mehrfach die Rolle der Mutter der jungen Mädchen, aber auch autoritäre Charaktere als Staatsanwältin, Sozialfürsorgerin oder Jugendpsychologin.

In der Zeit, als sie in Softsexfilmen mitspielte, hatte sie auch immer wieder „seriöse“ Rollen, beispielsweise in einer Folge der Gerichtsserie Ehen vor Gericht (1972), in der Fernsehserie Gemeinderätin Schumann (1974) und in dem TV-Film Rest des Lebens – Die Herausforderung (1975) von Michael Verhoeven. 1973 wirkte sie in einer Episode von Peter Frankenfelds TV-Unterhaltungssendung Peters Bastelstunde mit.Peters Bastelstunde. Cast. In: fernsehserien.de, abgerufen am 7. Oktober 2023. 1978 hatte sie eine kleine Rolle in der Episode Der Fotograf in der ZDF-Serie Derrick. 1981 spielte sie in Running Blue, der von Dominik Graf inszenierten Gangsterfilm-Miniatur aus dem Episodenfilm Neonstadt. In: Programmheft des Kinofests Lünen (PDF-Datei; 115 kB). Bis Anfang der 1990er-Jahre ist Boner noch als Darstellerin in Nebenrollen in einigen Fernseh- und Kinoproduktionen in Erscheinung getreten.

Boner arbeitete auch als Synchronsprecherin. Sie sprach 1981 die Rolle der Iris in der deutschen Synchronfassung der italienischen Komödie Gib dem Affen Zucker mit Adriano Celentano. 1984 sprach sie die Rhonda in dem amerikanischen TV-Film R.S.V.P. – Hollywood flippt völlig aus. Sie synchronisierte außerdem die Schauspielerin Jane Carr in deren Rolle als Mary Reed in der Fernsehserie Star Trek: Enterprise.Star Trek: Enterprise. Eintrag bei Seriensynchron, 1. Staffel, 12. Folge, abgerufen am 7. Oktober 2023. Sie war auch als Sprecherin bei mehreren Hörspielen tätig, unter anderem als Billes Mutter Mutsch in den Produktionen Bille und Zottel nach den Jugendbüchern von Rosemarie Eitzert.Astrid Boner Eintrag in der Datenbank Hörspielland

Filmografie (Auswahl) 1966: Der Mörder mit dem Seidenschal 1968: Das Kriminalmuseum: Der Bohrer 1968: Komm nur, mein liebstes Vögelein 1968: Der nächste Herr, dieselbe Dame 1969: Engelchen macht weiter – hoppe, hoppe Reiter 1969: Pater Brown (Folge: „Die Form stimmt nicht“) 1969: Die Mädchen der Madame 1969: Weiße Haut auf schwarzem Markt 1970: Das gelbe Haus am Pinnasberg 1970: Mädchen mit Gewalt 1970: Josefine Mutzenbacher 1970: Cream – Schwabing-Report 1970: Wie sag ich’s meinem Kinde? 1970: Die Jungfrauen von Bumshausen 1971: Hausfrauen-Report 1: Unglaublich, aber wahr 1971: Schüler-Report 1971: Erotik im Beruf – Was jeder Personalchef gern verschweigt 1971: Josefine Mutzenbacher II – Meine 365 Liebhaber 1971: Paragraph 218 – Wir haben abgetrieben, Herr Staatsanwalt 1972: Die Klosterschülerinnen 1971: Mache alles mit 1972: Die dressierte Frau 1972: Lehrmädchen-Report 1972: Auch fummeln will gelernt sein 1972: Massagesalon der jungen Mädchen 1972: Liebesspiele junger Mädchen 1973: Schlüsselloch-Report 1973: Junge Mädchen mögen’s heiß, Hausfrauen noch heißer 1973: Matratzen-Tango 1974: Schulmädchen-Report. 8. Teil: Was Eltern nie erfahren dürfen 1974: Hey Marie, ich brauch mehr Schlaf, auf ins blaukarierte Himmelbett 1974: Derrick (Folge: „Der Fotograf“) 1974: Gemeinderätin Schumann 1975: Schulmädchen-Report. 9. Teil: Reifeprüfung vor dem Abitur 1975: Die Herausforderung 1976: Schulmädchen-Report. 10. Teil: Irgendwann fängt jede an 1976: Inspektion Lauenstadt – Bauer Schlegel 1977: Schulmädchen-Report. 11. Teil: Probieren geht über Studieren 1977: Vanessa 1979: Der Kostbare Gast 1981: Ein Kaktus ist kein Lutschbonbon 1982: Ein Stück Himmel 1984: Echt tu matsch 1991: Go Trabi Go 1991: Tatort – Bis zum Hals im Dreck 1991: Tatort – Animals 2000: Forsthaus Falkenau – Florian greift ein

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Einzelnachweise

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