ASP (ausgesprochen „wie Ast, nur mit P“http://thetalesofasp.com/de/history.html?ms=1) ist eine Rockband aus Deutschland, die von Hörern und Presse auf Grund von Stil, Auftreten und Herkunft allgemein der schwarzen Szene zugeordnet wird. Bekannt wurde sie vor allem durch den Zyklus um den Schwarzen Schmetterling, um den sich die ersten fünf Albenveröffentlichungen drehten und der laut Sänger Alexander Spreng als musikalische Gothic Novel gesehen werden soll. Die Band verdeutlicht diesen Bezug durch die Verwendung der literarisch anmutenden Bezeichnung Tales of ASP. mini|Alexander „Asp“ Spreng auf dem Rockharz Open Air 2016 mini|Gitarrist Lutz Demmler auf dem Rockharz 2016

Bandgeschichte Gründung (1999) Alexander „Asp“ Spreng und Matthias „Matze“ Ambré (ehemaliges Mitglied der Frankfurter Band Gabi Mohnbrot) gründeten die Band im Sommer 1999 „in einer von Hessens schöneren Apfelweinkneipen“ nach längerem Erfahrungs- und Meinungsaustausch und der Auflösung der jeweiligen früheren Bands. Der Bandname ist gleichzeitig Spitz- und Rufname des Sängers. Da die von ihm kreierte literarische Figur zentraler Bestandteil der folgenden Veröffentlichungen sein sollte, lag diese Entscheidung nahe. Zur Unterscheidung zwischen Band und Sänger schreibt man heute erstere komplett in Großbuchstaben. Zu dieser Zeit entwarf Spreng auch das bis heute verwendete Bandlogo. Die erste Homepage der Band gestaltete Ex-Gabi-Mohnbrot-Mitglied und späterer ASP-Bassist, Andreas „Tossi“ Gross.

Die erste Demo-CD entstand unter recht improvisierten Bedingungen in der Wohnung des späteren ASP-Schlagzeugers Oliver „Himmi“ Himmighoffen, der ebenfalls früher Mitglied von Gabi Mohnbrot war. Die Musik wurde von den Szene-DJs und deren Hörern aus der Umgebung positiv aufgenommen, Zusagen von Plattenfirmen blieben jedoch zunächst aus. Live-Auftritte waren nach ausgiebiger Banderfahrung beider Mitglieder zunächst nicht geplant.http://thetalesofasp.com/de/history.html?ms=2

Plattenvertrag, erste Auftritte und erstes Album (2000) Alexander Storm, Chef des in der Szene bekannten Plattenlabels Trisol, wurde durch die Hörproben auf der damaligen Band-Website auf ASP aufmerksam, woraufhin er ein Treffen und schließlich einen Plattenvertrag anbot, den Spreng und Ambré wenig später unterschrieben.http://thetalesofasp.com/de/history.html?ms=3

Die Entscheidung, schließlich doch live aufzutreten, fiel nach einer Anfrage des Onlinemagazines The Gothicworld, das ASP für ein Festival gewinnen wollte. Zu diesem Zweck befanden es Spreng und Ambré für wichtig, eine Liveband zusammenzustellen, da man auf der Bühne nicht auf Tonbandaufnahmen zurückgreifen wollte. Es konnten als Schlagzeuger Oliver Himmighoffen und als Bassist Andreas Gross gewonnen werden. Für den mehrstimmigen Gesang, der im Studio alleine von Spreng eingesungen wurde, bildeten Holger Hartgen und Sprengs ehemaliger Bandkollege Pit Hammann den Chor.http://thetalesofasp.com/de/history.html?ms=4

Das erste Album Hast Du mich vermisst? (Der schwarze Schmetterling I) wurde ebenfalls im Kellerstudio Das Zwerk produziert. Das Artwork produzierten Pit Hammann und Andreas Gross, die Fotos steuerte Marc Weissenberger bei. Die CD wurde schließlich am 3. November 2000 auf einer Releaseparty samt Konzert im Frankfurter Club „Nachtleben“ veröffentlicht.http://thetalesofasp.com/de/history.html?ms=5

Größere Auftritte, Touren, neue Alben und Fanbase (2001–2003) Auf Initiative von Mozart, Sänger von Umbra et Imago, trat ASP 2001 auf dem Ostara-Festival zum ersten Mal vor größerem Publikum auf. Zu diesem Konzert fand auch der erste Besetzungswechsel statt. Pit Hammann wollte sich fortan nur auf seine Tätigkeit als Illustrator und Autor konzentrieren. Stattdessen wurde der Wiener Marcus „Max“ Testory, heute Kopf der Band Chamber, neuer Backgroundsänger. An Pfingsten 2001 folgte der erste Auftritt auf dem größten Szenefestival, dem Wave-Gotik-Treffen. Auf der Releaseparty zum zweiten Album Duett (Der schwarze Schmetterling II), das auf Drängen der Plattenfirma nach einem Nachfolger bereits am 26. Oktober 2001 erschien, in der Karlsruher Kulturruine wurde die Gründung der Fancommunity Singchild.de beschlossen, aus der das ehemalige http://www.diezusammenkunft.net/ Forum DieZusammenkunft.net hervorging. Band und weitere Künstler aus dem ASP-Umfeld engagierten sich bis zur Schließung im September 2019 persönlich im Forum.

Der Name Die Zusammenkunft war ursprünglich der eines Festivals, das von Spreng im Frankfurter Club Batschkapp organisiert wurde. Dort traten die Bands Chamber, Janus, ASP selbst und L’Âme Immortelle auf, außerdem standen ASP mit Rig von Janus, Alexander Kaschte von Samsas Traum und Mozart von Umbra et Imago gemeinsam auf der Bühne.http://thetalesofasp.com/de/history.html?ms=6 Im selben Jahr erschien auch das „Kinderbuch für Erwachsene“http://thetalesofasp.com/de/history.html?ms=7 zum Lied Die kleine Ballade vom Schwarzen Schmetterling, illustriert von Pit Hammann.

2002 ging ASP zum ersten Mal auf Tour, dieses Mal noch als Support von Umbra et Imago auf deren Nosferatour – Part II, die in der zweiten Hälfte noch durch die Band Tanzwut ergänzt wurde. Auch hier standen die Bands für einige Songs gemeinsam auf der Bühne.http://thetalesofasp.com/de/history.html?ms=8 Am 28. Juni 2002 erschien mit der Zusammenkunft E.P. das dritte Release der Band, auf dem Coverversionen, Duette und Remixe von ASP Stücken veröffentlicht wurden.http://thetalesofasp.com/de/history.html?ms=9

2001 stellte Pit Hammann Spreng, der auch als Comictexter arbeitet, dem Illustrator Ingo „Monozelle“ Römling vor. Römling übernahm die Gestaltung des Artworks für das kommende Album Weltunter (Der schwarze Schmetterling III), das am 18. August 2003 erschien. Die CD wurde dieses Mal in einem professionellen Tonstudio abgemischt. Daraus ausgekoppelt erschienen die Singles Weltunter (Komm zu mir) und Stille der Nacht (Ein Weihnachtsmärchen), die ebenfalls von Römling designed wurden. Römling übernahm die graphische Umsetzung der Artworkkonzepte von Spreng, unter anderem für den nie erschienenen Comic Die Schattenbraut. Die beiden Künstler sollten fortan für etliche Jahre dahingehend ein Team bilden.http://thetalesofasp.com/de/history.html?ms=10

Nach einer weiteren Support Tour im Frühjahr 2003 mit L’Âme Immortelle und Unheilig sowie einigen Festivalauftritten im Sommer folgte im Herbst schließlich die erste Headlinertour, die zunächst als Tour mit zwei Headliner-Bands geplant wurde. Nach dem Abspringen der zweiten, in keiner Quelle genannten Band, wurde Xandria als Vorband engagiert.http://thetalesofasp.com/de/history.html?ms=11 Im Juli 2003 fand auch das erste, von Fans organisierte ASPecue statt – ein Grillen, an dem immer wieder Mitglieder der ASP-Familie (der Band und anderer, dazugehöriger Künstler) teilnahmen. Ein weiteres Fan-Treffen, dieses Mal mit Konzert, gab es im Winter desselben Jahres in Zapfendorf.http://thetalesofasp.com/de/history.html?ms=12

Vertriebsinsolvenz und weitere Erfolge (2004–2007) 2004 musste der Vertrieb der Band, EFA, Insolvenz anmelden. Dadurch konnten zunächst keine weiteren CDs verkauft werden, da alle bis dahin vorliegenden Exemplare Teil der Konkursmasse wurden. Um finanzielle Probleme abzufedern, forcierte die Plattenfirma Trisol die Produktion der Best-Of-CD Interim Works Compendium nach nur drei Alben gegen den Willen der Band. Auch in diesem Jahr stellte ASP für kurze Zeit seine gesamte Diskographie zum Bezahldownload auf der eigenen Seite zur Verfügung, was wegen ungeklärter Abwicklung mit der GEMA jedoch kurz darauf wieder eingestellt werden musste.http://thetalesofasp.com/de/history.html?ms=13 Außerdem wurde die Single Ich will brennen im Rahmen einer Kampagne zur Erhaltung des Rechts auf Privatkopie veröffentlicht. Der Single lagen ein Statement der Band, ein Aufkleber und ein CD-Rohling bei, auf den sich die Käufer ihre eigene Best-Of brennen sollten. Auf der zugehörigen Webseite fand sich neben den detaillierten Forderungen auch eine entsprechende Petition.http://thetalesofasp.com/de/history.html?ms=14 Live trat ASP 2004 zum ersten Mal im Ausland auf (Belgien und Großbritannien), spielte neben diversen anderen Festivals zum ersten Mal auf dem M’era Luna Festival und führte eine weitere Headliner-Tour mit Porn als Vorgruppe durch.http://thetalesofasp.com/de/history.html?ms=15

2005 veröffentlichte ASP die Single Hunger, die nur auf der dazugehörigen Tour verkauft wurde. Diese fand im Frühjahr mit der Band Nuuk als Support statt. Nach diversen Auftritten auf verschiedenen Festival veröffentlichte ASP das Album Aus der Tiefe, wofür dieses Mal ein externes Studio gebucht werden konnte, das auch zum ersten Mal die Aufnahme eines echten Schlagzeugs erlaubte. Darauf folgte die gleichnamige Herbsttour zusammen mit Seelenzorn.http://thetalesofasp.com/de/history.html?ms=16http://thetalesofasp.com/de/history.html?ms=17 mini|ASP und Chamber bei Once in a Lifetime Spreng und der ehemalige Backgroundsänger Max Testory beschlossen eine gemeinsame Akustiktour der Bands ASP und Chamber. Auf dieser Once in a lifetime genannten Konzertreise spielten die beiden Gruppen in gemischter Besetzung Lieder beider Bands. Statt einer Vorgruppe gestaltete der Autor Thomas Sabottka das Vorprogramm mit einer Lesung seiner Texte. Hierzu wurde mit Humility eine E.P. und 2007 eine limitierte Live-CD-Box veröffentlicht.http://thetalesofasp.com/de/history.html?ms=18

Als Reaktion auf zwischenzeitlich aufgekommene Kommerzvorwürfe aus der Szene veröffentlichte ASP 2006 die Single Werben, die neben der normalen CD in einer aufwändigen Vinyl-Version erschien, die von einer persiflierenden Werbekampagne begleitet wurden. Hierzu erschuf man auch die Figur Emma und das Varieté Obscur, die in späteren Veröffentlichungen wieder aufgegriffen wurden.http://thetalesofasp.com/de/history.html?ms=19 Eine dieser Veröffentlichungen war die Graphic Novel Varieté Obscur, in der der Detektiv Johann Salamander seinen ersten Auftritt hatte. Gestaltet wurde das Buch wieder von Ingo Römling, mit dem Spreng auch den gleichnamigen Song neu einspielte und dem Buch auf CD beilegte.http://thetalesofasp.com/de/history.html?ms=20 Das dritte Release im Jahr 2006 war die Single Ich bin ein wahrer Satan, die in vier verschiedenen Versionen erschien. Jeder Version lag ein Teil eines Gutscheins bei, mit dem man sich auf der zugehörigen Tour, die zusammen mit Dope Stars Inc. im Oktober stattfand, die Single Isobel Goudie kostenlos abholen konnte. Verbleibende Exemplare der Bonussingle wurden nach der Tour eingestampft. Außerdem enthielten die verschiedenen Singleversionen bereits Lieder aus dem kommenden Krabat-Liederzyklus Zaubererbruder.http://thetalesofasp.com/de/history.html?ms=21 Im Jahr 2006 konnte auch endlich der bereits 2004 begonnene Hässlich-Kreativ-Wettbewerb für Sänger, Remixer und Fotografen zu Ende gebracht werden. Das Musikmagazin Zillo, das die Aktion beworben und auch die Preise ausgelobt hatte, war zwischenzeitlich abgesprungen, woraufhin das Konkurrenzmagazin Orkus die Preisausschüttung übernahm. In der Folge kam es zum Bruch der Band mit dem Zillo. Die Gewinner des Wettbewerbs wurden auf der Hässlich-CD veröffentlicht.http://thetalesofasp.com/de/history.html?ms=22