Feuln (oberfränkisch: FallnE. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach, S. 199.) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Trebgast im Landkreis Kulmbach (Oberfranken, Bayern). Feuln liegt in der Gemarkung Trebgast.
Geographie Das Dorf liegt am rechten Ufer des Weißen Mains. Im Ort ist ein Laubbaum als Naturdenkmal ausgezeichnet. Im Norden beim Kienberg gibt es ein Naturschutzgebiet. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Hegnabrunn zur Kreisstraße KU 21 (1,4 km nordöstlich) bzw. zur Staatsstraße 2182 bei Trebgast (0,6 km südlich), eine weitere führt nach Waizendorf zur St 2182 (0,6 km westlich).
Geschichte Der Ort wurde 1310 als „Fewln“ erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname leitet sich vom slawischen Wort „býl“ ab, das Kraut bedeutet.E. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach, S. 36f.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Feuln aus 16 Anwesen. Das Hochgericht übte das bayreuthische Stadtvogteiamt Kulmbach aus. Dieses hatte auch die Dorf- und Gemeindeherrschaft. Grundherren waren das Kastenamt Kulmbach (1 Tropfhäuslein), der Markgräfliche Lehenhof Bayreuth (4 Höfe, 2 Söldengütlein), das Stiftskastenamt Himmelkron (2 Höfe, 1 Dreiviertelhof, 1 Viertelhof, 2 Sölden), das Rittergut Feuln (1 Hof, 1 Gut) und die Kaplanei Berneck (1 Hof).R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 592.
Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Kulmbach. Mit dem Gemeindeedikt wurde Feuln dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Trebgast und der 1812 gebildeten gleichnamigen Ruralgemeinde zugewiesen.R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 775.
Baudenkmäler In der Bayerischen Denkmalliste sind fünf Baudenkmäler aufgeführt: Haus Nr. 2, 3, 14: Wohnstallhäuser Haus Nr. 11: Kastenbau Brücke über den Weißen Main
abgegangene Baudenkmäler Haus Nr. 10: Bauernhof. Eingeschossiges Wohnhaus, wohl 17. Jahrhundert; mit rundbogigem gefastem Eingang; südlicher Anbau Anfang des 19. Jahrhunderts. – Zweigeschossiger Speicherbau mit Obergeschossfachwerk, Türsturz bezeichnet „1793“. Der anschließende Stallbau mit Holzgalerie auf gefelderten Sandsteinpfeilern, Ende des 18. Jahrhunderts. – Scheune, gestreckte Anlage, 16./17. Jahrhundert, Zwischenboden auf Stützen mit Verstrebung; ein ausgeschnittener Balken war mit „1593“ bezeichnet. – Die Gebäude in schlechtem Zustand.A. Gebeßler: Stadt und Landkreis Kulmbach, S. 51. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen. Haus Nr. 13: Eingeschossiger Wohn- und Stallbau, Haustein; Ende des 18. Jahrhunderts. Riegelfachwerk am Südgiebel und an dem, über zwei Sandsteinsäulen vorgebauten westlichen Zwerchhaus.
Einwohnerentwicklung Jahr 1809 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 103 106 129 134 136 128 142 196 152 124 121HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 16 20 19 22 25 28 29Quelle R. Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 725.
Religion Feuln ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Johannes (Trebgast) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ort im Landkreis Kulmbach Kategorie:Geographie (Trebgast) Kategorie:Ersterwähnung 1310 Kategorie:Deutscher Ortsname slawischer Herkunft