Dobersdorf () ist ein Ort in der Landgemeinde Walzen im Powiat Krapkowicki der Woiwodschaft Opole in Polen.

Geographie mini|links|Gesamtansicht Das Angerdorf Dobersdorf liegt zwei Kilometer südöstlich von Walzen, 13 Kilometer südlich von Krapkowice und 35 Kilometer südlich von Oppeln in der Schlesischen Tiefebene. Westlich des Dorfes fließt die Straduna.

Nachbarorte von Dobersdorf sind im Nordwesten Walzen (Walce) und im Südwesten Malkowitz (Małkowice).

Geschichte mini|Herz-Jesu-Kirche mini|Gefallenendenkmal Dobersdorf gehörte zum Herzogtum Oppeln und wurde 1267 erstmals urkundlich als „Dobreschiezi“ erwähnt. Für das Jahr 1532 ist es in der Schreibweise Dobeschowitze belegt.

Nach der Neugliederung der Provinz Schlesien gehörte die Landgemeinde Dobersdorf ab 1818 zum Landkreis Neustadt O.S., mit dem sie bis 1945 verbunden blieb. 1845 bestanden im Ort ein Vorwerk, eine katholische Schule, zwei Wassermühlen, ein Kretscham, eine Schmiede, eine Getreidehandlung und 75 Häuser. Im gleichen Jahr lebten in Dobersdorf 538 Einwohner, davon einer evangelisch.Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuss. Provinz Schlesien. Breslau 1845, S. 97. 1861 zählte Dobersdorf 576 Einwohner, 18 Bauern, 23 Gärtner und 30 Häusler, zudem bestand eine Brennerei. Die katholische Schule wurde im gleichen Jahr von 82 Schülern besucht.Felix Triest: Topographisches Handbuch von Oberschlesien, Breslau 1865, S. 1077. 1874 wurde der Amtsbezirk Schobersfelde gebildet, dem die Landgemeinden Dobersdorf und Broschütz (1936 umbenannt in Schobersfelde), Grocholub (1936 umbenannt in Erbersdorf) und Kramelau sowie die Gutsbezirke Broschütz und Grocholub eingegliedert wurden.Amtsbezirk Schobersfelde

Bei der Volksabstimmung in Oberschlesien am 20. März 1921 stimmten 304 Wahlberechtigte für einen Verbleib bei Deutschland und 85 für Polen. Dobersdorf verblieb beim Deutschen Reich. 1933 lebten im Ort 796 Einwohner. 1939 wurden 798 Einwohner gezählt.

Als Folge des Zweiten Weltkriegs fiel Schobersfelde 1945 mit dem größten Teil Schlesiens an Polen. Nachfolgend wurde es in Dobieszowice umbenannt und der Woiwodschaft Schlesien angeschlossen. Die einheimische deutsche Bevölkerung wurde, soweit sie nicht vorher geflohen war, von den polnischen Verwaltungsbehörden weitgehend vertrieben. Die neu angesiedelten Bewohner waren teilweise Zwangsumgesiedelte aus Ostpolen, das an die Sowjetunion gefallen war.

1950 wurde Dobieszowice der Woiwodschaft Opole eingegliedert. Seit 1999 gehört es zum Powiat Krapkowicki. Am 4. April 2006 wurde in der Gemeinde Walzen, der Dobersdorf angehört, Deutsch als Zweite Amtssprache eingeführt; am 3. Juni 2009 erhielt der Ort zusätzlich den amtlichen deutschen Ortsnamen Dobersdorf.

Sehenswürdigkeiten Das Schloss Dobersdorf (Dwór w Dobieszowicach) wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts im Stil der Neugotik erbaut.Geschichte und Beschreibung Schloss Dobersdorf (polnisch) Katholische Herz-Jesu-Kirche (Kościół Najświętszego Serca Pana Jezusa) Historischer Speicher Denkmal für die Gefallenen beider Weltkriege Steinerne Wegekapelle Steinernes Wegekreuz

Vereine Deutscher Freundschaftskreis Freiwillige Feuerwehr OSP Dobieszowice

Persönlichkeiten Georg Bernard (* 1876 in Dobersdorf; † 1945 in Dachau), deutscher Gewerkschafter

Anmerkung Dieses Dorf ist nicht zu verwechseln mit Dobersdorf im Landkreis Leobschütz, einer etwa 24 Kilometer entfernt gelegenen Ortschaft im ehemaligen Landkreis Leobschütz, heute Dobieszów im Powiat Głubczycki, Polen.

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Einzelnachweise

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