Broschütz (, 1936–1945 Schobersfelde) ist ein Ort in der Landgemeinde Walzen im Powiat Krapkowicki der Woiwodschaft Opole in Polen.
Geographie Das Straßendorf Broschütz liegt etwa sechs Kilometer nördlich von Walzen (Walce), sechs Kilometer südlich von Krapkowice (Krappitz) und 29 Kilometer südlich von Opole (Oppeln) in der Schlesische Tiefebene. Nördlich und westlich des Dorfes liegen weitläufige Waldgebiete.
Nachbarorte von Broschütz sind im Nordwesten Borek (Waldwinkel), im Norden Pietna, im Nordosten Żużela (Zuzella), im Südosten Grocholub, im Süden Kramelau (Kromołów) und im Südwesten Czerniów, ein Ortsteil von Kramelau.
Geschichte mini|Allerheiligenkirche Broschütz wurde 1228 erstmals urkundlich erwähnt. 1383 ist es in der Schreibweise Broschicz und 1534 als Broschetz belegt.
Nach der Neugliederung der Provinz Schlesien gehörte die Landgemeinde Broschütz ab 1816 zum Landkreis Neustadt O.S., mit dem sie bis 1945 verbunden blieb. 1845 bestanden im Ort ein Vorwerk („Teichvorwerk“), eine katholische Pfarrkirche, eine katholische Schule und 77 Häuser. Die Einwohnerzahl lag damals bei 372, davon einer evangelisch.Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuss. Provinz Schlesien. Breslau 1845, S. 60. 1861 zählte der Ort 22 Bauern, neun Gärtner- und 27 Häuslerstellen. Die katholische Schule wurde damals von 95 Schülern besucht.Felix Triest: Topographisches Handbuch von Oberschlesien, Breslau 1865, S. 1076. 1874 wurde der Amtsbezirk Broschütz gebildet, dem die Landgemeinden Broschütz, Grocholub und Kramelau sowie die Gutsbezirke Broschütz und Grocholub eingegliedert wurden. Erster Amtsvorsteher war der Gräfl. Oberförster Adolph Butschkow in Broschütz.Amtsbezirk Broschütz/Schobersfelde
Bei der Volksabstimmung in Oberschlesien am 20. März 1921 stimmten 533 Wahlberechtigte für einen Verbleib bei Deutschland und 29 für Polen. Broschütz verblieb beim Deutschen Reich. 1933 lebten im Ort 887 Einwohner. Am 18. August 1936 wurde Broschütz in Schobersfelde umbenannt. 1939 wurden 886 Einwohner gezählt. Bis 1945 befand sich der Ort im Landkreis Neustadt O.S.
1945 kam der bisher deutsche Ort unter polnische Verwaltung und wurde in Brożec der Woiwodschaft Schlesien angeschlossen. 1950 wurde Brożec der Woiwodschaft Oppeln eingegliedert. Seit 1999 gehört es zum wiedergegründeten Powiat Krapkowicki. Am 4. April 2006 wurde in der Gemeinde Walzen, der Broschütz angehört, Deutsch als Zweite Amtssprache eingeführt und am 3. Juni 2009 erhielt der Ort zusätzlich den amtlichen deutschen Ortsnamen Broschütz.
Sehenswürdigkeiten mini|Gefallenendenkmal Die römisch-katholische Allerheiligenkirche (Kościół Wszystkich Świętych) wurde 1774 bis 1775 im Stil des Barock erbaut.Evangelische Kirche - Geschichte Seit 1959 steht sie unter Denkmalschutz.Denkmäler in der Woiwodschaft Opole S. 51 (polnisch) Denkmal für die Gefallenen beider Weltkriege Steinernes Wegekreuz
Vereine Deutscher Freundschaftskreis Freiwillige Feuerwehr OSP Brożec Fußballverein LKS Brożec
Söhne und Töchter der Stadt Alfons Nossol (* 1932), römisch-katholischer Theologe und emeritierter Bischof von Oppeln
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Einzelnachweise
Kategorie:Gemeinde Walzen Kategorie:Ort in Schlesien Kategorie:Ort der Woiwodschaft Opole Kategorie:Ersterwähnung 1228 Kategorie:Straßendorf